FußgängerInnen werden benachteiligt



Im dieswöchigen Verkehrsausschuss durften wir die Simulation der Kreuzungsbereiche Metropolkino und Ottoburg bewundern. Kleinräumig und verkehrstechnisch (dh. Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Autoverkehrs) gesehen, ist die neue Ampelschaltung optimal geschalten. Für FußgängerInnen allerdings nicht.

Das Mindestgrün bei ampelgeregelten FußgängerInnen-Querungen beträgt 8 Sekunden. Das wurde mit Müh und Not eingehalten, weil drunter gehts gar nit. Manchmal wurden sogar ein/zwei Sekündchen mehr genehmigt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit, die FußgängerInnen an den Tag legen müssen, ist 1,2 m/sec. Also, nicht wundern, wenn Sie nicht in der vorgegebenen Zeit drüber kommen. Müssen Sie halt schneller gehen -:))

Verkehrspolitisch gesehen, ist die neue Regelung eine kleinkarierte Umsetzung der Bevorzugung der AutofahrerInnen. Eine Stadt funktioniert aber anders und sollte nicht als Abstellplatz und Durchzugsstrecke dienen. Wir brauchen mehr Raum und Zeit für FußgängerInnen, das heißt einerseits qualitativ wertvolle Aufenthaltsräume und andererseits fußgängerInnenfreundliche Querungen. Die Schlagwortkombination "Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit" muss vorrangig für den Fußverkehr gelten.

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