Graßmayrkreuzung, schon wieder

Am 5.4.11 habe wir einen besonderen Akt im Stadtsenat. Es geht um Grundstückstausch für den geplanten Kreisel. Der Kreisel soll ja die Autofahrerinnen und Autofahrer schnurstracks ins Zentrum führen, ohne lästige Ampel bei der Graßmayrkreuzung selbst. Das allein ist ja noch nicht so ein großer Aufreger. Außer, dass ich gegen dieses Monsterprojekt bin.

Ein weiterer Akt gibt mir Recht. Die Stadt Innsbruck muss greifbare Maßnahmen an das Bundesumweltamt schicken, weil Stickstoffdioxidüberschreitungen in Innsbruck gang und gäbe sind.
Für NO2 ist zu 70 % der Autoverkehr verantwortlich. NO2 ist ein bodennahes Gift (also genau dort, wo wir atmen), verursacht Kopfschmerzen und Schwindel, bei längerandauernder Belastung geht es bis zum Lungenödem. Wir sind bei der längerandauernden Belastung, dh. noch nicht abschätzbare gesundheitliche Folgen für uns.

Die im Akt präsentierten Maßnahmen kann ich schon gar nicht mehr hören. Förderung des Radverkehrs, Förderung des Öffentlichen Verkehrs usw. Eigentlich Möglichkeiten, wirklich den Autoverkehr in seine Schranken zu weisen und die Schadstoffbelastung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.
Nur tun muss man es. Reden allein ist zu wenig. Ein paar mehr aufgestellte Radabstellanlagen sind nett, aber schließen nicht die Lücken im Radwegsystem. Förderung des Öffentlichen Verkehrs ist auch nett. Passieren tut allerdings nichts. Seit Jahren. Deswegen kann ich dieses Blabla schon nicht mehr hören.

Einerseits ein Monsterprojekt bauen, andererseits um Fristverlängerung wegen der viel zu hohen NO2-Belastung ansuchen, ist verantwortungslos. Eigennützige Privatinteressen sind leider immer noch stärker als öffentliche Allgemeininteressen.

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