Herzlich Willkommen ...

... auf meinem Blog. Hier soll ein Diskussionsforum entstehen und unterschiedliche Ideen, Vorschläge und Gedanken zusammengeführt werden. Ich werde Sie/dich sicherlich nicht mit Geschichten à la „was ich heute tue“ langweilen. In diesem Forum sollen die unterschiedlichsten Kompetenzen sichtbar werden, dh. Sie/du bist aufgefordert, sich einzubringen. Eines ist mir noch wichtig. Ich bitte um respektvollen Umgang miteinander, für Beschimpfungen ist hier kein Platz.

In den Schuhen einer/eines anderen gehen



Zu Fuß gehen tut jedeR. Trotzdem werden den FußgängerInnen nur die Restflächen im gesamten Straßenraum zugestanden. Und diese Restflächen sind noch gespickt mit Hindernissen – Stangen für Straßenschilder, behindernde Müllcontainer, viel zu kurze Ampelphasen, fehlende Querungsmöglichkeiten, geparkte Autos ... Von barrierefrei kann keine Rede sein.

Der grüne Kinderwagen dient als Symbol. Mit Kinderwagen unterwegs sein, heißt, langsam unterwegs sein, anderen FußgängerInnen im Weg zu sein, nicht queren zu können, wo man möchte oder von am Gehsteig parkenden AutofahrerInnen zum Stopp genötigt zu werden.

Mehr Platz ist möglich

Verkehrsplanung wird von Erwerbstätigen für Erwerbstätige gemacht. Im Blickfeld der Planung ist daher hauptsächlich die Sicherheit, Flüssigkeit und Leichtigkeit des Autoverkehrs. Das muss aber nicht so sein. Eigentlich sind FußgängerInnen eine starke Lobby.
Wer geht zu Fuß?
  • Kinder
  • Jugendliche
  • Erwachsene mit Kleinkindern/Kinderwagen
  • Mobilitätseingeschränkte Menschen
  • Alte Menschen
  • All jene, die kein Auto besitzen
Zusammen betrachtet sind diese BenutzerInnengruppen keine Randgruppe. In einer Stadt sind es mehr als 50%. Dazu kommen noch RadfahrerInnen und Öffi-BenutzerInnen, die ebenfalls viele Wege zum Ziel zu Fuß bestreiten. Aber ist die Infrastruktur darauf ausgerichtet? Sind wir als FußgängerInnen willkommen in unserer Stadt? Welches Umfeld brauchen wir, um gehen zu genießen?
Wir brauchen eine hohe Aufenthaltsqualität, dh. Bäume, Sitzmöblierung zum Plauschen und Ausrasten, genügend Platz, um nicht im verkehrsplanerisch gedachten Gänsemarsch hintereinander gehen zu müssen. Eine Stadt lebt von FußgängerInnen.



Ihre/deine Mithilfe ist gefragt

Gehen Sie/geh du bewusst durch Ihren/deinen Stadtteil. Erstelle bitte eine Positiv-/Negativliste der vorhandenen Infrastruktur und veröffentlicht diese auf diesem Blog. Auch Fotos sind super. Einfach an meine email-adresse senden und ich erstelle eine Fotogalerie. Wir kommen auch gerne mit dem grünen Kinderwagen vorbei und drehen gemeinsam einen Film.