Die Eintönigkeit unserer Straßen aufbrechen

Verparkte und verstopfte Straßen, alltäglich in Innsbruck. In der Euphorie der letzten Jahrzehnte, die das Auto gleichgesetzt hat mit ewigem Fortschritt, verwandelten sich die Straßenräume von Begegnung zur Isolation. Ich empfinde das Auto als modernes Schneckenhaus. Leider verdrängt das Schneckenhaus die zu Fuß Gehenden, lässt Bus und Straßenbahn im Stau versauern und ist für RadlfahrerInnen lebensgefährlich. Nicht nur das: die Eintönigkeit verdrängt Handel und Gastronomie. Und je verödeter die direkte Umgebung, desto weiter die Strecken, die wir zurücklegen, um Erleben und Begegnung wiederzufinden.
Das lässt sich ändern. Schließlich ist die Monotonie kein Naturgesetz. Breite Gehsteige fürs Quatschen, Bekannte treffen oder spielende Kinder. Bäume pflanzen. Parkbänke zum Plauschen.

Ich wünsche allen ...

... ein frohes Weihnachtsfest und geruhsame Feiertage.

Weg wieder geöffnet - bei der Abfahrt Mitte

Ein Telefonat mit dem zuständigen Herren (der war nicht einfach zu finden), und ein paar Stunden später, gibt es nun wieder einen Durchgang beim Kreisel Abfahrt Mitte. Der Zaun, der gegen Falschparker errichtet wurde, hat nun ein Loch zum Durchgehen.

Das ist ein kleiner netter Erfolg. Im neuen Jahr werden sich mein Kollege Thomas Carli und ich darum kümmern, wer denn jetzt eigentlich für den schleißigen Gehweg auf der Resselbrücke und die Wartung der FußgängerInnenunterführung zuständig ist. Da herrscht ein ziemlicher Kompetenzenwirrwarr zwischen Stadt und Land. Wir werden das schon herausfinden.

Innenstadtkaufleute finden Radabstellverbot einen Blödsinn

Das gefällt mir natürlich. Die Innenstadtkaufleute haben schon längst verstanden, dass RadfahrerInnen gute und treue KundInnen sind. Die sogenannte Wirtschaftspartei = ÖVP hat es offensichtlich noch nicht kapiert. ÖVP-Vizebürgermeisters Gruber, der immer seine Wirtschaftskompetenz betont, betonte in der Debatte im Gemeinderat, wie geschäftsschädigend die RadfahrerInnen seien. Hat wohl nicht mit den Innenstadtkaufleuten gesprochen.

Hier der Artikel der Innenstadtkaufleute

Verlängerung der Straßenbahnlinie 3



Ganz still und heimlich wurde es im Stadtsenat beschlossen - die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 in die Philippine-Welser-Straße. Durch die Autobahneinhausung bei Amras können die Leute endlich wieder aufatmen. Und natürlich wird neu gebaut. Es entstehen nicht wenige Wohnungen in dieser Straße. Damit die Menschen den Öffentlichen Verkehr direkt vor der Haustür haben, verlangten wir Innsbrucker Grünen, dass die 3er-Linie bis Amras Dorf verlängert wird. Anfänglich noch belächelt, konnten wir durch stetiges Bretterbohren ein Umdenken erreichen. Jubel.

Schilda lässt grüßen - Weg in den Wald endgültig versperrt



Vor Jahren wurde die neue Autobahnabfahrt Innsbruck-Mitte gebaut. Ein beliebter Spazierweg in den angrenzenden Wald war dadurch betroffen. Die UVP schrieb daher vor, eine Unterführung für FußgängerInnen zu bauen, damit die Menschen die neu entstehende Fahrbahn weiterhin queren können. So weit, so gut.
Die Unterführung wurde gebaut. Behinderungen der zu Fuß gehenden bestanden von Anfang an. Der Gehsteig zur Unterführung ist zu schmal und gar nicht als Gehsteig gedacht. Trotz mehrfacher Urgenz meines Kollegen Thomas Carli und mir wurde nichts am Zuweg geändert. FußgängerInnen sollen also zur Unterführung fliegen. Dann kam der nächste Streich. Der Bau wurde nicht gewartet und wucherte zu. Damals machten wir wieder darauf aufmerksam, dass diese Unterführung gefälligst gepflegt werden müsse. Das geschah dann auch. Das mir bis zu den Hüften reichende Gras wurde gemäht.
Damit diese zu Fuß gehenden Gfraster aber nun endgültig ausgeschlossen werden, wurde ein Zaun errichtet. Jetzt heißt es drübersteigen.
Das ganze ist ein einziger Witz. Dieser Weg ist DIE Verbindung zum Wald. Ja natürlich. Man kann einen großen Umweg gehen und zur nächsten Brücke, die über die Autobahn geht, spazieren. Aber hallo. Geht es noch?
Die Leute der UVP gaben die Vorschreibung, diese Verbindung zu erhalten. Die Stadt Innsbruck tut alles, um ein gefahrloses Erreichen des Waldes zu verhindern.

Salz, Salz und nochmal Salz



Kaum fallen die ersten Schneeflocken, rückt der Räumdienst aus und wirft nebstbei viel Salz auf die Fahrbahnen. Das schädigt natürlich die Bäume am Straßenrand. Die Bäume an der Kranebitter Allee bekommen das besonders zu spüren. Es ist eine Bundesstraße und da muss 50 km/h und mehr gefahren werden, gleich wie die Wetterverhältnisse sind.
Die Bäume müssen einer nach dem anderen ersetzt werden. Sie schaffen diese Vergiftung nicht mehr. Es gäbe mehrere Möglichkeiten, diese permanente Belastung herunterzufahren.

Eine gute Idee hatten unsere Berater zur Straßenbahn. Warum nicht die Straßenbahn auf der Allee fahren lassen und die Autos südlich davon. Laut Planung soll derzeit alles beim Alten bleiben, und die Straßenbahn auf eigenen Gleisen (die auch von Regiobussen benützt werden können) südlich davon. Mit diesem Vorschlag, der übrigens mehrheitlich im Gemeinderat zur Prüfung angenommen wurde, könnten mehrere Vorteile lukriert werden:
a) die Salzbelastung bei der Allee würde stark sinken - das täte den Bäumen gut
b) die Straßenbahn wäre bei den Häusern - die BenützerInnen ersparen sich mühsame Querungen
c) da die südliche Fahrbahn herabgesetzt wäre, ergäbe sich ein natürlicher Lärmschutz

Anstatt immer nur hinten nach zu richten, Bäume zu ersetzen und alles beim Alten zu lassen, sollte diese Überlegung ernsthaft in Erwägung gezogen werden.

Skatingpool in Abgaswolke

Die Idee eines Skatingpools ist super. Profis können sich dort austoben. Nur, der Standort ist ein Schnappsidee. Der Skatingpool soll im geplanten Kreisel der Graßmayrkreuzung errichtet werden. Oben auf der Brücke 46.000 Autos, im Kreisel selbst 12.000 Autos - und mitten drinn Jugendliche, die Leistungssport betreiben.

Das ist wieder einmal ein undurchdachter Schnellschuss der SPÖ. Warum kommt sie auf die Idee? Der innere Platz des Kreisel drohe zu veröden. Ja, liebe SPÖ, das passiert bei Bauten und Straßen für den Durchzugsverkehr. Anstatt aber Jugendliche in eine Abgaswolke zu schicken, sollte das gesamte Projekt Graßmayrkreuzung in Frage gestellt werden. Der Südring ist bereits verödet. Durchzugsverkehr hemmt jegliche Entwicklung für Mensch und Wirtschaft.

Politik für Jugendliche verstehe ich etwas anders. Nicht als Behübschung und Antiverödungsplatzhalter, sondern als ernstzunehmende junge Menschen, die mehr verdient haben. Das Projekt Skatingpool find ich cool. Suchen wir doch bitte einen Standort, wo Jugendliche nicht von Abgasen der Erwachsenen vergiftet werden.

Kurze Grünphasen für FußgängerInnen ...

... und eine lustige Geschichte aus dem Gemeinderat dazu.

Die viel zu kurzen Grünphasen für FußgängerInnen sind mir, aber nicht nur mir, schon lange ein Dorn im Auge. Dementsprechend versuche ich auch, öffentlich Wirbel zu machen. Das goutieren manche im Gemeinderat nicht. So geschah es bei der Budgetdebatte, Bereich Verkehr.

Langatmig und untergriffig wurde ich dafür gescholten, dass ich mich über die kurzen Phasen so aufrege. Ich informiere falsch, es sei doch alles beim Besten und überhaupt stimme es nicht, dass FußgängerInnen über die Zebrastreifen gehetzt werden. Und das alles von einem, der sich, in einem anderen Zusammenhang, darüber aufgeregt hatte, dass er mit dem Auto hinter einem IVB-Bus sage und schreibe 17 sec. warten musste und er eine Busbucht verlange, damit er nicht mehr warten muss.

Daher, lachen meinerseits ob der Schelte.

Wir können auch woanders einkaufen



So nicht. Im Gemeinderat wurde wieder einmal lautstark über die RadfahrerInnen hergezogen und mehrheitlich ein Radabstellverbot in der Maria-Theresien-Straße beschlossen. Eingebracht wurde der Antrag von Vizebürgermeister Gruber und Verkehrsstadtrat Pechlaner erklärte, mit 1. April das Abstellen von Fahrrädern in der Maria-Theresien-Straße zu verbieten.

Radfahren ist unerwünscht in Innsbruck. Gerade musste der Fehler beim Viadukt/Bruneckerkreuzung korrigiert werden. Aber die Autoparteien geben nicht auf. Einheitlich spielten sich FI, ÖVP und SPÖ als große Beschützer der FußgängerInnen auf. Jaja, sobald es gegen RadfahrerInnen geht, wird alles aus dem Hut gezaubert.

Das Spiel ist aber leicht zu durchschauen. RadfahrerInnen sollen verschwinden, damit AutofahrerInnen endlich wieder freie Fahrt haben. An den Drüberhetzampeln wird nämlich nichts geändert.

Warten, warten ... zu Fuß gehen ist echt mühsam

TAZ, 30.11.2010 - Berlin:
"Während einer mehrstündigen Beobachtung tagsüber an einem Wochentag gelang es einzig einem Jogger, der sich während der Rotphase in Position brachte und beim Umspringen auf Grün lossprintete, in einem Rutsch und elf Sekunden zum Bahnhofsvorplatz zu gelangen. Die anderen, von Norden kommenden Passanten warteten allesamt auf der Mittelinsel etwa eine Minute und 20 Sekunden. In dieser Zeit schoben sich die Autos dicht an dicht vorbei. Die FußgängerInnen warten in einer Wolke aus Autoabgasen."

Wieso kommt mir das so bekannt vor? Wobei sie in Berlin noch großzügig sind. FußgängerInnen müssen sich mit 1,2 Meter pro Sekunde fortbewegen, um nur annähernd die andere Straßenseite zu erreichen. Bei uns in Innsbruck heißt es schneller sein: 1,5 Meter pro Sekunde.

Radverkehrsförderung verschwunden



Eigentlich war es ein ambitioniertes Programm. 5 Millionen Euro sollten für Infrastrukturprojekte in Innsbruck auf mehrere Jahre investiert werden. Damit nicht die Stadt alles zahlen muss, wurde auch der KlimaAktiv-Fonds ins Boot geholt und hätte mit 1,5 Millionen gefördert. Es hatte nur von Anfang an einen Haken. Im Beschluss war zu lesen „nach Maßgabe der budgetären Mittel“.
Nun, ich ging nicht davon aus, dass man so blöd ist, Geld liegen zu lassen. Mit den Infrastrukturprojekten wären einige Lückenschlüsse behoben worden, die den Komfort für Radfahren gehoben hätten.
Nichts, aber schon gar nichts, findet sich im Doppelbudget 2011/2012. Das Programm ist gestorben. Die Projekte, die Innsbruck bereits baut, zB. Sillbrücke beim Lodenareal, können wir zu gänze selber bezahlen.

Das liebe Fahrrad und was dazu in der STVO steht

Zuerst einmal möchte ich mich herzlich bedanken für die vielen Gratulationen zu meiner Wahl. Da jedoch das Leben weitergeht, wühl ich gerade in der STVO herum und stolperte über einen lustigen Absatz:

§ 68. Verhalten der Radfahrer
Gegenstände die am Anzeigen der Fahrtrichungsänderung hindern oder die freie Sicht oder die Bewegungsfreiheit des Radfahrers beeinträchtigen oder Personen gefährden oder Sachen beschädigen können, wie zum Beispiel ungeschützte Sägen oder Sensen, geöffnete Schirme und dgl., dürfen am Fahrrad nicht mitgeführt werden.

Die Sägen und Sensen find ich lustig. Hat schon jemals jemanden damit herumradln sehen?

Ich kandidiere

2006 kandidierte ich das erste Mal für die Innsbrucker Grünen. Nun bewerbe ich mich als Spitzenkandidatin für die Wahl 2012. Mein ureigenster Grund, warum ich antrete, ist mein Sohn Matthias. Ich habe den Auftrag bekommen, die „Drüberhetzampeln“ (© Matthias) so zu ändern, dass auch Kinder gemütlich die Straße queren können.

Mein Matthias ist sowieso meine innere Antriebsfeder und einer meiner besten Berater. Achtsam sein, Verantwortung übernehmen und miteinander Lösungen finden ebnet der nächsten Generation den Weg für eine gesunde Umwelt, für soziale Sicherheit und für Gerechtigkeit.

Bekannt bin ich im unermüdlichen Einsatz für Alle, die zu Fuß gehen, Rad fahren oder mit Bus und Straßenbahn unterwegs sind. Ich möchte den Platz wieder für Menschen zurückgewinnen, für ein gemeinsames Miteinander. Das hat seinen Grund. Ich bin davon überzeugt, dass Mobilität eine zutiefst soziale Frage ist. Jede und Jeder von uns, ob jung, ob alt, ob groß oder klein, soll die Möglichkeit haben, von A nach B zu kommen, unabhängig von der Geldtasche und frei von Barrieren. Wir brauchen schlicht und einfach mehr Platz - Platz fürs Quatschen und Tratschen, für Parkbänke zum Ausruhen, für Bäume.

Miteinander fair sein und respektvoll miteinander umgehen, ist für mich das Um und Auf, Integration der verschiedensten Menschen mit ihren unterschiedlichsten Bedürfnissen zu erreichen. Auf der Straße, in unseren Schulen, beim Wohnen. Ich will kein „Nach-unten-Treten“ und „drüberfahren“, das macht uns nur alle ärmer. Daher gilt mein Einsatz den Menschen, die wenig Möglichkeit haben, ihre Stimme lautstark zu erheben.

Wir benötigen neue Bilder in unseren Köpfen. Und wir müssen uns stetig die Frage stellen: Was brauchen wir jetzt und was braucht die nächste Generation? Wir müssen verantwortungsvoll mit den Ressourcen umgehen, wir brauchen faire Teilhabe und gerechte Verteilung.

Machen wir Innsbruck ein Stück grüner.

SPÖ will Straßenbahnbau stoppen

Im gestrigen Gemeinderat ging es heiß her. Die SPÖ will unbedingt den Straßenbahnbau stoppen und die letzten 6 Monate vor der Wahl keinen Meter Gleis mehr verlegen. Um den Kanalbau kommen sie nicht rum. Das muss die IKB machen, weil a) Wasserrahmenrichtlinie einzuhalten ist und b) Starkregenereignisse zunehmen. Die Innenstadtkanäle sind aber aufgrund ihres Alters (bereits 100 Jahre) nicht auf starke Regengüsse ausgelegt.

An der Gleisverlegung sägt die SPÖ. Ich habe ja schwer im Verdacht, dass die SPÖ die Gleisverlegungen deswegen stoppen will, weil bereits im Budget 2012 zwei Millionen Euro für die Graßmayrkreuzung vorgesehen sind. Und sie erdreistet sich nicht, auch noch öffentlich einen Antrag im gestrigen Gemeinderat zu stellen. Die SPÖ hat sich somit klar ins Eck der Autolobby gestellt. Sie steht für Stau, Abgase und Lärm.



Doppelklick auf das Bild, dann wird es größer.

Baustellen sind nicht angenehm. Daher müssen sie so schnell und effizient als möglich durchgezogen werden, um den InnsbruckerInnen nicht ewig auf den Nerv zu gehen. Die SPÖ will verzögern und verzögern. Mehr denn je braucht es die Grünen, um die Straßenbahn auf Schiene zu bringen.

Viaduktradweg: Es ist vollbracht



Endlich. Ich danke allen, die mitgeholfen haben.

Die Kleingeistigkeit der SPÖ kostet Millionen

Schon wieder will die SPÖ den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs verzögern. Da sie es nicht so laut sagen darf, verwendet sie als neue Strategie den Kanalausbau in unserer Stadt. Die Baustellen, ojemine, sind so furchtbar. Die armen AutofahrerInnen stehen im Stau. Das kostet WählerInnenstimmen. Daher dürfe während der 6 Monate vor der Wahl keine Kanalbauten mehr geben. Dass das im Umkehrschluss heißt, dass auch die neue Straßenbahn gestoppt wird, wird nicht dazugesagt.

Bereits Ex-Stadtrat Peer verzögerte den Bau um ein ganzes Jahr durch Aufpauschen von Nebensächlichkeiten. Nun macht sich Stadträtin Pokorny daran, weiter an der Straßenbahn zu sägen. Das kostet Millionen an Steuergeldern.

Aber ist ja wurscht. Die erste Tranche für den Ausbau der Graßmayrkreuzung ist im Budget gesichert. Dafür hat sich Stadträtin Pokorny für ihr Ressort Tiefbau stark gemacht. Ein Hurra auf den Ausbau der Straßen zur Beschleunigung des Autoverkehrs. Damit kann die SPÖ während des Wahlkampfs die AutofahrerInnen locken à la: Schaut's, was wir alles für euch tun. Dass die Leute im Öffentlichen Verkehr versauern, ist der SPÖ egal.

Mindestsicherung: Innsbruck zückt die Vetokarte

Die Bürgermeisterin hat den Konsultationsmechanismus ausgelöst. Das ist eine Art Vetokarte gegenüber dem Land Tirol, mit dem der Beschluss zur Mindestsicherung aufgeschoben wird. Es geht um's liebe Geld. Alle anderen Gründe sind für mich nur Scheingefechte. ZB. empört sich die Bürgermeisterin über Jugendliche. Wenn Kids vor dem 18 Lebensjahr eine Ausbildung begonnen haben, dürften sie, nach der neuen Regelung, diese auch in Ruhe beenden und hätten Anspruch auf Mindestsicherung, da ja noch kein eigenes Einkommen da ist. Das ist gut so. Schließlich haben sie schon genug Stress, wenn sie ein desolates Elternhaus verlassen und eine abgeschlossene Ausbildung schützt wenigstens ein bisschen vor dem Absturz. Sie nehmen ihr Leben in die Hand und bauen sich ein neues auf. Hut ab und das gehört unterstützt. Wenn ich nun der Logik der Wirtschaftsbundpartei "Für Innsbruck" folge, dann gehören Kids, die es wagen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, bestraft. So bösartig kann ja selbst die Bürgermeisterin nicht sein.
Das liebe Geld ist schon ein anderer Faktor. Innsbruck trägt die Hauptverantwortung für in Not geratene Menschen. In der Anonymität einer größeren Stadt fällt es etwas leichter, den beschämenden Blicken, wie es sie in Dorf und Kleinstädten gibt, auszuweichen. Die Scheinidylle des ländlichen Lebens bedingt Abwanderung bei Armut. Auch wir Grünen wollen mehr finanzielle Beteiligung des Landes Tirol. Dem "grauen" Finanzausgleich (versteckte Entlastungen der Gemeinden und Kleinstädte auf Kosten der Landeshauptstadt) muss ein Riegel vorgeschoben werden. Allerdings darf der Streit um mehr Geld nicht auf dem Rücken der in Not geratenen Menschen ausgetragen werden. Da braucht es einen anderen Mechanismus. Das heißt, sofortige Einführung der Mindestsicherung und Mandat für Nachverhandlungen sichern.

Finanzierung Öffentlicher Verkehr - Geht's no komplizierter?

Ich wünsche mir schon lange einen günstigeren Tarif beim Öffentlichen Verkehr. Und da hab ich mich auf die Socken gemacht, mal zu schauen, wie der überhaupt finanziert wird. Die vielen Geldgeber in diesem System sind ja sagenhaft. Und genau das verhindert einen günstigeren Tarif, von gratis red ich noch gar nicht. Weil, wenn ein Verkehrsunternehmen wie zB. die IVB auf politischen Wunsch hin hergehen und das Einzelticket um 1 Euro anbieten würde, schreien die Ministerien sofort: Ja, wenn ihr euch das leisten könnt, dann gibt's von uns kein Geld mehr. Ich seh das etwas anders. Wenn der liebe Staat es sich leisten kann, Geldströme so kompliziert zu verschachteln und den Verwaltungsapparat aufzublasen, muss genug Geld da sein.



Vizebürgermeister Grubers soziale Einstellung

Vizebürgermeister Gruber, Ressortverantwortlich für Soziales, rühmt sich, die Kürzungen bei der Mindestsicherung bei "Arbeitsunwilligkeit" von 30 auf 50 % durchgesetzt zu haben. Große Leistung, wahrlich.
Aber was soll man sich von einem Tiwag-Lobbyisten (ehemaliger Arbeitgeber hofherr communication) schon erwarten. Es gäbe genug Baustellen beim Mindestsicherungsgesetz, um die er sich kümmern sollte.
Zum Beispiel die schwachsinnige Sanktion beim Wohnraum. Wohnen ist eine Grundvoraussetzung, dass man sich überhaupt wieder herausrappeln kann. Nun stehen MindestsicherungsbezieherInnen sage und schreibe 40 m2 zur Verfügung. Die Wohnbauförderungsrichtlinien sehen pro Nase 50 m2 vor. Stadt und Land schießen sich mit dieser Sanktion selbst ins Knie, weil im geförderten Wohnbau (wo zB. die Stadt Innsbruck im sozialen Wohnbau das Vergaberecht hat) keine kleineren Wohnungen zur Verfügung stehen. MindestsicherungsbezieherInnen werden auf den freien Wohnungsmarkt gedrängt. Dadurch entstehen höhere Kosten, die wiederum den MindestsicherungsbezieherInnen um die Ohren fliegen, weil sie ja ach so unverschämt sind.
Auch das Rehabilitationsgesetz ist nun Teil des Mindestsicherungsgesetzes und somit trifft die Wohnungssanktion Menschen mit Behinderung. Nun sagt einem der Hausverstand, dass zB. Mensch mit Rollstuhl einen größeren Bewegungsradius in der Wohnung hat, als Mensch auf 2 Beinen. Aber das ist alles wurscht. Sanktion muss her, weil sonst kämen ja jedeR daher.

Barrieren in Alltag - Unterführung Mentlberg/Sieglanger


Zu Fuß, mit Kinderwagen oder mit einer Gehbehinderung von Mentlberg in die Stadt zu kommen, ist eine Herausforderung. Die bestehende Unterführung, mit der einerseits Sieglanger, andererseits Mentlberg erschlossen ist, ist jenseitig. Steile Stufen, eng, abweisend und in keinster Weise barrierefrei. Für Menschen mit Rollstuhl ist's ein unüberwindbares Hindernis.
Nun hab ich vor mehr als einem Jahr einen Prüfantrag gestellt, wie denn diese Unterführung barrierefrei umgebaut werden könnte. Die Stellungnahme ist haarsträubend: Es wäre ein Neubau und dafür hat die Stadt kein Geld.
Nonanet ist's ein Neubau und klar kostet das. Aber wieviel Geld gibt die Stadt gemeinsam mit Land Tirol in den nächsten Jahren für den barrierefreien Anschluss Zentrum bzw. der Untertunnelung der Graßmayrkreuzung für den Autoverkehr aus? 40 Millionen.Tja, AutofahrerIn muss man sein, dann braucht man nicht über Stiegen zu rumpeln.
Bei den Budgetvorverhandlungen, bei denen wir Grünen unsere Wünsche anbringen dürfen, bekam ich von Bürgermeisterin Christine Oppitz die lapidare Antwort, RollstuhlfahrerInnen können ja mit dem Auto oder dem Bus in die Stadt fahren. Äh, hat die Bürgermeisterin schon einmal jemanden geholfen, den Rollstuhl aus dem Auto rein- und rauszubringen? Ich glaube nein. Und hat die Bürgermeisterin schon einmal die entnervten BusfahrerInnen (weil eh schon viel zu spät, weil Autostau) gesehen, die die Rampe ausfahren müssen? Ich glaube nein.
Um wie viel selbstbestimmter könnten Menschen von A nach B gelangen, wenn Barrierefreiheit nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch konsequent umgesetzt würde.
Nebstbei nützt eine barrierefreie Unterführung Mentlberg/Sieglanger allen BewohnerInnen und BesucherInnen dieser 2 Stadtteile. Ein zeitgemäßer Umbau der Unterführung ist dringend notwendig.

So schnell kann's gehen - SPÖ-Chef Gschwentner und der Piz Val Gronda

Interessant, wie SPÖ-Chef Gschwentner sich dreht und wendet. Noch am 14.10. ließ er über die Tiroler Tageszeitung dem Landesumweltanwalt zwischen den Zeilen ausrichten, sein Engagement zurückzufahren:

"Ungewöhnlich heftige Kritik an Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer teilt in diesem Zusammenhang das für Naturschutz zuständige Regierungsmitglied LHStv. Hannes Gschwentner aus: „Es hat den Anschein, dass er seine Energie ausschließlich in dieses Projekt steckt. Der Verdacht liegt nahe, dass er den Weg der Sachlichkeit verlassen hat.“

Und was liest man heute, 8.11., in der TT:

"Kein Verständnis hat Naturschutz- und Umweltreferent Hannes Gschwentner für die heftige Kritik aus Ischgl nach der neuerlichen Ablehnung der Erschließung des Piz Val Gronda. „Auch wenn es ihnen nicht passt: Über den Naturschutz kann man nicht einfach drüberfahren, er zählt schon noch etwas im Land", betont Gschwentner."

Aha. Jetzt doch wieder. Es scheint, dass die Landes-SPÖ gleich tickt wie die Stadt-SPÖ. Auch hier heißts einmal hü und einmal hott, sogar in der gleichen Debatte. Mich freuts natürlich, dass die Berglandschaft geschützt wird. Ischgl wird nicht sterben, nur weil sie die 2 Kilometer neuen Lift nicht bekommen. Die bereits bestehenden 235 Kilometer sind wohl ausreichend.

Wie sich die SPÖ allerdings dreht und wendet, ist schon erstaunlich.

Grüne Vernetzung wichtig



Bei Johann Padutsch in Salzburg

2x im Jahr treffen sich Stadtgrüne mit Schwerpunkt Mobilität in Salzburg. Mit dabei sind immer Bregenz, Innsbruck, Salzburg, Graz und Wien (Linz ist leider seit der letzten Wahl nicht mehr dabei. Mit Jürgen Himmelbauer verlor unser Vernetzungstreffen einen kompetenten Mobilitätsexperten).
Vor allem in Salzburg und Graz sieht man, was grüne Regierungsbeteiligung im Bereich der Mobilität für Verbesserungen bringt. In Graz entsteht Shared Space (auch Begegnungszone) genannt. Der Experte, der auch Gleinstetten (vielleicht bekannt aus den Medien) begleitet und umgesetzt hat, war bei unserem letzten Treffen dabei und plauderte aus dem Nähkästchen. Was ist gut gelaufen, was war schwierig, wie wird die neue Straße in Gleinstetten von den Menschen angenommen. Im Mittelpunkt von Shared Space steht immer der Mensch und daran wird die Planung ausgerichtet. Nebstbei wird an einem Wohnprojekt gebastelt, das die leidige Stellplatzverordnung außer Kraft setzen will.
In Salzburg selbst gab es helle Aufregung ob der Wünsche der Stadtbus AG, die der grüne Planungsstadtrat Johann Padutsch aufgemuntert hat, zusammenzuschreiben, wie der Öffentliche Verkehr effizient, pünktlich und zuverlässig durch Salzburg Stadt zu bringen ist. Die Busse stehen im Autostau (so wie in Innsbruck) und kommen nicht vom Fleck. Als erste Maßnahme werden 8 neue Busspuren eingerichtet und die Ampeln auf die Bedürfnisse der Fahrgäste umgestellt, damit keine Verspätungen mehr bei Ampeln angehäuft werden.
In Salzburg gibt es, nebst einen Radverkehrsbeauftragten, der über ein eigenes Budget verfügt und nicht so wie bei uns, eine Bittstellerrolle hat, auch einen Fußverkehrsbeauftragten. Sein erstes Projekt ist das Andräviertel, wo mit BürgerInnen vor Ort abgecheckt wird, was FußgängerInnen brauchen. Ziel ist, die Fußverkehrsstruktur zu verbessern.

Grüne Regierungsbeteiligung bringt's. Und Mobilität ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was Grüne für die Menschen umsetzen.

Am Montag wird gepinselt - Viaduktradweg



Nun ist mein Antrag auf Errichtung des Radwegs bereits in der Abteilung "Aufpinseln". So das Wetter mitspielt, wird am Montag der Radweg mit Radübergang von der Museumstraße zum Viadukt Realität.
Heute bekam ich auch die Strafverfügung für unsre erste, nicht angemeldete, Sperraktion für RadfahrerInnen. Ich find, es hat sich gelohnt.

Landhausplatz II

Ich hab ordentlich Schelte bekommen, dass ich nicht die bösen ArchitektInnen im Visier habe, sondern das unausgesprochene Diktat, das PolitikerInnen bei der Gestaltung von öffentlichen Plätzen mittransportieren. Nicola Weber trifft es punktgenau (Mole03, S.13):

"Wenn PolitikerInnen und InverstorInnen von Urbanität sprechen, meinen sie meist einen geplanten und kalkulierten Stadtraum, durch den sich BewohnerInnen und BesucherInnen auf vorgegebenen Pfaden bewegen und organisierte Erlebnisse verabreicht bekommen. Abweichungen sollen möglichst ausgeschlossen werden. In erster Linie wird der/die StadtbenutzerIn als KonsumentIn eingeplant, der Stadtraum wird damit zum kontrollierten Konsumraum und Urbanistät zum Marketinginstrument."

Dazu passt auch der Wunsch von Bürgermeisterin Christine Oppitz, alle unliebsamen Veranstaltungen aus der Maria-Theresien-Straße (= Prachtstraße) zu verbannen. Was "unliebsam" ist, will sie definieren und was in die Prachtstraße passt, bestimmt der Law-and-Order-Wahn der schönen neuen Welt, dem auch die Bürgermeisterin nachläuft. Das gleiche wird am Landhausplatz passieren - schön brav sein, konsumieren, vorgesetzte Events genießen und dann, bitte schön, wieder geordnet verschwinden.

Und um genau das geht es mir. WAS wird produziert, das WIE ist nur die Folge von was.


Übrigens, die neue Mole03 ist wie immer lesenswert.

Bus und Tram versauern im Stau


Die Autobusse der IVB und VVT quälen sich Meter für Meter mühsam durch den Autostau am Innrain. Die PKWs blockieren die Kreuzung Innrain/Bürgerstraße und stoppen so auch den Öffentlichen Verkehr.
Nachdem beim Umbau der Bruneckerkreuzung der Öffentliche Verkehr zum Stillstand gebracht wurde, gab es doch auf Grüne Initiative hin einen Beschluss des Stadtsenats: Nämlich, zukünftig großräumige Umleitungen für den Autoverkehr durchzuführen, um den öffentlichen Verkehr konsequent zu bevorzugen. Das war im August 2010. Die SPÖ–Verkehrspolitik erhielt damals die rote Karte und der Verkehrsstadtrat den Auftrag, bei den nächsten Umbauarbeiten für die Regionalbahn gefälligst den Autoverkehr so zu leiten, dass die Busse und Straßenbahnen freie Fahrt haben.
Weit und breit ist bei den jetzigen Bauarbeiten von einem Freihalten für Busse und Straßenbahnen nichts zu sehen. Der Stadtsenatsbeschluss ist sofort umzusetzen. Denn IVB und VVT pfeifen aus dem letzten Loch, um mit zusätzlichen Personal und Bussen die Verspätungen aufzufangen - Kosten, die wir alle zu tragen haben. Der Ärger der Fahrgäste ist verständlich. Denn ein effizienter Einsatz der Steuergelder und der Fahrkartengelder muss Vorrang vor kleinkarierter Verkehrspolitik haben.


Städtische Mühlen mahlen langsam - Radweg Viadukt

Ich bitte um etwas Geduld bei der tatsächlichen Umsetzung des Radwegs beim Viaduktbogen / Bruneckerkreuzung. Denn, der Weg eines angenommenen Antrags im Gemeinderat ist verschlungen. Zuerst bekommt man die Bestätigung der Annahme im Gemeinderat. Dann bekommt diese Bestätigung der Chef des zuständigen Amtes, in dem Fall die Verkehrsplanung. Ein weiteres dann leitet der Chef den Antrag an den Zuständigen, sodass sich dieser den Kopf zerbreche, wie denn der Antrag umgesetzt werden könne. Ist eine Lösung gefunden, folgt das nächste dann. Es braucht eine Bestätigung der Verkehrsbehörde, ob die Lösung auch juristisch korrekt sei. Und erst ganz ganz zum Schluss, wenn alles seine Richtigkeit hat, darf ein Bediensteter des Bauhofs mit dem Pinsel ausrücken, um den Inhalt des angenommenen Antrags sichtbar werden zu lassen.

Und da ich ob der vielen danns Bescheid weiß, bin ich unglaublich lästig, damit ja kein dann eine längere Verzögerung mit sich bringe.

Was für eigenartige Bilder haben wir in unseren Köpfen

In der heutigen TT steht auf Seite 1 zum Tiroler Mindestsicherungsgesetz: "Arbeitswille muss da sein", ansonsten drohen Kürzungen des Bezugs. Soziallandesrat Reheis wollte nur 30%, Gemeindeverband und Stadt Innsbruck forderten 50% und setzten sich durch.
Als ehemalige Kammerrätin kenne ich die Ansuchen beim AK-Sozialfonds. Die Menschen, die um Unterstützung ansuchen, sind am Ende. Da spielt sich nicht mehr viel mit Arbeiten. Sie sind krank. Wer den Leuten die paar Euros neidig ist, soll auch ihre Krankheit nehmen.
Wenn es nämlich so lustig wäre, um Mindestsicherung anzusuchen und sich beschämen zu lassen, dann müssten doch Schlangen vor den Sozialämtern stehen. Es gibt aber keine Schlangen vor den Ämtern.

Im Jahr 2009 bezogen 11.300 Menschen (= 1,6% der Tiroler Bevölkerung) Grundsicherung. Anspruch hätten mehr, z.B. MindestpensionistInnen. Sie schämen sich, nicht aus eigener Kraft den Lebensunterhalt bestreiten zu können und gfretten sich lieber Monat für Monat durch, anstatt "der Gesellschaft zur Last zu fallen".

Und, Arbeitswille ist ja gut und recht. Aber schauen wir uns mal die Arbeitslosenzahlen an und die offenen Stellen (Österreich Juni 2010: 212.000 Gemeldete zu 34.000 offenen Stellen). Da wünsche ich dem Sozialamt viel Erfolg bei der Vermittlung von Arbeitsstellen.

Und wer eine sicheren Arbeitsplatz (Verwaltungsbeamter) im Sozialamt hat, soll nicht auf andere herunterschauen und Unwilligkeit unterstellen. Und selbst wenn 1 Promille der Unterstützten "unwillig" sein sollte, können wir uns das wirklich nicht leisten? Für welchen Blödsinn gibt denn zb. die Landesregierung Geld aus: 1,5 Millionen Euro für neue Büros des Herrn Platter und des Herrn Switak - für 2 Leute!

Die Bilder in unseren Köpfen sind konstruiert, genial konstruiert von den Rechten unter Zuhilfenahme von ÖVP und SPÖ. Schmeißen wir diese Bilder raus.

Landhausplatz und was die Grünen damit zu tun haben

Viel und wenig zugleich. 2 der 4 Landtagsabgeordneten stimmten dafür, die Innsbrucker Grünen hatten gar nix zu melden. Der Landhausplatz gehört dem Land Tirol, weswegen die Stadt in die Neugestaltung gar nicht eingebunden wurde.
Es wäre nun ein Leichtes, den Neubau in Grund und Boden zu stampfen und über die bösen ArchitektInnen zu schimpfen. Das ist mir zu einfach. Der eigentliche Grund, warum unsere Plätze so aussehen wie sie sind, hat mit der Ausschreibung zu tun. In der Ausschreibung stehen alle Kriterien, die unterzubringen sind. Aufmarschplatz, kein Rühren an der Tiefgarageneinfahrt, sämtlich verstreuten Denkmäler unterbringen, ja keine Büsche zwecks Versteckmöglichkeiten für unliebsame Menschen und Kontrollierbarkeit bis ins letzte Eck. Da steckt ein Kontrollwahn drinnen, den niemand beachtet.
Wenn sich nun ein Architektenteam nicht an die Ausschreibungskriterien hält, kommt die Idee nicht einmal bis zur Jury. Ja, so ist das. Die Idee kann noch so gut sein, wenn die Kriterien nicht erfüllt sind, dann scheidet das Team automatisch aus. Es wird nicht einmal darüber diskutiert.
Ich durfte bei der Jurysitzung zur Maria-Theresien-Straße als nicht stimmberechtigtes Mitglied dabei sein. Meine Kritik, dass bei den Ausschreibungskriterien nur Mittelmäßigkeit herauskommen kann, wurde sofort vom Tisch gewischt. Wir sehen ja, was rausgekommen ist. Dabei war der Gestaltungsvorschlag, der nun in der Resi umgesetzt wurde, noch der beste von allen, die es bis zur Jury überhaupt geschafft haben. Alle anderen Entwürfe, die den Kriterien nicht entsprochen haben, bekam ich nie zu sehen.

Bei der Ausschreibung müssen wir ansetzen. Da liegt der Hebel drinn, der gute Ideen nicht aufkommen lässt und jegliche Kreativität, die den Verantwortlichen nicht passt, von vornherein ausschließt. ArchitektInnen schimpfen, nein, den Verantwortlichen auf die Finger schauen, ja. Und da müssen wir Grünen uns selbst bei der Nase nehmen. Auch wir haben nicht darauf geschaut und lieber den einfachen Weg gewählt und im Nachhinein über mangelndes Grün und Beton gemotschgert. Wo aber die Machtdemonstration definiert wird, ignorierten wir geflissentlich.

Stellungnahme der Stadt Innsbruck zur Mindestsicherung ist empörend

Dieser Akt hat mich zur Weißglut getrieben. Offen und zwischen den Zeilen unterstellt man den Anspruchsberechtigten Faulheit, Mißbrauch und überhaupt. Wenn es denn ach so lustig ist, den Rettungsring bei drohender Armut in Anspruch zu nehmen, dann müssten ja Schlangen vor den Sozialämtern quer durch die Tirol stehen. Ist es aber nicht. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Im Jahr 2009 haben 11.300 Menschen in Tirol für durchschnittlich 5,4 Monate die Grundsicherung (jetzt neu: Mindestsicherung) in Anspruch genommen. Zum Vergleich: Tirol hat eine EinwohnerInnenzahl von 706.873 Nasen.

Hier möchte ich mal einen Punkt herausnehmen, der mir besonders aufstieß. Das Amt machte doch glatt den Vorschlag, Alimente als Einkommen der AlleinerzieherIn heranzuziehen, damit sich die Stadt Innsbruck Kosten sparen kann. Erstens, geht das rechtlich gar nicht, weil Alimente ein Anspruch des Kindes ist (und nicht der/des AlleinerziehndeN) und zweitens, weiß das Amt eigentlich, was es in unserer Gesellschaft heißt, Alleinerziehend zu sein?
Weiters wird bemängelt, dass Alleinerziehende mit Kind/ern unter 3 Jahren nicht zu Arbeit verpflichtet werden können (sind nach Tiroler Mindestsicherungsgesetz von der Annahme eines Jobs ausgenommen). Wissen die, wie die Betreuungssituation für Kinder unter 3 Jahren aussieht? Übernimmt dann das Amt die Betreuung des Kindes? Auch wenn es krank ist? (und das sind die kleinen Wuzelen leider gern).

Summa summarum bin ich strikt dagegen, bei Alleinerziehenden, von denen ein Großteil eh schon armutsgefährdet ist, noch mehr die Daumenschrauben anzuziehen.

Und hier ein kleiner Ausschnitt aus meiner heutigen Pressearbeit
http://www.youtube.com/watch?v=PNpBXsQjveY

Linz hat ebenfalls ein Straßenbaugroßprojekt ...

... und die Linzer Grünen gehen so weit, den Nulltarif für Öffentlichen Verkehr zu verlangen. Was auch nicht absurd ist. Hier der Link zum Artikel.

In Innsbruck hab ich mal nachgerechnet, um wieviel günstiger IVB-Kunden fahren könnten (und da bin ich noch gar nicht bei der Forderung, Öffis gratis fahren zu lassen): Allein für die Summe des Graßmayrkreuzungsgroßprojektes könnten die Einzelfahrscheine der IVB 18 Jahre lang statt um 1,80 um 1 Euro verkauft werden.

Graßmayrtunnel oder Rückbau

Die Budgetverhandlungen des Bundes sind voll im Gange. Und lautstark blasen beide Lobbyvereine ÖAMTC und ÄRBÖ ins gleiche Horn. Die monatliche Durchschnittsbelastung der AutofahrerInnen sei bereits so hoch (im Schnitt 487 Euro), dass eine Erhöhung der Mineralölsteuer nicht in Frage käme. Und uniso zücken sie die "arme Leute"-Keule. Hm. Sie sollten eigentlich wissen, dass die Ärmeren in unserer Gesellschaft meist gar kein Auto haben und die langen Pendelstrecken nicht von Leuten zurückgelegt werden, die einen gering bezahlten Job haben. Trotzdem, nach dem Motto "Brüllen wir mal lautstark", wird lobbyiert auf Teufel komm raus. Gebrüllt wird nicht nach besserem Öffentlichen Verkehr, nach günstigeren Tarifen für die Tickets. Auch die monatliche Belastung macht sie nicht stutzig à la "vielleicht setzen wir in der Automobilität aufs falsche Pferd".
Was hat das nun mit dem Großprojekt "Graßmayrkreuzung" zu tun. Knapp 40 Millionen Euro soll in den nächsten Jahren in ein furzkleines Projekt gesteckt werden, um den Autoverkehr gemütlich in die Stadt zu lenken. Die SPÖ verteidigt das, weil sie immer noch im Glauben der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts steckt. Von der ÖVP höre ich, dass die privaten Tiefgaragenbetreiber ihre Plätze füllen wollen. Die FI verteigt die wirtschaftliche Notwendigkeit (was immer das heiße soll).
Niemand von denen stellt sich die Frage, ob das Projekt überhaupt Sinn macht. Hauptsache bauen, ist die Devise. Die Frage, wie wir Mobilität in Zukunft sicherstellen, scheint überhaupt nicht auf. Kurzfristiges Denken für kurzfristige Wahlerfolge steckt dahinter.
Ich weiß, dass ich manchmal mit meinen Forderungen, Mobilität ganzheitlich zu betrachten, unglaublich lästig sein kann. Aber Mobilität ist mehr als mit dem Auto von A nach B zu kommen. Unser wirtschaften und unser soziales Leben ist ohne Mobilität nicht mehr machbar. Das Rad können wir nicht mehr zurückdrehen.
Die zentrale Frage ist, wie stellen wir Mobilität für Alle sicher. Und deswegen stelle ich auch die Frage: Brauchen wir den Graßmayrtunnel wirklich oder ist ein Rückbau mit einer Ringtram sinnvoller?

Erfolge gehören auch erzählt



Am 18. Oktober standen wir das letzte mal bei der Bruneckerkreuzung. Einerseits um der Stadt klar zu machen, das "umgehend" sofort heißt, andererseits tut es auch dem Seelchen gut, wenn Erfolge publik gemacht werden können. Nun können wir uns auf das Nächste konzentrieren - FußgängerInnenampeln und Ampelwartezeiten für den Öffentlichen Verkehr.

Danke allen, die vor Ort mitgeholfen oder mit einem Email an die Frau Bürgermeisterin die Forderung unterstützt haben.

Es ist genug für alle da

75.000 Menschen in Tirol leben von unter 740 Euro im Monat, während andere Millionen scheffeln und beim Fenster hinauswerfen.




Jubel, eigene Radspur beim Viadukt / Bruneckerkreuzung wird umgesetzt

Die Vernunft hat gesiegt. Die Mehrheit im Gemeinderat ist meinem Antrag gefolgt, umgehend die eigene Radspur beim Viadukt umzusetzen. Die SPÖ ist natürlich dagegen, aber was kann man auch anderes erwarten. Ich bedanke mich für die vielen positiven Rückmeldungen und bei den UnterstützerInnen, die bei den Sperren mitgeholfen haben.

Und nocheinmal Radweg Bruneckerkreuzung / Viadukt

Heute standen wir wieder beim Viadukt, um für RadfahrerInnen exklusiv eine Fahrbahn zu reservieren und auch den FußgängerInnen dadurch mehr Platz zu geben (17.30-18.15). Das Echo war großartig. Und wieder war kein Autostau und die Ausrede von Noch-Stadtrat Peer, der Öffentliche Verkehr würde durch einen eignen Radweg in Mitleidenschaft gezogen, bewies sich nicht. 




Heute wieder exklusiver Radlweg Viaduktbogen


Weil’s so lustig war, stehen wir heute, Montag, 11.10., von 17.30-18.15, wieder bei der Bruneckerkreuzung. Spaß beiseite. Noch-Stadtrat Peer bringt alle möglichen Ausreden, warum ein eigener Radweg nicht möglich sei. Er versucht, den Öffentlichen Verkehr gegen den Radverkehr auszuspielen. Erstens, gab es letzte Woche trotz Rushhour keinen Autostau und somit keinen Busstau. Zweitens, sollten die Busse auf der Tramspur fahren dürfen, dann steht der nämlich nicht im Autostau. Derzeit müssen Busse nämlich in der Museumstraße mit dem Autoverkehr mitfahren und haben keine Möglichkeit, die Ampel stadtauswärts bevorzugt zu beeinflussen. Die BenützerInnen des Öffentlichen Verkehrs müssen jetzt schon die Wartezeiten durch mangelnde Bevorzugung ertragen. Das gehört geändert. Das Jammern, dass nix geht, geht mir schön langsam auf die Nerven.

Radübergang Hafen einfach futsch



Mit großem Trara wurde vor knapp einem Jahr der neue Übergang für den Fuß- und Radverkehr beim Hafen von der Politik gefeiert. Nun ist der Radübergang wieder verschwunden.
Argumentiert wird das Verschwinden mit der mangelnden Sichtweite. Nur, der Übergang wurde genehmigt, weil die Sichtweite ausreichend ist. Allerdings nur dann, wenn AutofahrerInnen sich an die 50 km/h-Beschränkung halten. Und da diese sich darüber hinwegsetzen, müssen alle anderen zurückstecken.
Lassen wir doch endlich die Kirche im Dorf. Wer die Gefahr darstellt, sind nicht plötzlich hereinhüpfende FußgängerInnen oder RadfahrerInnen, die sind ja nicht blöd. Das Problem sind unaufmerksame AutofahrerInnen mit überhöhter Geschwindigkeit.

Anfrage ans Amt + Antrag auf Wiederherstellung des Übergangs ist schon unterwegs.

Lustiges aus dem Verkehrsausschuss

Der Verkehrsausschuss kann manchmal recht lustig sein, va. wenn es darum geht, den Wunsch nach einer 30er-Beschränkung und einer damit einhergehenden Beschilderung wegen Krötenwanderung wegzuargumentieren. Hier ein kleiner Auszug:

"Hinsichtlich der gewünschten Aufstellung temporärer Kröten-Warntafeln zum Schutz von Erd- und Wechselkröten vor dem Überfahren durch Fahrzeuge wird mitgeteilt, dass hinsichtlich der "Verminderung der Fahrgeschwindigkeit" eindeutige gesetzliche Bestimmungen bestehen. So darf der Lenker eines Fahrzeuges das Fahrzeug nicht jäh und für den Lenker eines nachfolgenden Fahrzeuges überraschend abbremsen, wenn andere Straßenbenützer dadurch gefährdet oder behindert werden, es sei denn, dass es die Verkehrssicherheit erfordert. Jäh und für den Lenker eines nachfolgenden Fahrzeuges überraschend wird ein Fahrzeug dann abgebremst, wenn der Nachfahrende ein Hindernis nicht zu erkennen vermag und daher auch nicht damit rechnen muss, dass das voranfahrende Fahrzeug plötzlich abgebremst wird. Ein überraschendes jähes Bremsmanöver ist zu unterlassen, wenn dadurch die Gefahr eines Auffahrunfalles entsteht, auch wenn dadurch ein Tier gefährdet wird, sofern dieses aufgrund seiner Größe nicht ein die Verkehrssicherheit gefährdendes Hindernis darstellt (wovon bei einer Kröte wohl auszugehen sein wird)."

a) zwischen Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und jähes abbremsen gibts immer noch einen Unterschied
b) hab ich in der Fahrschule gelernt, dass der Abstand zum vorhergehenden Auto so zu wählen ist, dass jederzeit angehalten werden kann

Aber es geht noch hübsch weiter:

"Kurz gesagt ist es im Lichte der oben angeführten Gesetzesbestimmungen gar nicht zulässig, ein Fahrzeug aufgrund die Fahrbahn querender Kröten abrupt abzubremsen, wenn dadurch die Gefahr eines Auffahrunfalles entsteht, weshalb auch vom Amt für Straßen- und Verkehrsrecht die Ansicht vertreten wird, dass Kröten-Warntafeln kein geeignetes Mittel darstellen, um das Überfahren von Kröten zu verhindern. Die Aufstellung solcher Verkehrszeichen wird daher vom Amt für Straßen- un Verkehrsrecht nicht befürwortet, weil solche Verkehrszeichen keinerlei Rechtswirkungen entfalten würden. Ergänzend darf an dieser Stelle auf den bestehenden Kröten-Tunnel (Unterführung der Technikerstraße) und die vorhandene Einfriedungen der Kröten-Wanderwege im westlichsten Abschnitt der Technikerstraße hingewiesen werden."

a) die Kröten-Gfraster haben gefälligst die Unterführung zu benüzten
b) wenn nit, selber schuld wenn zerpatzt.

Exklusiv für RadfahrerInnen

Gestern hielten wir Innsbrucker Grünen exklusiv für RadfahrerInnen eine Fahrbahn stadtauswärts beim Viaduktbogen frei. Beide BenutzerInnengruppen, RadfahrerInnen und FußgängerInnen, nahmen das sehr positiv auf. Und trotz Rushhour gab es keinen Autostau. Was wieder einmal beweist, dass in dieser Stadt mehr möglich ist als sich die politisch Verantwortlichen trauen.



Betrifft Innsbruck


Am 12., 13. und 14. Oktober, gibt es einen sehenswerten Dokumentarfilm im Leokino. Das Innsbrucker Projektteam um Univ.-Prof. Volker Schönwiese wirft anhand des Bildes „Bildnis eines behinderten Mannes“, das im Schloß Ambras zu finden ist, zahlreiche Fragen zu Behinderung und den Blick auf.

Am 12.10. ist das Projektteam anwesend, um den BesucherInnen die, wahrscheinlich, vielen Fragen zu beantworten. Also, kommt vorbei. Beginn: 19.20, Saal 1.

Weitere Infos: http://bidok.uibk.ac.at/projekte/bildnis.htlm

New York - eine interessante Transformation

Öffentlicher Raum mal anders genutzt.

Link:
http://www.flickr.com/photos/nycstreets/sets/72157622973444484/show/

Endlich ein Radweg am Marktplatz



Lange hat es gedauert, aber nun erfolgt der erste Schritt für eine verkehrssichere Anbindung für RadfahrerInnen entlang des Marktplatzes bis rüber zur Innbrücke. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist somit erfolgt und wird hoffentlich schnell umgesetzt.
Ein wichtiges Detail dabei: Durch die Definition als Radweg kann zukünftig Veranstaltern am Marktplatz vorgeschrieben werden, dass diese Verkehrsfläche frei zu bleiben hat. Mal schauen, ob es auch so passiert.
Weitere Schritte sind notwendig - Anbindung Richtung Marktgraben und eine gscheite Verbindung innseitig der Markthalle.

Unsere Aktion zur Europäischen Mobilitätswoche



Während sich LH-STv. Steixner und Noch-Verkehrsstadtrat Peer mit ihrem Fotowettbewerb zum Autofreien Tag 2010 im hintersten Eck des Bürgerservices, Rathausgalerien, versteckten, begrünten wir einen Tag vorher ein Stück Straße. Gemütliche Musik lud zum Verweilen und Spielen ein. Was ein Stück Rasen gleich ausmacht. Nächstes Jahr hoffentlich wieder und größer.

FußgängerInnen wieder mal benachteiligt



Kaum ist die Bruneckerkreuzung für den Autoverkehr geöffnet, müssen sich FußgängerInnen noch mehr gedulden als während der Bauphase. Die ersten Tage waren die Ampeln überhaupt so eingestellt, dass sich zu Fuß gehende Menschen anzumelden hatten (ist eigentlich nur für die Nachtstunden gedacht gewesen). Aber nicht nur das war und ist ärgerlich.

Am meisten nervt mich, dass schon wieder ein wichtiger Kreuzungspunkt für FußgängerInnen als Schnelldurchlauf programmiert wurde. Mein Sohn hat ein hübsches Wort dafür kreiert: "Drüberhetzampel". Das trifft den momentanen Zustand punktgenau.

Raumordnung NEU

Die Raumordnung ist eine sperrige Materie und das Lesen mühsam, aber notwendig. Und weil es so mühsam ist, dachten sich die Verantwortlichen beim Land Tirol, dass es eh niemand lesen, geschweige denn Stellungnahmen abliefern wird. Nun, die Stadt Innsbruck gab eine ab und was les ich da:

"Im Sinne der Förderung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes - hier des nicht motorisierten Verkehrs - sollte nicht die Festlegung von KFZ-Abstellplätzen obligatorisch sein, sondern im Gegenteil die von Fahrrad-Abstellmöglichkeiten. Damit könnte sicher gestellt werden, dass landesweit die Notwendigkeit und die nötige Zahl der Radabstellmöglichkeiten mit Unterstützung von Fachleuten erhoben wird ... Umgekehrt sollte es ermöglicht werden, unter bestimmten Voraussetzungen Anlagen zu errichten, die für den motorisierten Individualverkehr (MIV) nur über Ladezonen und Behinderten-Stellplätze verfügen, im Übrigen aber zum Parken der KFZ ein weiter entfernter Sammelparkplatz oder eine Sammelgarage abgeboten wird, z.B. an der Bushaltestelle."

Das harte Bretter bohren scheint Wirkung zu zeigen.

Wir begrünen die Straße




Klein und fein, mit angenehmer Musik, machen wir darauf aufmerksam, dass Mobilität NICHT automatisch Auto heißen muss. Schaut vorbei!

Wie lebendig kann eine Stadt sein?



Vergangenen Mai organisierte "fairkehr" in Salzburg ein tolles Fest und gestaltete den öffentlichen Raum um. Ich leite die Fragen, die mit dieser Aktion an die teilnehmenden und vorbeikommenden Menschen gestellt wurden, weiter.

Diese Fragen müssen auch in Innsbruck gestellt werden:
  • Trägt das Auto wirklich zu hoher Lebensqualität bei?
  • Auf wie viel Lebensqualität verzichten wir durch die heutige Nutzung des Autos?
  • Wieviel Autoverkehr braucht eine lebendige Stadt?
  • Ab welcher Autoverkehrsdichte leidet die Lebendigkeit einer Stadt darunter?
Welche Bedürfnisse stellen wir an unseren öffentlich Raum. Wir, die wir hier leben und wohnen.

Aktion Bruneckerkreuzung



Heute konnten wir kurzfristig auf die Gefahr bei der Bruneckerkreuzung für RadfahrerInnen aufmerksam machen. Kurz deswegen, weil nach 15 Minuten die Polizei da war und uns von der Fahrbahn scheuchte. Allerdings hatte sie großes Verständnis für unsere kleine Absperrung.

Die Sachlage ist so: Stadtauswärts können RadfahrerInnen gemeinsam den Weg mit FußgängerInnen benutzen. Geht aber in Realität schwer, weil viele FußgängerInnen sind. Als Ausweichmöglichkeit dachte sich Verkehrsstadtrat Peer, dass die RadfahrerInnen ja auf der viel zu engen Fahrbahn sich mit den AutofahrerInnen herumärgern dürfen. Am Ende des Viaduktbogens, wo die wichtige Radachse zum Sillpark abzweigt, wissen die RadfahrerInnen nicht, wo sie stehenbleiben sollen, weil es keine sichere Aufstellfläche gibt.

In der Theorie war der Plan ja nett, nur in der Praxis funktioniert er nicht und ist viel zu gefährlich.

Höttinger-Gassen-Fest

Spät aber doch, komme ich dazu, ein paar Impressionen des Höttinger-Gassen-Festes vom 4.9. zu posten. Am lustigsten fand ich ja die improvisierten Bobbycar-Rennen.



Aufregung um Platzverbrauch für die Straßenbahn

Letzte Woche konnte man es groß lesen. AnrainerInnen entlang der Strecke Richtung Höttinger Au für die Straßenbahn beschweren sich ob des Platzverbrauches. Es scheint, als wäre die Straßenbahn daran Schuld. Aber so ist es nicht. Wer die Pläne genau studiert, erkennt, dass der Autoverkehr der Verursacher ist. Das Land Tirol (zuständig, weil Landesstraße) und die Stadt Innsbruck planen an allen Ecken und Enden Abbiegespuren ein. Und dafür braucht es Grundinanspruchnahme. Lassen wir bitte die Kirche im Dorf und schauen genau hin, wer für was die Ursache ist.

Nachmittagsbildungskarte ab Schulbeginn

Für alle, die Kinder haben und immer Taxi spielen haben müssen, gibt es ab Schulbeginn 2010 eine Erleichterung. Für Kids gibt’s dann die „Nachmittagsbildungskarte“ für die Kernzone Innsbruck bei der IVB.
Für alle Details schauen Sie bitte auf der Homepage der IVB vorbei oder erkundigen sich im Infobüro in der Stainerstraße.


Ausbau der Bundesstraße zwischen Rum und Thaur


Im Gegensatz zu allen Bekenntnissen, den Öffentlichen Verkehr zu pushen, steht der im kommenden Jahr geplante Ausbau der B171 von 2 auf 4 Spuren zwischen Thaur und Rum für den Autoverkehr. Das ist das falsche Signal.
Der Ausbau der B171 führt nur kurzfristig zu Entlastungen für die AutofahrerInnen. Der Großraum Innsbruck kann jetzt schon nicht mehr die Menge an Autoverkehr bewältigen. Jeder weitere Ausbau führt nur dazu, dass Staus ein paar hundert Meter weiter verlegt werden, ändert aber nichts an der Grundproblematik selbst – das Zuviel an Autos.
Nur der optimale Ausbau des Öffentliche Verkehrs, der die Menschen in einer angemessenen Zeit von A nach B bringt, kann zu einer Entlastung der Straßen und natürlich der Geldtasche jedes/jeder einzelneN beitragen.
Der projektierte Ausbau der B171 konterkariert leider die Investitionen in den Öffentlichen Verkehr.

Nächste Baustelle für FußgängerInnen und RadfahrerInnen



Beim neu entstehenden Q-West (wo auch das 5te Gymnasium hinein soll) wird gebaut und gebaut. Direkt bei der Baustelle gibt es für FußgängerInnen und RadfahrerInnen einen ausreichend geschützten Bereich durch die Betonsteher (Jersey-Wände). Ein paar Meter weiter westlich sieht es ganz anders aus.
Das gehört aber auch zur Baustelle Q-West (Leitungsarbeiten unter dem Radweg) und muss schleunigst geändert werden. Nebst der nicht gültigen "Schiebestrecke für Radfahrer" müssen sich FußgängerInnen und RadfahrerInnen einen viel zu schmalen baustellenbedingten Weg teilen, der zudem durch die Absperrgitter noch einmal verkleinert wird. Auf eine andere Route ausweichen, ist zwar machbar, bedarf aber einiger Ortskenntnis, denn die mögliche Ausweichroute für RadfahrerInnen ist nämlich ebenfalls baustellenbedingt gesperrt (beim Spechtenhauserareal, da entsteht ein neuer Wohnblock).
Die Sperre des Radweges beim Spechtenhauserareal führt zu einer hohe Frequenz an RadfahrerInnen beim am Foto zu sehenden schmalen Stück. Die Leitungsarbeiten für das Q-West sind in diesem Bereich abgeschlossen, sodass der Wiederherstellung des Radweges nichts im Wege steht - außer der Nachlässigkeit.

Nun gibt es doch eine Lösung für die Bruneckerkreuzung

Tatsächlich fanden die Zuständigen eine Lösung für den Radweg unter dem Viaduktbogen bei der Bruneckerkreuzung. Der motorisiert Verkehr rückt mehr zusammen, sodass ein 2,25 m Streifen für die FußgängerInnen und RadfahrerInnen reserviert werden kann. Geht doch.

Das einzig nervige bei der Sache ist die Argumentation des Stadtrats Peer. Wenn er zu viel dem Autoverkehr weg nähme, dann stehe der Öffentliche Verkehr im Stau. Naja, dafür gäbe es eine einfache Lösung - die Busspur. Auf dieser Achse, wo z.B. die Linie O im ca. 7 Minuten-Takt (zu Stoßzeiten gar im 3 Minuten-Takt) daher kommt und auch andere Linien unter dem Viaduktbogen durch müssen, eine mögliche Variante, um den Öffentlichen Verkehr nicht durch PKW-Verkehr zu behindern.

Aber lieber werden in Peer'schem Denken die FußgängerInnen, RadfahrerInnen und Öffi-FahrerInnen verärgert als einE PKW-FahrerIn.

Bruneckerkreuzung - was passiert nach der Totalsperre



Die Bruneckerkreuzung in Innsbruck ist derzeit für den Bau der Straßenbahn/Regionalbahn gesperrt. Sämtliche Leitungen und die notwendigen Gleise werden neu verlegt. Die großräumige Umleitung des PKW-Verkehrs wurde nicht umgesetzt (diese war nämlich vorhanden), sodass der Öffentliche Verkehr mit dem PKW-Verkehr im Stau kuscheln darf. Ziemlich ärgerlich für alle, die die Busse verwenden. Am Besten kommt man zu Fuß oder mit dem Fahrrad voran.

Mitte September sind die Bauarbeiten fürs Erste abgeschlossen. Im Peer'schen Sinne bekommt der Autoverkehr dann wieder genug Platz. Nur die RadfahrerInnen haben das Nachsehen. Da eine neue Fußwegverbindung unter dem Viaduktbogen gebaut wird (über den Winter) wird der südliche Radweg einfach gesperrt und für den Fußverkehr freigegeben. Dieser Radweg ist aber DIE Verbindung nach Pradl. Und wer die Kreuzung kennt, weiß, wie froh man als RadfahrerIn ist, den Radweg zu haben. Die AutofahrerInnen drängen in diesem Bereich dermaßen, dass man sich, nicht ohne Grund, sehr bedroht fühlt. Während des Baus des neuen Durchstichs sollen die RadfahrerInnen nun im Autoverkehr mitfahren. Das ist untragbar.

Anstatt den Autoverkehr auf eine Spur zu kanalisieren, um einen Radweg freizubekommen, schickt Stadtrat Peer den Radverkehr in eine äußerst gefährliche Situation hinein. Und immer wieder schafft es Stadtrat Peer in seiner Argumentation den Öffentlichen Verkehr gegen den Radverkehr auszuspielen und den Autoverkehr unangetastet zu lassen. Als nächstes kommt wahrscheinlich, dass wenn der Radverkehr seine Spur bekommen sollte, der Fußverkehr auf der Strecke bleiben werde. Und das sei doch nicht im Sinne der Grünen.

Schöne Konstruktion der Argumentation, aber sehr leicht durchschaubar.

Unterführung für FußgängerInnen beim Lahntalweg

Der Lahntalweg liegt im Stadtteil Allerheiligen. Jahrzehntelang gingen die FußgängerInnen über die Gleise der Mittenwaldbahn, die genau dort einen Querung für die Menschen vorsah. Die herannahenden Züge mussten jedesmal pfeifen, wenn sie sich der Querung näherten. Was früher kein Problem war, wuchs in den Jahren zu einem heran. Die Zugfrequenz stieg stetig an und auch die Pfeifsignale nahmen zu, vor allem in der Nacht. Das das nervt, ist klar und die AnrainerInnen beschwerten sich auch dementsprechend.
Die Reaktion des Verkehrsstadtrates war die überfallsartige Sperre des wichtigen Fußweges, der als DIE Verbindung zu Nahversorgung und Öffentlichem Verkehr gilt. Erst nach der Sperre begannen die mühsamen Verhandlungen mit der ÖBB, die Budgetierung der Kostenbeteiligung und der ausverhandelte Bau einer Unterführung (die ÖBB ließ nur die teure Variante "Unterführung" zu, andere Querungen sind nicht mehr zulässig). Diese Unterführung ist nun im Herbst fertig und die Menschen können wieder ohne große Umwege zu den Versorgungseinrichtungen.



Grüner Innenhof versus Tiefgarage


Seit längerem schon kämpfen wir gemeinsam mit MieterInnen des Mozartblocks in Saggen für den Erhalt eines wunderschönen Innenhofes mit großen Bäumen. Die Wohnbaugesellschaft will um 1 Stockwerk erweitern (40 Wohnungen) und zeitgleich den Innenhof für eine Tiefgarage (80 Plätze) ruinieren. Für die Tiefgarage würden die schönen alten und großen Bäume geopfert und ein paar Alibibäumchen nachgepflanzt werden, die aufgrund des fehlenden Erdreichs in ihrem Wachstum stehen bleiben werden.

Vor ein paar Tagen war nun die Bauverhandlung, zu der die MieterInnen keinen Zugang hatten. Gespräche wurden einfach verweigert. Die Baugesellschaft braucht auch gar nicht mit den engagierten Menschen, die die großen Bäume erhalten wollen, reden. MieterInnen haben nämlich nichts mitzureden. Sie braucht auch keine Angst zu haben, dass die Tiefgarage leer stehen würde. Die 40 neuen Wohnungseigentümer müssen sowieso einen Tiefgaragenplatz nehmen und die restlichen 40 Stück verteilen sich auf die MieterInnen, deren Parkbewilligungen am frühesten auslaufen. Mit Tiefgarage im Haus gibts keine AnwohnerInnenparkkarte. Glücklich können sich jene MieterInnen schätzen, die gar kein Auto haben und es auch nicht für notwendig erachten, eines zu besitzen. Sie ersparen sich die Kosten für die Tiefgarage. Aber auch ihnen wird der Innenhof kaputt gemacht.

Der Mozartblock und auch alle angrenzenden Blockverbauungen im Saggen sind infrastrukturell bestens erschlossen. Geschäfte für die Nahversorgung und Straßenbahn bzw. Busse queren den Saggen und führen in die Innenstadt. Am Rennweg ist der Anschluss an die Regionallinien für das Umland. Saggen liegt ja nicht im Nirgendwo, wo es keine Geschäfte und keinen öffentlichen Verkehr gibt. Und trotzdem folgt die Stadtplanung der Autologik, dass pro Wohnung ein Autoabstellplatz unterirdisch geschaffen werden muss (und wenn schon gegraben wird, gleich noch ein paar mehr).

Es braucht ein Umdenken. Viel zu viele Innenhöfe wurden für Tiefgaragen zerstört oder so wie früher, einfach niederplaniert und oberirdisch Autoabstellplätze geschaffen. Ist die Karre das wirklich alles wert?

Ich verabschiede mich in den Urlaub

Ab morgen, Mittwoch, tut sich auf diesem Blog nichts mehr. Ich fahre mit meiner Familie auf Urlaub und erlaube mir, 3 Wochen keinen Computer anzusehen, geschweige denn einzuschalten. Ab Anfang August geht es hier wieder weiter.
Ich wünsche allen LeserInnen und KommentatorInnen eine schöne und erholsame Ferienzeit.

Mit Vollgas weiter so ... Teil 2

Gebrochene Versprechen und mehr Autoverkehr - das bedeutet der Umbau der Graßmayrkreuzung für die WiltenerInnen und Wiltener. Das Projekt ist ein verkehrspolitischer Blödsinn und verschlingt 38 Mio. Euro an Steuergeldern.



FußgängerInnen werden benachteiligt



Im dieswöchigen Verkehrsausschuss durften wir die Simulation der Kreuzungsbereiche Metropolkino und Ottoburg bewundern. Kleinräumig und verkehrstechnisch (dh. Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Autoverkehrs) gesehen, ist die neue Ampelschaltung optimal geschalten. Für FußgängerInnen allerdings nicht.

Das Mindestgrün bei ampelgeregelten FußgängerInnen-Querungen beträgt 8 Sekunden. Das wurde mit Müh und Not eingehalten, weil drunter gehts gar nit. Manchmal wurden sogar ein/zwei Sekündchen mehr genehmigt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit, die FußgängerInnen an den Tag legen müssen, ist 1,2 m/sec. Also, nicht wundern, wenn Sie nicht in der vorgegebenen Zeit drüber kommen. Müssen Sie halt schneller gehen -:))

Verkehrspolitisch gesehen, ist die neue Regelung eine kleinkarierte Umsetzung der Bevorzugung der AutofahrerInnen. Eine Stadt funktioniert aber anders und sollte nicht als Abstellplatz und Durchzugsstrecke dienen. Wir brauchen mehr Raum und Zeit für FußgängerInnen, das heißt einerseits qualitativ wertvolle Aufenthaltsräume und andererseits fußgängerInnenfreundliche Querungen. Die Schlagwortkombination "Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit" muss vorrangig für den Fußverkehr gelten.

Rasengleise für die Tram

Vor einiger Zeit beantragte ich im Gemeinderat Rasengleise für die Tram (wo möglich). Wahrscheinlich habt ihr euch gefragt, ob ich jetzt spinne. Nein, tu ich nicht. Rasengleise haben Auswirkungen auf das Stadt- und Mikroklima.

Beton oder Asphalt heizt sich auf und strahlt die Wärme ab. Das kennt jedeR aus eigener Erfahrung. Das Bild verdeutlicht die Auswirkungen der Versiegelung.

© der nahverkehr, 6/2010

Rasengleise übernehmen eine wichtige ökologische Funktion. Das Wasser, das im Rasen gebunden wird, trägt durch Verdunstung und Taubildung zur Abkühlung der Straßenzüge bei. Versiegelte Gleise durch Beton oder Asphalt weisen eine deutlich höhere Wärmeabstrahlung auf.
Rasengleise verursachen Mehrkosten bei Neubau und Erhaltung, bringen aber einen großen Nutzen für Umwelt und Lebensqualität in Städten, sodass sich diese Investition rentiert.

Die Innsbrucker Tram wird leider nicht auf Rasengleisen durch die Gegend kurven. Weder FI, ÖVP noch SPÖ haben die wichtige ökologische Funktion verstanden (oder wollten sie einfach nicht verstehen).



Baustellenumleitung Bruneckerkreuzung


Seit die Bruneckerkreuzung stadteinwärts gesperrt wurde, herrscht ein ziemliches Chaos. Stoßstange an Stoßstange quälen sich die AutofahrerInnen durch die Stadt. Und mittendrinn der Öffentliche Verkehr.
Der Ärger der Menschen, die umweltschonend mit Tram und Bussen unterwegs sind, ist verständlich. Trotz hoher Kosten für das Verkehrsunternehmen (mehr Buseinsatz, mehr Personal) denkt Stadtrat Peer nicht daran, den Autoverkehr während der Bauphase großräumig umzuleiten.
Das liegt wahrscheinlich daran, dass durch die Masse der Autos der Eindruck entsteht, als wären es so viele zukünftige WählerInnen, die man nicht vergraulen dürfe. Nun, das Bild zeigt, dass die Masse zwar hoh ist, der Inhalt aber nicht.

Mehr Mut für Totalsperre

Seit der Sperre der Bruneckerkreuzung herrscht rund um diese das Staugeschehen. Der Autoverkehr wird in untergeordnete Straßenzüge umgeleitet. Der Öffentliche Verkehr steckt mitten drinn. Das heißt für Fahrgäste große Verspätungen, den FahrerInnen kostet es Nerven und ihre Pausen. Die FahrerInnen tragen eine große Verantwortung für die Fahrgäste und ich bin dagegen, dass die autofreundliche Umleitungspolitik des Stadtrates Peer auf Kosten der Sicherheit der Fahrgäste geht. Die IVB pfeift aus dem letzten Loch, weil sie alles einsetzen muss, um nur annähernd die Stauverspätungen aufzufangen.
Die nächste Idee der kleinkarierten autofreundlichen Verkehrspolitik lässt ja noch auf sich warten. Nach Schulende wird der Autoverkehr durch die Angerzellgasse in die Museumstraße gelenkt. Was das für die Hauptachse des Öffentlichen Verkehrs heißt, kann sich jedeR selbst ausmalen.
Die Stadt Innsbruck steckt viel Geld in den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs hinein. Was mit dieser ängstlichen Umleitungspolitik jetzt passiert, ist kontraproduktiv. Zuerst muss die störungsfreie Umleitung für den Öffi geplant werden, was dann noch übrig bleibt, kann dem Autoverkehr zu gute kommen. Nur ein großräumige Umleitung des Autoverkehrs ist ein starkes Signal pro Öffentlichen Verkehr.

Und weil wir gerade beim Schulende sind: Herr Peer, setzen, fünf.

SUV-Boom auch in Innsbruck

Allen ist klar, dass wir auf eine Ressourcenkrise zusteuern. Schleunigst muss auch die Mobilität umgestellt werden, ansonsten schieben wir zukünftig die Autos. Die alte Autoindustrie versucht daher, noch einmal den Menschen mit teuren Pseudogeländewagen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Als Werbestrategie steht hinter den SUVs nebst Glück und Freiheit auch das Versprechen, jede Unebenheit städtischer Straßen zu bewältigen. Ganz zu schweigen von drohenden Hurrikans, Fluten und Muren – als BesitzerIn ist man BeherrscherIn der Lage -☺ Es ist schon erstaunlich, wie leicht die Manipulation der KäuferInnen funktioniert.

Die Pseudogeländewagen sind jedoch nicht stadttauglich. Sie sind eine große Gefahr für FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Jahrzehntelang war es der alten Autoindustrie wichtig, ihr Image mit Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und RadfahrerInnen aufzupolieren. Niedere Höhen des Motorraumes verminderten die Schwere der Verletzungen für die schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen. Nun scheint das nicht mehr notwendig. Gerade aber im städtischen Bereich finden die meisten Unfälle zwischen FußgängerInnen/RadfahrerInnen und AutofahrerInnen statt.

Nebstbei sind die durchschnittlich 2 Tonnen schweren Fahrzeuge die reinsten Dreckschleudern. Hohe Abgaswerte bei Feinstaub und Stickstoffdioxid verschlechtern die Luft im städtischen Raum. SUVs sind das letzte Aufbegehren der Dinosaurier. Dinosaurier konnten sich auch nicht der Notwendigkeit der neuen Zeit anpassen und starben aus.

Die veralteten Reflexe der Autofahrerclubs

In den heutigen Nachrichten schimpften die Autofahrerclubs über die „Schikane" und "Willkür" der 100 km/h auf Autobahnen. Und abermals wird diese Maßnahme erstens schlecht geredet und zweitens als Feinstaubhunderter falsch in die Köpfe der Menschen gesetzt. Es geht nur zweitrangig um den Feinstaub, vorrangig soll das Stickstoffdioxid eingedämmt werden.

Nun dreh ich das ganze einfach mal um. Es ist eine Schikane, dass Autofahrerclubs vehementes die Vergiftung unserer Luft verteidigen. Es ist eine Willkür, dass Autofahrerclubs immer noch nicht kapiert haben, dass die Zeitersparnis durch schnelleres Fahren des/der einen auf Kosten der Luft für die anderen geht.

Mehr Platz fürs Rad und zu Fuß gehen, weniger fürs Auto

In Berlin werden in einigen Vierteln die Flächen neu verteilt. Autofahrspuren und Parkplätze verschwinden zu gunsten des Radverkehrs. Das ist nicht nur positiv für die RadlerInnen. Auch die FußgängerInnen bekommen auf diesen Abschnitten endlich wieder ihren ganzen Gehsteig zu Verfügung gestellt. Das erhöht die Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und RadfahrerInnen.
Klar, was nun in Berlin passiert, ist erst ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber die Richtungsänderung ist bemerkenswert. In Innsbruck ist das noch bei der Mehrheit der politischen EntscheidungsträgerInnen undenkbar. Noch.

Öffi-Freizeitticket für Kids und Jugendliche

LHStv. Anton Steixner zauberte zum vergangenen Landtagswahlkampf ein Wahlzuckerl aus dem Hut: das Gratisferienticket für Kids und Jugendliche bis 18 Jahre. Das erste Jahr wurde bezahlt, das zweite nur mehr mit Mühe zustande gebracht und im dritten Jahr ist es verschwunden.
Nun gibt es für diesen Sommer ein Ferienticket für Tirol um ca. 22 Euro und eines für Innsbruck um 30 Euro. Leider ist es nicht mehr so einfach wie in der Jugendzeit des Herrn LH-Stellvertreters. Die Wege sind vielfältiger und komplexer geworden, sodass Jugendliche aus Innsbruck auch im Land Tirol herumfahren möchten. Das würde aber bedeuten, dass Innsbrucker Jugendliche 2x bezahlen müssten. Warum?
Mit dem Tirol-Ticket kann man zwar nach und aus Innsbruck fahren, mit dem Innsbruck-Ticket aber nicht in die Region. So geht`s nun auch wieder nicht.
Ich bin dafür, dass für alle der gleiche Preis gelten soll.

Radfahren

So wünsch ich mir es in Innsbruck. Die Menschen in Utrecht sind hochmobil, trotz fehlendem Gaspedal.



Es war einmal ...

... ein engagiertes Team, das in der Universitätsstraße ein Fest steigen lassen wollte. Mit vielen Standln, mit Musik, mit Spiel und Spaß. Alles wurde ordnungsgemäß und früh genug bei den Behörden angemeldet. Alles war bestens organisiert, die Plakate waren gedruckt, die Flyer auch. Eigentlich sollte man nun annehmen, dass die Stadt eine Freude haben müsste, wenn engagierte BürgerInnen ein Fest ausrichten möchten.
Falsch gelegen. 2 Wochen vor dem Fest kam die Absage. Die Verantwortlichen im Amt für Verkehrsrecht raufte sich die Haare ob eines unüberwindlichen Problems - Die armen AutofahrerInnen würden sich nicht mehr auskennen. Von 365 Tagen müsste 1 Tag anders gefahren werden. Das ist wirklich eine große Herausforderung.
Ich finde das eine Frechheit. Was mir sonst noch alles dazu einfallen würde, schreibe ich hier nicht nieder.

Ein kleiner Scherz ...



.. jedoch glaube ich, dass das Ernst gemeint ist. Innsbruck schafft es doch wirklich, den landesweiten Inntalradweg über einen Zebrastreifen zu leiten. Da wird sich wohl manche TouristIn wundern. Aber nicht nur diese, ich auch.

Wo es noch überall hapert und wo es gute Lösungen gibt, findet ihr unter.
http://www.radlspur.at

Wer hat die Definitionsmacht?


Vor längerer Zeit beantragte ich die Errichtung eines Zebrastreifens in der Innstraße, womit sich ein umwegfreier Zugang von der St.-Nikolaus-Gasse zur Innpromenade ergeben hätte. Dass der Zebrastreifen technisch machbar wäre, zeigt die Plankopie. Dass er trotzdem nicht errichtet wird, liegt am Nichtwollen.


Wie ist die Argumentation dieses Nichtwollens:?
  • die Abstände zu den nächstgelegenen Übergängen wären zu gering. Nun, da gibt es genug Beispiele in Innsbruck, wo die Abstände wesentlich geringer sind. Umwege, die va. für nicht so mobile Menschen schwierig sind, werden aber lapidar als Ist-Halt-So abgetan.
  • man wolle keine Sicherheit suggerieren, wo es keine gäbe. Befürchtet wird ob der sogenannten geringen Abstände, dass die AutofahrerInnen nicht Rücksicht sondern Gewalt walten lassen und die FußgängerInnen mit ihren Autos bedrohen
  • außerdem würde die Adaptierung des Straßenraums was kosten. Nonanet, aber für die Beschleunigung des Autoverkehrs am Südring (Stichwort Graßmayrkreuzung) gibts 38 Millionen.
Was heißt das?
Die Definitionsmacht, wie städtischer Raum geregelt wird, wird mit einem Bedrohungspotential abgesichert. Es wird nicht danach gefragt, warum AutofahrerInnen ihre Schüssel als Bulldozer verwenden und wie das geändert werden könnte.
Das Bedrohungspotential ist übrigens auch die Begründung, warum die Grünzeiten für FußgängerInnen bei ampelgeregelten Kreuzungen meist viel zu kurz sind.

Der Städtebund macht sich so seine Gedanken

Städte haben so ihre liebe Not mit der üblichen Stellplatzverordnung, induziert jeder Stellplatz doch automatisch auch den Gebrauch des darauf befindlichen Vehikels. Nun wird im Städtebund daran gearbeitet, diese Verordnung zu novellieren. In Innsbruck wurde mein Antrag zur Novellierung abgelehnt, mit dem ziemlich dümmlichen Argument, wo denn die Menschen ihr Auto dann abstellen sollen. Dass es Menschen ohne Auto gibt, existiert in deren Vorstellung nicht. Und dass vor allem im städtischen Umfeld eine ökologischere Mobilität umsetzbar ist, dh. Ausbau der Infrastruktur für FußgängerInnen, RadfahrerInnen und Öffentlichen Verkehr, geht in die Köpfe der Autofahrerparteien nicht hinein. Es geht auch nicht hinein, dass wir auf eine ordentliche Ressourcenkrise zusteuern und wir Maßnahmen ergreifen müssen, die es den Menschen ermöglicht, auch in Zukunft mobil zu sein.
Übrigens: das Thema ist deswegen jetzt in Diskussion, weil wir im Städtebund eine kompetente grüne Vertreterin sitzen haben.

Hier ein Auszug (der Link am Ende führt zum Konzeptpapier. Sehr umfangreich, aber interessant)

Stellplatzvorschreibung der landesrechtlichen Garagenordnungen:

die Stellplatzvorschreibung in den Garagenordnungen ist in der Regel ohne Berücksichtigung des Standortes in Abhängigkeit von der Erschließungsqualität des öffentlichen Verkehrs sowie zur zentralen Lage im Stadtgebiet geregelt. Dies führt in Großstädten häufig zu einer in Bezug auf den öffentlichen Verkehr verkehrs- und umweltpolitisch unerwünscht hohen Ausstattung mit privat verfügbaren Stellplätzen und damit zu unerwünschter Verkehrsnachfrage mit dem Auto. Gerade an optimal durch den ÖPNV erschlossenen Standorten sollte eine restriktive Stellplatzpolitik erfolgen, um den vorhandenen ÖPNV optimal zu nutzen und auszunützen (siehe auch: IN-STELLA, Instrumente zur Steuerung des Stellplatzangebotes für den Zielverkehr. Universität für Bodenkultur Wien, im Auftrag der Stadt Wien, MA18; http://www.rali.boku.ac.at/fileadmin/_/H85/H856/downloads/Endbericht_Teil_2.pdf).

Sand in den Augen tut selten gut

Benzinpreis rauf, runter oder sonst was - bei jeder Diskussion um dieses Thema wird sofort das Killerargument der armen PendlerInnen gezückt und schon ist man mundtot gemacht. Das sollte man sich aber mal näher ansehen.
Wer profitiert von einem günstigen Benzinpreis? Also weder das arme Mutterl noch GeringverdienerInnen. Die haben nämlich nicht das Geld zum viel Herumfahren. Es sind nicht arbeitende Menschen, die im selben Ort arbeiten oder mit dem Bus günstig und komfortabel den Arbeitsplatz erreichen können. Es sind auch nicht Menschen, die mit Müh und Not so viel verdienen, dass sie über die Runden kommen.
VielfahrerInnen profitieren von günstigen Benzinpreisen. Sie bekommen auch eine steuermindernde Pendlerpauschale. Die wiederum nützt GeringverdienerInnen überhaupt nix, weil sie eh schon im Negativsteuersatz drinn sind.
Ich hab mir eine sehr aufschlussreiche PendlerInnenstudie des Bezirkes Landeck angesehen. Und siehe da: Menschen im oberen Einkommensbereich pendeln weit, im niederen Einkommensbereich pendeln kurz. Das Killerargument, dass eine Benzinpreiserhöhung die einkommensschwachen PendlerInnen treffen würde, greift also zu kurz.
Das viele Steuergeld, das im Gießkannenprinzip in die Subventionierung des Autopendelverkehrs gesteckt wird, würde ich lieber in der Verbesserung und Vergünstigung des Öffentlichen Verkehrs sehen, damit auch Einkommensschwache mobil sein können und im Glücksfall, ihre Einkommenssituation verbessern können. Das wäre gscheiter, als den Menschen aufgrund mangelnder Erschließung durch den öffentlichen Verkehr ein Auto aufs Aug zu drücken, wo monatlich mehr als 1/3 des Haushaltseinkommens verbraten wird.

PS: Und für diejenigen einkommensschwachen PendlerInnen, die aufgrund irgendeiner blöden Situation weit mit dem Auto fahren müssen, wird man ein Lösung und Unterstützung finden.

Bin ganz erschrocken ....

... als ich heute durch Wilten radelte und beim Wiltener Platzl vorbeikam. Ich wollte mich nur in aller Ruhe den Baufortschritt ansehen und plötzlich entdeckte ich 2 neu gepflanzte Bäume. Einer war ja geplant, der hat mich nicht überrascht. Aber der 2te? Wo kommt denn der plötzlich her? Ist das ein kleines zartes Zeichen, dass sich bezüglich "Mehr grün in die Stadt" endlich was tut? Es freut mich auf alle Fälle, dass nun 2 Bäume am neu gestalteten Platz stehen.

Das ewiggestrige Projekt Graßmayrkreuzung


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Nun hab ich den Film endlich fertig. Der erste Teil beschäftigt sich mit den Baumaßnahmen und deren Auswirkungen am Schauplatz selbst. Der zweite Teil wird dann ins Detail gehen und die Auswirkungen für die BewohnerInnen Wiltens aufzeigen, va. rund um den Pechegarten bis zum Wiltener Platzl (muss ich aber erst noch drehen und schneiden, dauert daher noch etwas).

Ich nenne das Graßmayrprojekt ganz bewusst "ewiggestrig". Es ist weit entfernt von einer tragfähigen zukünftigen Mobilität. Es sollte uns klar sein, dass weiter so, wie bisher, nicht mehr funktionieren wird. Die 38 Mio. Euro, die dieses Projekt verschlingt, würde ich lieber in die Rückstufung des Südrings stecken, damit der getrennte Stadteil Wilten endlich wieder zusammenfinden kann. Der Südring kann zur Feinverteilerfunktion herabgestuft werden. Für den Durchzugsverkehr brauchen wir keine Beschleunigung, der kann auf die Autobahn ausweichen.



Sonne - die Zukunft ist elektrisch


Die Sonne schickt uns jeden Tag 15.000 mal mehr Energie auf die Erde als wir weltweit verbrauchen. Gratis und ohne Umweltschäden à la Öldesaster vor der Küste der USA. Was wir noch brauchen, ist die Technologie, die die Sonnenstrahlung in Strom und Wärme umwandelt.
Besonders in Städten wird sich die Elektromobilität durchsetzen. Eine Kombination aus Öffentlichem Verkehr und Elektrorädern/-scootern ermöglicht es uns, auch in Zukunft mobil zu bleiben. Der Strom für die Elektromobilität muss aber aus erneuerbarer Energie kommen - von der Sonne.
Was alles schon möglich ist, präsentierten unsere Partnerfirmen am Franziskanerplatz: Ein Kreislauf aus Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung, Stromtankstelle und Elektroräder und -scooter.

Bäume in der Stadt

Im gestrigen Stadtsenat gab es einen Überblick über die Stadtbäume mit interessanten Details. In Innsbruck stehen rund 60 Baumgattungen herum, die sich wiederum in 250 Arten bzw. Sorten unterteilen lassen.

Die häufigsten Gattungen sind:
• Ahorn – 2249 Stück
• Kastanien – 778 Stück
• Birken – 633 Stück
• Hainbuchen – 352 Stück
• Eschen – 665 Stück
• Zierkirschen – 860 Stück
• Eichen – 332 Stück
• Linden – 1256 Stück

Interessant sind auch die genannten häufigsten Probleme für den Straßenbaum:
• zu kleiner Standtort
• Grabungen im Wurzelbereich
• Baustellen und Baustellenverkehr im Wurzelbereich
• laufende Kabelverlegungen Internett, Kabelfernsehen, Telefon...
• Streusalzbelastung
• Oberflächenverdichtung
• Straßenentwässerung in die Baumscheibe
• Trockenheit
• Anfahrschäden - Verkehrsunfälle
• Schäden durch Anbringen diverser Werbungen
• Verschmutzung der Baumscheibenabdeckung (IVB Haltestellen)
• Verschmutzung durch Müllablagerung und Hundekot

Die Schädigungen und Beeinträchtigungen dürften sich wohl ändern lassen, schließlich ist direkt der Mensch inkl. dazugehörenden Hund der Hauptverantwortliche. Die von uns Grünen geforderte Baumschutzsatzung ist dringend notwendig, um städtische Bäume vor der Unachtsamkeit und Willkür des Menschen zu schützen.

Dem Akt liegt auch ein großer Plan bei, wo sich die Bäume befinden. Wen es interessiert, soll mir ein email senden und ich schick es zu. Für den Blog ist der Plan zu detailliert, als dass man noch was erkennen würde.

sonja.pitscheider@gruene.at

ElektroDrive Tirol

Nun gibt es endlich auch ein Leasingmodell für Elektro-Fahrräder, Elektro-Scooter und Segway in Tirol. Die erste Modellregion war übrigens Salzburg. Anbieter sind die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB). Die dazugehörenden Elektrotankstellen werden auch noch aufgestellt. Das ist sicher eine gute Möglichkeit, auf Elektromobilität umzusteigen, ohne dass man gleich ein teures Gerät kaufen muss.



Einziger Wermutstropfen: Die Werbebotschaft, dass der Strom aus sauberer Wasserkraft kommt, stimmt so ja nicht. Der Atomstromanteil bei den Innsbrucker Kommunalbetrieben ist ja doch beträchtlich. Um wirklich einigermaßen ökologischen Strom anbieten zu können, muss die IKB den Weg ins Solarzeitalter einschlagen.

Nein, so was

Der Verkehrsrechner am Südring funktioniert nun so, wie es sich die Beschleuniger für AutofahrerInnen vorgestellt haben. Eine Fahrt von 16 Minuten auf 12 Minuten reduziert. Bin beeindruckt. So ein Pech auch, dass für die Grünphasen der FußgängerInnen Zeit weggenommen werden musste und sich deren Wegzeit verlängert. "Den Grünphasen der Fußgänger am Südring wurde laut Peer Zeit abgezwackt, um den Verkehr flüssiger zu halten" wird im letzten Absatz des Artikels erwähnt.Beschleunigung, Zeitersparnis ... für wen und auf wessen Kosten?
Das Zitat ist übrigens sehr hübsch. Verkehrsstadtrat Peer vergisst dabei aber, dass der Dirigent immer noch der Mensch und nicht eine Maschine ist. Und der Dirigent gibt vor, wie gespielt wird.

Doppelklick auf das Bildl, dann wird's größer.


Forstbewirtschaftung in der Stadt




Entlang des Inns wurde mit dem Totschlagargument "Hochwasserschutz" radikal geholzt. Nun auch entlang der Igler Straße mit dem anderen Totschlagargument "Verkehrssicherheit". Was allerdings Schlägerungen bis 50 Meter von der Straße entfernt mit der Verkehrssicherheit zu tun haben sollen, ist mir schleierhaft. Vielleicht befürchtet das Forstamt, dass sich Bäume von selbst auf die Straße werfen.

Forstwirtschaftlich gesehen handelt das Forstamt richtig. Nur, wir befinden uns in einer Stadt und nicht im Wald. Die AnrainerInnen und Erholungssuchenden sind zu recht verärgert und erbost. Im städtischen Umfeld muss eine andere Bewertung der zu bewirtschafteten Flächen her. Wir brauchen eine naturnahe Holzwirtschaft und einen sensiblen Umgang mit unserer Umwelt.

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