Das Pferd von hinten aufgezäumt

Verkehrsstadtrat Peer preist das Gratisparken für Elektroautos, Gasautos und Hybridautos als große Errungenschaft zur Förderung des Alternativantriebs an. Nun braucht man nur einige Jahrzehnte zurückblicken und man erkennt, dass dieser Fehler schon einmal begangen wurde. Zur Förderung des Autobesitzes wurden die Städte autogerecht hergerichtet. Bäume und Freiflächen verschwanden zugunsten des Abstellens von Autos. Freiflächen für alle enteignete man zu Parkflächen für wenige. Der städtische Raum ist zu wertvoll, um ihn mit Autos vollzustellen. Weil wie auch immer der Antrieb des Autos ist, der Platzverbrauch und der Stau bleiben dieselben.
Deshalb stelle ich mich gegen diese Art der Förderung. Die Erfahrung sollte uns eigentlich klüger handeln lassen.
Wofür wir Flächen brauchen werden, um von den Stinkern hin zur Zukunftstechnologie zu lenken, ist für dezentrale Elektrotankstellen (siehe Foto, Klagenfurt). Ansonsten bleibt die Umstellung ein Einfamilienhausglück und wird im städtischen Raum nicht umsetzbar sein. Die wenigsten haben in der Stadt eine Möglichkeit, das Elektroauto über Nacht anzustecken. Die Batterietechnologie ist leider noch nicht so weit, dass in 15 min geladen werden kann (beim Geschäft, bei der Tankstelle). Es dauert immer noch zwischen 4-6 Stunden, bis die Batterie voll ist.
Daher sieht für mich eine Förderung so aus: Reservierte Plätze für den Ladevorgang.



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