Wie wird sich Mobilität entwickeln?

Verschränkt - je nachdem was man gerade braucht. Gehen, Radfahren, Öffi und Auto. Es ist klar, dass der Preis von Benzin und Diesel stetig steigen wird. Sicherlich wird es zwischendrinn wieder einen Knick nach unten machen, aber wenn man sich die Preisentwicklung langfristig anschaut, kommt es ans Tageslicht: es geht nach oben. Aber nicht nur der Preis wird die Mobilität ändern. Die Infrastruktur in Städten ist am Ende. Staus, weil zu viele, können nicht mit noch breiteren Straßen aufgefangen werden. Es fehlt schlicht und einfach der Platz. Und zu guter Letzt sinkt der Stern des Autos. Bei städtischen Jugendlichen kommt das Auto nicht gut an (Auf dem Land ist es logischerweise anders. Der Mangel vor Ort zwingt zum Autobesitz).

Hier noch ein Auszug aus einem interessanten Artikel:

Mehr Radfahrer als heute, weniger Fahrten mit dem Auto und häufigeres Nutzen von Bahn und Bus: Was die Stadtentwicklungsverwaltung für 2025 prognostiziert hat und wofür sie zum Teil heftige Kritik einstecken musste, wird von Wissenschaftlern voll unterstützt. Der Mobilitäts- und Zukunftsforscher Stephan Rammler geht sogar in seiner Prognose für das Jahr 2050 viel weiter: Den klassischen Individualverkehr mit dem Auto wird es demnach nicht mehr geben, die Bewohner der Stadt bewegen sich mit Bahnen, auf dem Rad oder zu Fuß fort. Über die Straßen fahren kaum noch Autos – dann allerdings nur elektrisch und nach dem Carsharing-Prinzip, bei dem sich die Nutzer die Autos teilen.


Im städtischen Raum lässt sich die verschränkte Mobilität natürlich leichter umsetzen als in einem Dorf am Talschluss. Wenn wir unsere Mobilität aufrechterhalten wollen, sollten wir bereits jetzt umstellen beginnen und die Infrastruktur darauf ausrichten. Ein Großprojekt, das in Innsbruck ansteht, ist die Graßmayrkreuzung. Meiner Meinung nach ein grober Fehler, 40 Mio Euro in dieses Projekt ausschließlich für den Autoverkehr zu stecken. Wir können natürlich auch den Kopf in den Sand stecken, dann haben wir aber ein böses Erwachen in spätestens 10 Jahren. Ich finde, das können wir uns sparen.

Blog-Archiv