Die Eintönigkeit unserer Straßen aufbrechen

Verparkte und verstopfte Straßen, alltäglich in Innsbruck. In der Euphorie der letzten Jahrzehnte, die das Auto gleichgesetzt hat mit ewigem Fortschritt, verwandelten sich die Straßenräume von Begegnung zur Isolation. Ich empfinde das Auto als modernes Schneckenhaus. Leider verdrängt das Schneckenhaus die zu Fuß Gehenden, lässt Bus und Straßenbahn im Stau versauern und ist für RadlfahrerInnen lebensgefährlich. Nicht nur das: die Eintönigkeit verdrängt Handel und Gastronomie. Und je verödeter die direkte Umgebung, desto weiter die Strecken, die wir zurücklegen, um Erleben und Begegnung wiederzufinden.
Das lässt sich ändern. Schließlich ist die Monotonie kein Naturgesetz. Breite Gehsteige fürs Quatschen, Bekannte treffen oder spielende Kinder. Bäume pflanzen. Parkbänke zum Plauschen.

Blog-Archiv