Totreden kann man viel

Im aktuellen Stadtblatt Innsbruck versuchen Federspiel und seine Adlaten die Regionalbahn zum xten mal zu Grabe zu tragen. Für sie gibt es keine giftigen Abgase (Stickstoffdioxid und Feinstaub), die uns krank machen und die auch von Dieselbussen stammen. Für sie gibt es anscheinend immer noch den stetigen Wohlstandswachstum und die unendliche Vermehrung der Fortbewegung mit dem Auto.

Die InnsbruckerInnen haben auch das Recht auf hohe Lebensqualität, wie alle Menschen rund um Innsbruck. Dazu gehört nebst Luft zum Atmen auch mehr Platz für Menschen statt für Autos. Auch InnsbruckerInnen möchten mehr grün in ihrer Umgebung, nicht nur die BewohnerInnen der Nachbargemeinden in ihren Vorgärten.

Der Vorwurf, die Kostenschätzungen seien aus der Luft gegriffen, hält so leider nicht. Inflationsanpassungen sind nämlich schon mit drinn. Dass die mitberechnete Inflationsanpassung selbstverständlich zum Tragen kommt, je länger der Bau hinausgezögert wird, steht außer Frage. Wer allerdings ständig bremst und der Umsetzung im Wege steht, sollte nicht mit Steinen im Glashaus herumwerfen und die Kosten beklagen.
Die Stadt Innsbruck hat für die Regionalbahn bereits Geld auf die Seite gelegt. Das Projekt wird nicht aus dem laufenden Budget finanziert. Federspiel möchte wahrscheinlich die vielen Millionen für den Autoverkehr verwenden (so wie es bereits in den 90er-Jahren mit den Achenseeverkauf-Millionen für das ehemalige Verkehrskonzept passiert ist - da war, welch Überraschung, Federspiel Verkehrsstadtrat).
Die S-Bahn ist eine wichtige Komponente, um die Leute vom Ober- und Unterland eine Alternative zum Auto zu bieten. Für die Feinverteilung im Ballungsraum Innsbruck braucht es die Regionalbahn. Oder glauben Federspiel und Co dass die Züge der S-Bahn jeden Kilometer eine Haltestelle haben werden?

Und, ich kann schon selber denken. Dafür brauche ich keinen Federspiel und keine FPÖ, die ausschließlich die autobesitzende Bevölkerung im Fokus hat und alle anderen ausschließt - Kinder, Jugendliche und all jene Erwachsenen, die keine Auto haben wollen oder können. Diese Gfraster sollen nach Federspiel und seinen Adlaten gefälligst zu Hause bleiben oder sich mit den Krümeln, die nach den teuren Infrastrukturkosten für den Autoverkehr übrig bleiben, begnügen.

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