Der Winterdienst und seine Tücken

Es mag jetzt irrelevant erscheinen, aber unsere Telefone laufen bei Schneefall immer heiß, da die Haltestellen der IVB schlecht geräumt werden. Das hat zur Folge, dass der Ein-/Ausstieg recht gefährlich werden kann. Die mit der maschinellen Schneeräumung angehäuften Schneeriegel stellen eine Gefahrenquelle dar. Bis jetzt wurde die Verantwortung zwischen Stadt und IVB hin- und hergeschoben. Es interessiert die Leute aber nicht, wer für die Räumung zuständig ist. Es soll einfach gemacht werden. Von der zuständigen Stadträtin Pokorny-Reiter hörte man immer nur, dass laut STVO außerhalb des Zwangsreinigungsgebietes die Anrainerinnen und Anrainer zuständig seien. Das schien mir schon recht eigenartig, weshalb ich im letzten Gemeinderat eine offizielle Anfrage stellte. Und die Beantwortung ist eindeutig: Keine Zuständigkeit der Anrainerinnen und Anrainer. Ich würde mich auch ziemlich gepflanzt vorkommen, wenn ich den Gehsteig sauber mache und dann kommt der Schneeräumwagen, der die Fahrbahn freimacht und schüttet mir die Haltestelle zu.
Nun, wie kann das Problem gelöst werden? Es muss endlich ein Vertrag zwischen Stadt und IVB gemacht werden, der klare Zuständigkeiten schafft. Die heiße Kartoffel, die laut Kontrollamtsbericht seit Jahren hin- und hergeschoben wird, soll endlich auskühlen dürfen. So schwierig wird das wohl nicht sein.

Die Zeitung Innsbruck informiert

Im heutigen Stadtsenat erklärte die Bürgermeisterin, warum der mehrheitlich beschlossene Antrag auf Änderung des Bilderbuches "Innsbruck informiert" nicht nachgekommen werden kann. Es wurde ja immer wieder medial behauptet, dass die Stadt Pönalzahlungen bei Änderung der Seitenanzahl zu leisten hätte. Heute wurden endlich die Zahlen auf den Tisch gelegt. Nun, eine Reduzierung der Seitenanzahl bis das neue Konzept stehen würde, hätte laut Auskunft Ausfallszahlungen zur Folge. Wobei, da wurden nur die Angaben der Agentur vorgelesen, verhandelt wurde nicht. Defacto kann die Zeitung mit 48 Seiten erscheinen (das ist der Minimumumfang laut Agentur), da wir unglaublich gute Ämter haben, die viel zu berichten hätten.

Nun war es aber so, dass ganz viele Nebelbomben herumgeworfen wurden, um das Eigentliche nicht behandeln zu müssen. Das gleiche Spiel wird sich im morgigen Gemeinderat wiederholen. Wer Zeit und Interesse hat, kann ab 15 Uhr in den 6. Stock des Rathausturms kommen.

Eine gemeinnützige Ratingagentur?

Europaweit starren wir auf 3 Buchstaben und hinterfragen nicht, ob die Bewertungen unserem Wirtschaften eigentlich entsprechen. Die 3 Agenturen, die weltweit Finanzpoker spielen, arbeiten intransparent. Wir wissen nicht, welche Faktoren verwendet werden, mit denen sie zu den Beurteilungen kommen.
Keine Frage, die Staaten und somit die Bürgerinnen und Bürger müssen die Staatsverschuldung runterschrauben. Der größte Brocken der letzten Jahre verusachte die Finanzkrise, die schlussendlich die Realwirtschaft mit hineingerissen hat. Milliarden wurden für die Bankenrettungspakete ausgegeben. Milliarden wurden auch zur Stützung der Realwirtschaft ausgegeben, um die Arbeitslosigkeit unten zu behalten. Das hat den Staatsschulden einen ordentlichen Schub gegeben.
Auf europäischer Ebene gibt es bereits Menschen, die über eine gemeinnützige Ratingagentur nachdenken. Das finde ich ganz spannend. Was soll diese leisten? Wie soll bewertet werden? Und, eines der wichtigsten nachhaltigsten Faktoren, was soll bewertet werden?
Zum Einlesen hier ein interessanter Link von der Homepage Ökonews.

Straßenbahn - nun geht es ab Richtung Osten Innsbrucks

Eine umfassende Information ist das Um und Auf. Im letzten Stadtsenat kamen die IVB, Verkehrsplanung, Stadtplanung und Tiefbau, um die Stadtsenatsmitglieder über den Abschnitt Sillpark bis zum Leipziger Platz für die Straßen-/Regionalbahn zu berichten. Warum die Gleise ausgetauscht werden müssen, warum die Friedensbrücke neu gebaut werden sollte und wie überhaupt die Ein-/Ausstiegssituation für die Fahrgäste aussieht. Die Autofahrenden wurden auch nicht vergessen.
Die Brücke ist 50 Jahre alt und beidseitig schwimmend gebaut, damit sich die Brückenteile bei den verschiedenen Temperaturen ausdehnen oder zurückziehen können. Diese Bauweise wendet man heutzutage nicht mehr an, weil bei beidseitigem "Schieben" die Brücke sich zu versetzen beginnt. Die Friedensbrücke wandert langsam aber stetig Richtung Sillpark. Die Gleise darauf sind ebenfalls 50 Jahre alt.
Beides, Brücke und Gleise, könnten saniert und alles beim Status-quo belassen werden. Würde Kosten sparen, keine Frage - allerdings nur für die nächsten paar Jahre. Das wäre verschwendetes Steuergeld und - wie haben es die Berichterstatter genannt - "frustrierte Kosten" (das ist eine geniale Wortkombination -:))
Die Brücke müssen wir schlussendlich doch neu bauen. Eine wandernde Brücke ist doch ein beträchtliches Sicherheitsrisiko, vor allem bei dem hohen Verkehrsaufkommen, das auf dieser Brücke vorzufinden ist.
Die neu konzipierte Haltestelle beim Leipziger Platz bietet mehrere Vorteile. Fahrgäste müssen keine Fahrbahn mehr queren, weil der gesamte Haltestellenbereich zum Rapoldipark rückt. Das erspart wieder Ampelregelungen. Meiner Meinung nach haben wir in Innsbruck sowieso viel zu viele Ampeln. Für die Autofahrenden ist es auch nicht mehr so verwirrend wie derzeit, da eine logischere Führung der Fahrbahnen kommt und kein Konflikt mehr mit der Straßenbahn besteht.

Ich gehe davon aus, dass kommenden Donnerstag zu Beginn des Gemeinderates (15 Uhr, 6. Stock ,Rathausturm) die Präsentation dieses Teilabschnittes stattfindet. Wer Zeit und Interesse hat, abseits der medialen Berichterstattung, Informationen aus erster Hand zu bekommen, sollte hinkommen.

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