SUV-Boom auch in Innsbruck

Allen ist klar, dass wir auf eine Ressourcenkrise zusteuern. Schleunigst muss auch die Mobilität umgestellt werden, ansonsten schieben wir zukünftig die Autos. Die alte Autoindustrie versucht daher, noch einmal den Menschen mit teuren Pseudogeländewagen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Als Werbestrategie steht hinter den SUVs nebst Glück und Freiheit auch das Versprechen, jede Unebenheit städtischer Straßen zu bewältigen. Ganz zu schweigen von drohenden Hurrikans, Fluten und Muren – als BesitzerIn ist man BeherrscherIn der Lage -☺ Es ist schon erstaunlich, wie leicht die Manipulation der KäuferInnen funktioniert.

Die Pseudogeländewagen sind jedoch nicht stadttauglich. Sie sind eine große Gefahr für FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Jahrzehntelang war es der alten Autoindustrie wichtig, ihr Image mit Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und RadfahrerInnen aufzupolieren. Niedere Höhen des Motorraumes verminderten die Schwere der Verletzungen für die schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen. Nun scheint das nicht mehr notwendig. Gerade aber im städtischen Bereich finden die meisten Unfälle zwischen FußgängerInnen/RadfahrerInnen und AutofahrerInnen statt.

Nebstbei sind die durchschnittlich 2 Tonnen schweren Fahrzeuge die reinsten Dreckschleudern. Hohe Abgaswerte bei Feinstaub und Stickstoffdioxid verschlechtern die Luft im städtischen Raum. SUVs sind das letzte Aufbegehren der Dinosaurier. Dinosaurier konnten sich auch nicht der Notwendigkeit der neuen Zeit anpassen und starben aus.

Die veralteten Reflexe der Autofahrerclubs

In den heutigen Nachrichten schimpften die Autofahrerclubs über die „Schikane" und "Willkür" der 100 km/h auf Autobahnen. Und abermals wird diese Maßnahme erstens schlecht geredet und zweitens als Feinstaubhunderter falsch in die Köpfe der Menschen gesetzt. Es geht nur zweitrangig um den Feinstaub, vorrangig soll das Stickstoffdioxid eingedämmt werden.

Nun dreh ich das ganze einfach mal um. Es ist eine Schikane, dass Autofahrerclubs vehementes die Vergiftung unserer Luft verteidigen. Es ist eine Willkür, dass Autofahrerclubs immer noch nicht kapiert haben, dass die Zeitersparnis durch schnelleres Fahren des/der einen auf Kosten der Luft für die anderen geht.

Mehr Platz fürs Rad und zu Fuß gehen, weniger fürs Auto

In Berlin werden in einigen Vierteln die Flächen neu verteilt. Autofahrspuren und Parkplätze verschwinden zu gunsten des Radverkehrs. Das ist nicht nur positiv für die RadlerInnen. Auch die FußgängerInnen bekommen auf diesen Abschnitten endlich wieder ihren ganzen Gehsteig zu Verfügung gestellt. Das erhöht die Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und RadfahrerInnen.
Klar, was nun in Berlin passiert, ist erst ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber die Richtungsänderung ist bemerkenswert. In Innsbruck ist das noch bei der Mehrheit der politischen EntscheidungsträgerInnen undenkbar. Noch.

Öffi-Freizeitticket für Kids und Jugendliche

LHStv. Anton Steixner zauberte zum vergangenen Landtagswahlkampf ein Wahlzuckerl aus dem Hut: das Gratisferienticket für Kids und Jugendliche bis 18 Jahre. Das erste Jahr wurde bezahlt, das zweite nur mehr mit Mühe zustande gebracht und im dritten Jahr ist es verschwunden.
Nun gibt es für diesen Sommer ein Ferienticket für Tirol um ca. 22 Euro und eines für Innsbruck um 30 Euro. Leider ist es nicht mehr so einfach wie in der Jugendzeit des Herrn LH-Stellvertreters. Die Wege sind vielfältiger und komplexer geworden, sodass Jugendliche aus Innsbruck auch im Land Tirol herumfahren möchten. Das würde aber bedeuten, dass Innsbrucker Jugendliche 2x bezahlen müssten. Warum?
Mit dem Tirol-Ticket kann man zwar nach und aus Innsbruck fahren, mit dem Innsbruck-Ticket aber nicht in die Region. So geht`s nun auch wieder nicht.
Ich bin dafür, dass für alle der gleiche Preis gelten soll.

Radfahren

So wünsch ich mir es in Innsbruck. Die Menschen in Utrecht sind hochmobil, trotz fehlendem Gaspedal.



Es war einmal ...

... ein engagiertes Team, das in der Universitätsstraße ein Fest steigen lassen wollte. Mit vielen Standln, mit Musik, mit Spiel und Spaß. Alles wurde ordnungsgemäß und früh genug bei den Behörden angemeldet. Alles war bestens organisiert, die Plakate waren gedruckt, die Flyer auch. Eigentlich sollte man nun annehmen, dass die Stadt eine Freude haben müsste, wenn engagierte BürgerInnen ein Fest ausrichten möchten.
Falsch gelegen. 2 Wochen vor dem Fest kam die Absage. Die Verantwortlichen im Amt für Verkehrsrecht raufte sich die Haare ob eines unüberwindlichen Problems - Die armen AutofahrerInnen würden sich nicht mehr auskennen. Von 365 Tagen müsste 1 Tag anders gefahren werden. Das ist wirklich eine große Herausforderung.
Ich finde das eine Frechheit. Was mir sonst noch alles dazu einfallen würde, schreibe ich hier nicht nieder.

Ein kleiner Scherz ...



.. jedoch glaube ich, dass das Ernst gemeint ist. Innsbruck schafft es doch wirklich, den landesweiten Inntalradweg über einen Zebrastreifen zu leiten. Da wird sich wohl manche TouristIn wundern. Aber nicht nur diese, ich auch.

Wo es noch überall hapert und wo es gute Lösungen gibt, findet ihr unter.
http://www.radlspur.at

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