Im Bauprojekt kommen RadfahrerInnen am Rande vor. Sie sollen über einen Kreisel von der Olympiabrücke unter dieser dann durchgeführt werden und landen dann im geplanten Gewerbegebiet Karmeliter. Ein sicherer Radweg zum Bahnhof ist nicht vorgesehen. Von dort geht es weiter Richtung Westen bis zur Neuhauserstraße. Dort endet der Radweg im Nichts. In die Neuhauserstraße dürfen sie nicht, weil Einbahn. Diese Verbindung wird nicht geöffnet. Oder sie dürfen sich weiter Richtung Westen am Südring mit den AutofahrerInnen herumschlagen. Keine wahrlich gute Option.
Auf unsere Frage, warum die AutofahrerInnen nicht auf die A12 gebracht werden, wurde uns die Unmöglichkeit dessen mit der großen Umwegsensibilität der AutofahrerInnen erklärt. Und was ist mit RadfahrerInnen? Die verbrauchen schließlich ihre eigene Energie und treten nicht einfach ins Gaspedal. Conclusio aus diesem Denken: die Umwegsensibiltät der AutofahrerInnen ist dermaßen hoh und führt zu großem Leid und Ungemach, dass diese eine direkte, komfortable Anbindung unbedingt brauchen. RadfahrerInnen sind in Innsbruck anscheinend eine Randerscheinung und sollen sich gefälligst mit den Brosamen begnügen.
3. Forderung:
Umwegvermeidende Einbindung für RadfahrerInnen und südringbegleitender Radweg.

Mit der Einführung des Verkehrskonzepts hat der Gemeinderat 1990 den Vorrang der umweltfreundlichen Mobilität hochoffiziell beschlossen. Was aus dem Konzept geworden ist, sehen wir täglich. Gesicherte Radwegquerungen, die damals errichtet wurden, sind längst wieder geschliffen, das Einbahnsystem, dass die Innenstadt für den MIV unattraktiv machen sollte, wurde zum größten Teil gar nicht umgesetzt, und wenn doch, dann auch längst wieder rückgebaut (siehe Boznerplatz und unser täglich Stau in der Museumstraße). Von der Fußgängerzone von der Triumphpforte bis zum Landestheater (die eine Goldgrube für Innenstadtwirtschaft und Tourismus wäre) wurde nach - nur - 20 Jahren immerhin ein Teilstück verwirklicht, und das mit einer bemerkenswert gestalterischen Einfallslosigkeit ("alles mit Steinplatten zuscheißen").
AntwortenLöschenIm Gehgensatz zu Sonja bin ich nicht von vornherein gegen das Projekt Graßmayerkreuzung - wenn die Autos unter die Erde kommen, bleibt oben mehr Platz für Menschen. Doch so, nämlich als reine Beschleunigung des MIV, zeugte es einzig von der provinziellen Dummheit der Innsbrucker Verkehrsplanung.
Das Problem beim Unter-die-Erde-Legen der Autos sind doch die Kosten. Klar ist es nicht schlecht, wenn der Autoverkehr auf diese Weise "unsichtbar" wird und zumindest Lärm und Lebensgefahr wegfallen. Aber 40 Millionen Euro für ein paar hundert Meter Tunnel?
AntwortenLöschenFür ca. 200 Millionen könnte man, rein hypothetisch, zwischen Hauptbahnhof und WIFI einen "Citytunnel" für die S-Bahn bauen (wohlgemerkt unabhängig von und zusätzlich zu Stadtbahn/Regionalbahn/Tram), der die Menschen aus den Vororten unterirdisch direkt an ihre Ziele in der Innenstadt bringt und an der Oberfläche eine Ausdehnung der Fußgängerzonen "ermöglicht". Wenn schon teure Tunnelbauten, dann doch bitte lieber solche als welche für die Autos...