Graßmayrkreuzung – die andere Sicht 9

Der Kreuzungsumbau kostet den SteuerzahlerInnen von Stadt und Land 38 Mio. Euro. Ich hab mal versucht, eine kleine Sammlung zusammenzustellen, was man verkehrspolitisch mit diesem Geld alles machen könnte. Es sind nur einfache Gegenüberstellungen und betrifft FußgängerInnen und RadfahrerInnen.
  • In Linz waren sie so frech und haben einfach Begegnungszonen umgesetzt, sogar mit Bäumen (in Innsbruck beinahe undenkbar – Bäume - kreisch). Kostenpunkt für ca. 400 m – 850.000 Euro, weitere sind in Planung. In Innsbruck bewegt sich diesbezüglich gar nichts. 

    Mit den 38 Mio. könnten in Innsbruck 38 Begegnungszonen umgesetzt werden.
  • In Salzburg gibt es schon lange einen Radverkehrsbeauftragten. Er hat jährlich ein Budget von 1 Mio. Euro zur Verfügung, exkl. Großprojekte wie Brücken.
    
Mit den 38 Mio. könnte in Innsbruck 38 Jahre gearbeitet werden.
  • In Innsbruck gibt es ein sehr ambitioniertes Programm für den Radverkehr (Umsetzungszeitraum: 2008-2012): Kostenpunkt – ca. 6,5 Mio.

    Mit den 38 Mio. könnte in Innsbruck ca. 6x so viel umgesetzt werden.

Innsbruck braucht eine gut durchdachte, komfortable Infrastruktur fürs Gehen und Radfahren.
Vor allem FußgängerInnen bleiben weiterhin ein lästiges Beiwerk der Stadt, die autoverkehrskonforme Umwege in Kauf nehmen müssen.
Viele Plätze in Innsbruck, ob groß oder klein, sind ein Trauerspiel. Nicht mit Bäumen und Parkbänken für Begegnungen gestaltet, sondern als Parkplatz für Autos verschwendet. Allein das Theater um das Wiltener Platzl zeigt die Prioritäten in der Stadt. Da wird um jeden Parkplatz gefeilscht. Immerhin ein Bäumchen wird gepflanzt – uh.

Um den AutofahrerInnen es so bequem wie möglich zu machen, wird viel Gehirnschmalz und Geld bereitgestellt. FußgängerInnen und RadfahrerInnen dürfen sich mit den Krümeln zufrieden geben.


PS: Wenn ich nur ausmale, was wir mit diesem Geld im Sozialbereich alles machen könnten, wird mir ganz schwindlig.

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