Kurzparkzone bis 22 Uhr?

Nun ist die Diskussion voll im Gange. Leider auch sehr emotionsgeladen, was beim Parken meist so ist. Aber warum hat der Verkehrsausschuss ein Ermittlungsverfahren eingeleitet (noch nix beschlossen).
In den innerstädtischen Vierteln gibt es Probleme für die Anrainerinnen und Anrainer. Es gibt zwar Anwohnerparkzonen, aber natürlich nicht so viele, wie Parkkarten vergeben sind. Die Menschen, die eine volle Zone vorfinden, dürfen ihr Auto auch in die Kurzparkzonenplätze stellen. Nur was tun, wenn Kino, Theater und Gastro locken und die Parkplätze schon voll sind.  Nun lagen dem Verkehrsausschuss 3 Ansuchen von Anrainerinnen und Anrainern vor, die tagtäglich mit diesem Problem konfroniert sind.

Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten:
  • die Anwohnerparkzonen werden erweitert; das ist ein Vorteil für die Anrainerinnen und Anrainer, ein Nachteil für Besucherinnen und Besucher. Die Anwohnerparkzonen sind 24 Stunden reserviert. Das heißt, dass auch untertags Parkplätze wegfallen würden.
  • die Gebührenpflicht wird auf 22 Uhr ausgedehnt; das ist für die Anrainerinnen und Anrainer neutral, für diejenigen, die unbedingt einen Parkplatz brauchen (weil zb. abends kein Bus fährt) eher vorteilhaft, für diejenigen, die Alternativen haben (zu Fuß oder mit dem Rad bzw. Bus) ein Nachteil.
  • wir lassen alles, so wie es ist; das ist ein Nachteil für die Leute vor Ort und erzeugt viel viel Ärger unter den Betroffenen, die ja auch hier wohnen.
In Wien gibt es bereits einige Stadtviertel, wo die Gebührenpflicht bis 22 Uhr ausgedehnt wurde. Zuerst war es ein großer Aufreger. Vor allem die Gastronomie war am Lautesten beim Klagen. Und was ist dann passiert? Der Vorteil überwiegt den Nachteil. Die Anrainerinnen und Anrainer sind zufrieden, die Auswärtigen bekommen einen Parkplatz und diejenigen, die bisher halt mit dem Auto gefahren sind, weil es so bequem war, kommen nun mit Rad/Bus/U-Bahn.

Wichtig ist mir, dass wir einen Konsens finden, mit dem alle leben können. Was ist eure Meinung dazu?


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