Wiltener Platzl und die Missverständnisse

Meine Äußerungen zum Wiltener Platzl haben kleine Staubwölkchen aufgewirbelt. Der Marketingkreis Wilten-Ost ließ mir über den Wirtschaftsbund einen "Offenen Brief" zukommen.

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Hier meine Antwort.

Sehr geehrter Herr Hudovernik, sehr geehrter Herr Rauscher,

Ihr Brief hat mich sehr erstaunt. Hier scheint wohl ein Missverständnis vorzuliegen.

Wir möchten, dass mehr Geld in die Entwicklung des Wiltener Platzls und Kaiserschützenplatzes investiert wird. Die Grünen befürworten die Umsetzung des ersten Bauabschnitts Wiltener Platzl / Kaiserschützenplatz. Dass zur Zeit die Baustelle nicht bei allen Zustimmung findet, ist bedauerlich. Sie kennen ja das Sprichwort: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Nicht allen gefallen die Späne. Weder die Kaufmannschaft Wiltener Platzl noch wir Grünen dürfen uns davon beirren lassen. Der Weg ist der richtige.

Wir Grünen vertreten die Meinung, dass Stadtteile gestärkt werden müssen. Am Wiltener Platzl entstand in den letzten Jahren durch das Engagement innovativer Geschäftsleute ein zugkräftiges Angebot, das von KundInnen gerne angenommen wird. Diese Innovationskraft hat von uns die vollste Unterstützung. Uns ist bewusst, dass gerade für Einzelhändler das Marktumfeld schwierig ist. Ein spezielles Angebot, persönliche Betreuung und gutes Service abseits des Mainstreams eines Einkaufszentrums bieten engagierten EinzelhändlerInnen die Chance, sich am Markt zu positionieren und zu behaupten.

AutofahrerInnen, deren Ziel die Innenstadt ist, nutzen die Leopoldstraße als Durchzugsweg. Sie kaufen nicht am Wiltener Platzl ein. Deswegen wünschen wir uns die Aufwertung des Wiltener Platzls gemeinsam mit dem Kaiserschützenplatz. Das heißt, dass dieses schöne Ensemble erreichbar, aber nicht durchfahrbar werden soll. Einerseits wird dadurch der Geschäftsstandort aufgewertet und den Geschäftsleuten Raum über die Geschäftstüre hinaus geboten und andererseits entsteht ein Treffpunkt für BewohnerInnen und BesucherInnen / KundInnen.

Wir kennen den Prozess und das Engagement bei der Vorbereitung der Neugestaltung des Wiltener Platzls und Kaiserschützenplatzes und schätzen ihn in keinster Weise minder. In gemeinsamer Arbeit entwickelten BürgerInnen und Kaufleute mit Unterstützung des Architektenteams und der Stadtvertreter die Zusammenführung des Wiltener Platzls und des Kaiserschützenplatzes. Daraus entstand ein tolles Projekt, dessen erster Teil jetzt umgesetzt wird.

Unser Ziel ist das gleiche. Sie und wir wünschen uns „ein Zentrum der Begegnung und einen Treffpunkt für Jung und Alt“ und das möglichst schnell und ohne Abstriche. Lassen Sie uns gemeinsam arbeiten und nicht gegeneinander.

Mit liebe Grüßen
Gemeinderätin Mag.a Sonja Pitscheider


PS: Leider wandte sich der Marketingkreis Wilten-Ost nicht direkt an mich, sondern tätigte den Umweg über den Wirtschaftsbund. Sollte damit die Absicht verbunden gewesen sein, mich zu beeindrucken, muss ich leider kundtun, dass dies fehlgeschlagen ist.

2 Kommentare:

  1. Die Idee der Neugestaltung ist gut. Doch ich als Anwohner kann dies nicht nur befürworten.
    Die letzten Monate waren für uns die Geräuschhölle auf Erden. Jeden Tag (von MO bis SA) von 7:00 bis 17:00 durchgehender Lärm.
    Ich weiß nicht, ob sich dies alles bezahlt machen wird.
    Auch ist mir unklar, ob dieser Schritt nicht ein Schritt zurück ist, denn das Wiltener Platztl war und ist ein Aufenthaltsort für Betrunkene Nachteulen. Diese haben nun auch wirklich einen Grund dort zu verweilen, vor allem in lauen Sommernächten. Ich bin gespannt!
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  2. Ich kann Sie gut verstehen. Der Baulärm zerrt an den Nerven. Ich durfte das live in der Maria-Theresien-Straße mitmachen. Allerdings konnte ich das Büro verlassen und habe meine Arbeit nach Hause verlegt. Wie und von wem der Platz angenommen wird, muss man sich erst anschauen. Sollten sich Probleme ergeben, dann melden Sie sich bitte wieder bei mir.
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