Maßnahmenbündel zur Reduktion der Stickstoffoxidbelastung

Die Stadt Innsbruck hält die Grenzwerte für Stickstoffoxid nicht ein. Das Stickstoffoxid ist furchtbar kontaktfreudig und wird zum bodennahen Stickstoffdioxid. Dieses Gemisch ist für die menschliche Lunge auf Dauer ziemlich unverträglich und kommt hauptsächlich von dieselbetriebenen Fahrzeugen und ein Stück weit von Ölheizungen. Da Innsbruck die Grenzwerte nicht einhält, will das Bundesministerium einen Maßnahmenkatalog, welche Schritte Innsbruck setzt, um die Belastung zu reduzieren.
Das Maßnahmenbündel umfasst Radfahren, Öffi, P&R und auch den Innsbrucker Energieentwicklungsplan, der die benötigte Raumwärme fürs Wohnen und Arbeiten neu auf die Füße stellen soll.
Radfahren ist leider immer noch stiefmütterlich behandelt. Die meisten vorgeschlagenen Maßnahmen sind entweder eh schon umgesetzt oder fast fertig (wie die Fuß-/Radwegbrücke über die Sill). Weiterführende Maßnahmen, wie Radfahren noch attraktiver gemacht werden könnte, fehlen. Wie die Konflikte zwischen Gehenden, Radfahrenden und Autofahrenden gelöst werden können, sind natürlich nicht in einem Maßnahmenbündel zu finden, sollten aber gesondert ausgearbeitet werden.
Die IVB haut sich ordentlich ins Zeug und ist dafür zu loben.
Auch für eine P&R-Anlage gibt es nun eine mögliche Lösung. Die soll, sofern die Grundstückseigentümer mitmachen, in naher Zukunft bei der Abfahrt Mitte entstehen. Natürlich in Kooperation mit der IVB, damit Autofahrende direkt vom P&R-Platz in den Öffi umsteigen können.
Der Innsbrucker Energieentwicklungsplan harrt noch eines Beschlusses durch den Gemeinderat. Der erste Anlauf zur Beschlussfassung wurde leider von FI und ÖVP blockiert. Allerdings gehen wir Grünen davon aus, dass sich der vorgeschlagene Weg, Innsbruckerinnen und Innsbrucker von der teuren Öl- und Gasspirale zu befreien, nicht mehr aufhalten lässt.
Für die Gehenden findet sich leider überhaupt nichts. Allerdings finde ich, dass zu Fuß gehen eine der wichtigsten Komponenten im städtischen Leben ist. Daher braucht es auch hier ein besonderes Augenmerk.

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