Vorzüge der Regionalbahn

Das Projekt „Regionalbahn“ ist nicht mehr aufzuhalten, auch wenn Federspiel & Co im Stadtblatt dagegen wettern. Rum und Völs als Nirwana zu bezeichnen, ist eine Beleidigung dieser beiden Gemeinden oder sie wissen nicht, was das bedeutet – selige Ruhe nach dem Tode.

Die Straßeninfrastruktur in und nach Innsbruck ist heute schon, auch ohne vermeintliches Verkehrshindernis Regionalbahn, überlastet. Die täglichen Staus zeigen ja jetzt schon, dass ein „noch mehr“ nicht geht. Abgase, Lärm und sinkende Lebensqualität bringen Innsbruck nicht weiter. Die Nachbargemeinden untersagen quasi der Stadt, eigene Ziele zu definieren und Alternativen zum Autoverkehr zu bieten. Klar wollen sich die Nachbargemeinden aus der finanziellen Mitverantwortung schleichen. Es ist ja unglaublich praktisch, wenn den eigenen BürgerInnen die Last der Mobilität durch ein eigenes Auto aufgebürdet wird und der Gemeindehaushalt entlastet ist. Nur, das ist eine kurzsichtige Denkweise, die sich die Menschen in Innsbruck auf Dauer sicher nicht gefallen lassen. Schließlich ist es ihre Lebensqualität, die darunter leidet.

Offensichtlich wissen sie nicht, welche Vorteile ein leistungsfähiger spurgeführter Nahverkehr bietet:
Bei konsequenter Umsetzung ist einiges drin: Fahrgaststeigerungen, FußgängerInnenanteil steigt, Stadtraum wird neu gestaltet (auch mit viel mehr Grün), die Attraktivität der Stadtteile und deren wirtschaftliche Kraft steigt, der Autoverkehr geht zurück.

Der Autoverkehr kann neu geordnet werden, dh. mehr Raum für FußgängerInnen. Ja, die Regionalbahn hat sehr viel mit zu Fuß gehen zu tun. Die Bahn kann als aktives Element zur Erschließung der Innenstadtviertel eingesetzt werden. Die Regionalbahn ist der Türöffner zur Neugestaltung des öffentlichen Raums. Straßburg ist ein gutes Beispiel für konsequente Umsetzung und Neugestaltung. Und siehe da, in den ersten 3 Jahren konnte ein Fahrgastwachstum von über 40% verzeichnet werden. Der Autoverkehr ging um 17% zurück, gleichzeitig stieg der Anteil der FußgängerInnen auf 20%.



Schienengebundener Nahverkehr ist natürlich auch gemütlicher für die Fahrgäste. Ein Schienenfahrzeug läuft wesentlich ruhiger, Schlaglöcher gibt es keine und den Motorenlärm gibt es auch nicht.

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