SUV-Boom auch in Innsbruck

Allen ist klar, dass wir auf eine Ressourcenkrise zusteuern. Schleunigst muss auch die Mobilität umgestellt werden, ansonsten schieben wir zukünftig die Autos. Die alte Autoindustrie versucht daher, noch einmal den Menschen mit teuren Pseudogeländewagen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Als Werbestrategie steht hinter den SUVs nebst Glück und Freiheit auch das Versprechen, jede Unebenheit städtischer Straßen zu bewältigen. Ganz zu schweigen von drohenden Hurrikans, Fluten und Muren – als BesitzerIn ist man BeherrscherIn der Lage -☺ Es ist schon erstaunlich, wie leicht die Manipulation der KäuferInnen funktioniert.

Die Pseudogeländewagen sind jedoch nicht stadttauglich. Sie sind eine große Gefahr für FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Jahrzehntelang war es der alten Autoindustrie wichtig, ihr Image mit Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und RadfahrerInnen aufzupolieren. Niedere Höhen des Motorraumes verminderten die Schwere der Verletzungen für die schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen. Nun scheint das nicht mehr notwendig. Gerade aber im städtischen Bereich finden die meisten Unfälle zwischen FußgängerInnen/RadfahrerInnen und AutofahrerInnen statt.

Nebstbei sind die durchschnittlich 2 Tonnen schweren Fahrzeuge die reinsten Dreckschleudern. Hohe Abgaswerte bei Feinstaub und Stickstoffdioxid verschlechtern die Luft im städtischen Raum. SUVs sind das letzte Aufbegehren der Dinosaurier. Dinosaurier konnten sich auch nicht der Notwendigkeit der neuen Zeit anpassen und starben aus.

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