Nebenwehen und Lobbyismus II.

IKB und TIWAG wollen das Geld aus der Rückversicherung nicht zum Spaß. Damit soll ein ganz bestimmtes Projekt finanziert werden - das Telfser Innkraftwerk. Natürlich kann man jetzt sagen, besser Wasserkraft als Kohlekraftwerk. Wenn es rein um die CO2-Reduktion gehen würde, würde ich dem zustimmen. Nur CO2-Reduktion allein ist nicht alles. Mit dem Bau des Kraftwerks würde unwiderbringlich ein Naturschutzgebiet zerstört werden, eine der letzten Auen des Inns. Und es gibt noch einen Punkt, der gegen das Kraftwerk spricht.
Das Projekt kostet bei die 70 Millionen Euro. Bau und Amortisationszeit dürften bei 50 Jahren liegen. Das Bemühen, auf die solare Zukunft zu setzen, wird damit bei der IKB und TIWAG endenwollend sein. Schließlich wollen sie ihren Strom über ihr Netz verkaufen. Nun hat Innsbruck aber einen Energieentwicklungsplan ausgearbeitet, der bis 2025 nebst verpacken der Häuser den vorrangigen Ausbau der Solarenergie vorsieht. Um den Strom einzuspeisen, braucht es das Stromnetz der IKB.
Damit steht Großkraftwerk gegen viele kleine autonome Stromerzeuger.
Damit steht privatisiertes Stromnetz gegen koummunale Interessen.
Damit steht Zerstörung der letzten Innauen gegen Aufbruch ins solare Zeitalter.

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