Zebrastreifen braucht die Stadt

Ab heute liegt mein Antrag für die Errichtung einer Querungsmöglichkeit für FußgängerInnen in der Innstraße (ca. Haus Nr. 22) im zuständigen Amt. Meine Argumentation untermauerte ich mit "einen weiteren Beitrag für mehr Umweltschutz und Verkehrssicherheit", so wie es LR Steixner zum Ausbau der Graßmayrkreuzung von sich gab. Aber, halt, das gilt nicht für FußgängerInnen. Ein Zebrastreifen ist nämlich, laut Argumentation von FI, ÖVP und SPÖ
a) für Autostaus verantwortlich
b) für FußgängerInnen viel zu gefährlich, weil sie eine Sicherheit suggerieren, die nicht vorhanden sei
c) sollen sie gefälligst einen Umweg gehen und die nächsten Zebrastreifen verwenden

Hä? Also für Autostaus sind schon die AutofahrerInnen selbst verantwortlich. Sie sind es auch, die die Überquerung von Straßen für FußgängerInnen gefährlich machen. Nicht umgekehrt. Nicht FußgängerInnen müssen eingeschränkt werden, sondern die AutofahrerInnen. Und was für den Autoverkehr gilt (Umweltschutz, Verkehrssicherheit und Umwegempfindlichkeit) muss ebenso für FußgängerInnen gelten.

Zebrastreifen, mit den richtigen Rahmenbedinungen umgesetzt, bieten eine komfortable und sichere Querung. Sie müssen dort errichtet werden, wo wichtige Wegebeziehungen bestehen und/oder die Menschen aufgrund hoher Autoverkehrsbelastung (an Spitzentagen quälen sich 17.000 Autos durch die Innstraße) die Straße nicht sicher queren können. Die lapidare Erklärung der Koalitionsparteien, die Leute sollen halt die östlich und westlich befindlichen Zebrastreifen verwenden, ignoriert geflissentlich, dass zu Fuß gehende Menschen zu recht sehr umwegsensibel sind. Wer die Innstraße kennt, weiß, dass es nicht besonders attraktiv ist, auf den viel zu schmalen Gehsteigen, bei Gestank und Lärm der AutofahrerInnen, bis zum nächsten Zebrastreifen zu zuckeln.

Eines wurde bei der Diskussion zum Antrag wieder klar: FI, ÖVP und SPÖ setzen alles daran, freie Fahrt für freie AutofahrerInnen zu verteidigen. Das geht doch nicht, dass AutofahrerInnen wegen so einem Gfraster von FußgängerIn auch noch anhalten müssten.


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