Nachfahrverbot für Mopeds

Gestern Abend fand im "Grauen Bären" eine Diskussionsrunde zum Thema: "Nachfahrverbot für Mopeds aufheben - Ja oder Nein" statt. Am Podium waren ein Vertreter der Polizei, Franz Gruber, Walter Peer, Patrizia Zoller-Frischauf, Christian Kogler und meine Wenigkeit. Christian Kogler fordert schon seit einiger Zeit das ersatzlose Streichen des Verbots, weswegen das Stadtblatt die Diskussion organisierte. Das Interesse der BürgerInnen und va. der Jugendlichen war mäßig (was höchstwahrscheinlich auch am Veranstaltungsort selbst lag).

Das Nachtfahrverbot existiert seit den 70er Jahren und wurde vorrangig als Lärmschutzmaßnahmen verordnet. Wir Grünen verstehen die Sorgen der BürgerInnen, die sich über die, leider auch hochgetunten Mopeds, ärgern. Der Lärm ist ja wirklich nervtötend. Die Mopeds können recht leicht entdrosselt werden, was dann zu den hohen Lärmfrequenzen führt, weil die Schalldämpfung nicht darauf ausgelegt ist. 

Wir möchten als Alternative die Förderung von Elektro-Scootern, die als Anreiz vom Nachtfahrverbot ausgenommen werden sollen. Das bringt auch untertags weniger Lärmstörungen. Klar, Elektro-Scootern fehlt noch etwas der Coolheitsfaktor, aber der lässt sich mittels entsprechender Kampagnen  verändern. Ziel muss sein, dass es zukünftig attraktiv ist, mit E-Scootern die neue Freiheit zu genießen. Die Wirkung neuer Technologien auf Jugendliche tut ihr übriges. Klar kann man nicht alle überzeugen, einige wenige werden übrigbleiben, die immer noch dem alten Mythos, je lauter desto stärker, anhängen werden.  

Deshalb wurde gestern vereinbart, eine Lärmschutzverordnung auszuarbeiten, in der alle Fahrzeuge mit erhöhten Lärmwerten fallen, also auch aufgetunte Motorräder und Autos. Das ist eine vernünftige Alternative. Ziel muss aber bleiben, den Weg zu den Jugendlichen (und auch Erwachsenen) für die neuen Technologien zu ebnen.

Übrigens. Wer sich am meisten gewunden hat und sich als einziger nicht festlegen wollte, war unser Verkehrsstadtrat. Mein Kollege Martin hat dazu einen köstlichen Kommentar verfasst. Hier zum Nachlesen: http://www.martinhof.net/2009/09/walter-peer-symptom-der-spo.html


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