Dafür mache ich Politik

Es ist kein Erfolg der Bürger­meisterin, kein Erfolg der Grü­nen und auch kein Erfolg der AnwältInnen. Es ist ein Erfolg der Zivilgesellschaft, den wir in Innsbruck feiern dürfen. Inns­bruck geht anders um mit Men­schen, die nach Österreich ge­kommen sind, weil sie Schutz su­chen. Ich danke den hunderten DemonstrantInnen in einer kal­ten Dezembernacht bei der Bleiberechts-Demo, hunderten Besu­cherInnen bei der Veranstaltung über Asyl und Arbeit im Jänner. Und den dutzenden Menschen, die Flüchtlingen bei ihren Behör­dengängen begleiten und Türen öffnen, die sonst geschlossen blei­ben.

Die armenische Familie Kirakosyan wird in letzter Sekunde vor der Abschiebung gerettet. 15 Stunden vor der Reise in ein Land, dessen Sprache die Kinder nicht sprechen und in dem Rafik eingesperrt würde, weil er und Anusch ohne Zustimmung ihrer Eltern geheira­tet haben. Die Bürgermeisterin hat sich nicht aus der Verantwor­tung ziehen können, die ihr die Innsbrucker Zivilgesellschaft be­wusst gemacht hat: Dass Rafik und Anusch sowie ihre Kinder Ares­tak und Arman in diese Stadt gehören, dass sie hier zuhause sind. Dafür, genau dafür mache ich Politik: Für ein Innsbruck, in dem al­le daheim sein können.



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