Was machen die Wiener Grünen bloß?

Kaum in Amt und Würden, beginnen sie zu spinnen. Einen Knigge für Radfahrende + Überlegung einer Nummerntafel? Das Problem: Radfahrende auf Gehsteigen.

Man sollte sich zuerst die Struktur ansehen, warum denn Radfahrende sich auf den Gehsteigen tümmeln. Gut durchdachte und breite Radwege verhindern das Gehsteigfahren. Radwege sind dort gefragt, wo der Autoverkehr ein hohes Geschwindigkeitsniveau aufweist. In einer Wohnstraße braucht man selbstverständlich keinen Radweg. Dort, wo ein eklatanter Mangel herrscht und Radfahrende um ihre leibliche Gesundheit fürchten, findet man sie auf den Gehsteigen. Man findet sie auch auf Zebrastreifen, wenn keine Lösung angeboten wird. Von Radfahrenden wird verlangt, abzusteigen und die Straße gehend zu queren. Seit wann muss man denn das Auto über eine Kreuzung schieben?

Das Flickwerk, das in Innsbruck den Radfahrenden geboten wird, ist schauerlich. Hier ein Stück und dort ein Stück - von zusammenhängenden Stadtrouten sind wir weit entfernt. Wir brauchen uns daher nicht wundern, wenn sie auf Gehsteige ausweichen.
In Salzburg-Stadt, wo seit Jahren ein Radverkehrskoordinator mit eigenem Budget werkeln kann, sind Gehsteigfahrende kaum zu finden.
Ein paar Deppen haben wir immer. Die werden sich wahrscheinlich nie ändern. Deppen findet man auch unter den Autofahrenden. Trotzdem sind nicht alle in einen Topf zu werfen und zu verurteilen.

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