Soll es Pendlerparkplätze in Wohngebieten geben?

Engagierte AnrainerInnen der Gießensiedlung haben sich mit dem früheren Verkehrsstadtrat Peer und mit meiner Kollegin Uschi Schwarzl mehrmals zusammengesetzt, um die leidige Situation des Dauerverparkens ihrer Wohngegend zu besprechen. Es gab 3 Möglichkeiten:
a) alles so zu lassen
b) gebührenpflichtige Kurzparkzone
c) gebührenfreie Kurzparkzone
Alle Für und Wider wurden durchdiskutiert. Man vereinbarte schlussendlich eine gebührenfreie Kurzparkzone.
Und, weil klar war, dass die Dauerparker in die Höttinger Au ausweichen werden, wurden auch dort die Leute informiert und zu einem Gespräch gebeten. An 2 Nachmittagen konnten die BewohnerInnen der Höttinger Au ihre Meinung deponieren. Auch dort war die Mehrheit für eine gebührenfreie Kurzparkzone.
So weit, so gut. Im letzten Verkehrsausschuss wurde plötzlich eine 4te Variante aus dem Hut gezaubert. Eine Parkstraße. Das ist nix anderes, als dass man für den ganzen Tag parken einen Pauschalbetrag zahlt (so wie bei P&R-Parkplätzen). Mit den BewohnerInnen ist noch nichts besprochen. Die werden sich wahrscheinlich ziemlich gepflanzt vorkommen, da sie ja bereits letztes Jahr ihre Präferenz kundgetan hatten.

Ist es überhaupt wünschenswert, dass Wohngebiete zu Pendlerparkplätzen werden? Meiner Meinung nach könnte die wertvolle städtische Fläche für sinnvolleres verwendet werden:
- als Freiraum für Kinder zum Spielen
- für Bäume
- für Bänke zum Tratschen
Das sind nur einige Ideen, wie Straßen anders verwendet werden können. Da gibt es sicher noch viele gute andere.

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