Heißes Eisen Parkplatz

Die Neugestaltung des Landhausplatzes wirft auch die Frage auf, wie wir mit unseren Straßenräumen an sich umgehen. Gibt es genug grün in unserer Stadt?  

Nein. Innsbrucks Straßenraumgestaltung ist nicht besonders attraktiv. Seit Jahrzehnten folgt die Planung dem Glücksversprechen der Autoindustrie und verändert Straßen, Räume und Plätze in der Stadt in deren Sinne. Das Denken ist bereits so weit manipuliert, dass der Besitzanspruch fürs Fahren und Parken nicht in Frage gestellt werden darf. Dieses Ding Auto, emotional stark aufgeladen, verstellt die Sicht. Allein schon die Begrifflichkeiten. „Ruhender Verkehr“ gilt nur für abgestellte Autos. FußgängerInnen, die Parkbänke zum Ausruhen bräuchten, sind damit nicht gemeint.

In der Stadt haben wir nicht unendlich Platz. Trotzdem folgt die Planung der Logik der Autoindustrie, weil – siehe oben – unglaublich viel Glück damit verbunden ist. Nur, das Glück ist beschränkt auf Auto fahrende Menschen. Und die anderen?

Was verhindert die subventionierte Zurverfügungstellung von Parkplätzen eigentlich?
Parkplätze verhindern breite Gehsteige für FußgängerInnen
Parkplätze verhindern Baumalleen in den Straßenräumen
Parkplätze verhindern Grünflächen zum Ausruhen
Parkplätze verhindern Parkbänke für einen Plausch
Parkplätze verhindern ein durchgehendes Radwegenetz

Und, bitte jetzt nicht missverstehen. Es geht nicht darum, das Auto per se zu verteufeln. Ich wünsche mir eine andere Sicht auf dieses Ding. Denn, Grün könnten wir viel haben, wenn wir Straßen vielfältiger gestalten würden. 


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