Auf's Atmen können wir nicht verzichten

Ich habe die Umweltzone zur Gesundheitszone umgeschrieben, weil es viel besser aussagt, um was es eigentlich geht - unsere Gesundheit. Die Belastungen durch Stickstoffdioxid (zu über 60% motorisierter Verkehr) und Feinstaub (25% motorisierter Verkehr direkt + 25% durch Abrieb und Aufwirbelungen) sind nicht Peanuts, die einfach so beiseite geschoben werden dürfen - Kopfweh, Schwindel, sämtliche Atemwegserkrankungen von ständiger Heiserkeit bis Atemnot, bronchiale Erkrankungen, Asthma, Lungenvolumeneinschränkungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Schlaganfall. Stickstoffdioxid und Feinstaub sind für für sich allein schon krankmachend, in Kombination ein vollkommen unterschätzter Giftcocktail.

Die gesundheitliche Schädungen durch die Abgase ergeben sich nicht erst bei Überschreitung der Grenzwerte, dh. es ist nicht ein Problem des Winters, sondern jahresdurchgängig. Bereits jedes 10µg/m3 hat gesundheitliche Auswirkungen. Der steilste Anstieg der Erkrankungen ist bis zum Grenzwert festzustellen (hsp. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, die nicht so gut beeinander sind, und Alte). Ab 50 µg/m3 stagnieren die Krankheitsfälle auf hohem Niveau, um dann bei länger Belastung von 50 µg/m3 und drüber wieder sprunghaft anzusteigen.

In deutschen Städten brachte die Einführung eine signifikante Reduktion der Stickstoffdioxid- und Feinstaubbelastung in stark frequentiertn Straßenzügen. Die haben wir in Innsbruck zuhauf. Man braucht sich nur den Lärmkataster (auf der Homepage der Stadt Innsbruck) ansehen, um zu sehen, dass es ein Netz von stark belasteten Straßenzügen in Innsbruck gibt. Dort wohnen und arbeiten Menschen.

Auf‘s Atmen können wir nicht verzichten, auf Dreckschleudern, die uns die Atemluft verdrecken, schon.

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