Persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung

Gestern tagte in Innsbruck der "Unabhängige Monitoringausschuss zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen". Ja, so was gibt es und es unglaublich interessant. Der Saal der Theologischen Fakultät war voll. Der Monitoringausschuss ersuchte um Stellungnahmen der Menschen mit Behinderung zur Vorlage "Modelle der persönlichen Assistenz".

Was ist das? Menschen mit Behinderung sollen ein selbstbestimmtes leben führen können und nicht in eine betreute WG oder ins Heim müssen. Aus meiner Sicht ist das eigentlich selbstverständlich. Der Föderalismus treibt aber so seine seltsamen Blüten. Jedes Bundesland hat eine andere Regelung. In Tirol bekommt man 8 Stunden zugestanden. In anderen Bundesländern überhaupt nit. Da darf man bitten und betteln, dass die Stunden bezahlt werden. Selbst eine 24-Stunden-Assistenz wäre immer noch kostengünstiger als ein Heimplatz. Menschen mit Behinderung wird aber das Leben erschwert, indem ihnen immer wieder vorgehalten wird, was für Kosten sie verursachen. Dazu kann ich nur sagen: menschenverachtend (und, hatten wir das nicht schon einmal?)

Es gibt zwar in jedem Bundesland einen Anspruch auf einen Heimplatz, aber keinen Anspruch auf Inklusion und Teilhabe an der Gesellschaft durch persönliche Assistenz. Was ist das für eine verkehrte Denkweise?

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