Sommerkindergarten im O-Dorf gescheitert

In einem bevölkerungsreichen Stadtteil, dem O-Dorf, gab es keinen Sommerkindergarten. Eltern mussten selbst schauen, wie sie ihre Kinder unterbringen oder sie alleine zu hause lassen. Alle Fraktionen im Gemeinderat zogen an einem Strang - außer die Bürgermeisterinpartei FI. Im Mai-Gemeindrat wurde mehrheitlich beschlossen, auch im O-Dorf einen Sommerkindergarten einzurichten, um arbeitende Eltern zu entlasten.
Die Freude der Eltern war groß. 20 Kinder wurden angemeldet. Für diese kurze Zeit sind 20 Kinder ein beachtlicher Erfolg. Schließlich müssen sich Eltern schon wesentlich früher darum kümmern, wo sie ihre Kinder in den Sommerferien unterbringen. Es ist offensichtlich, dass Eltern im O-Dorf die Sommerbetreuung brauchen.
Nun ist der Sommerkindergarten geplatzt. Es gäbe kein Personal, heißt es von Vizebürgermeister Kaufmann. Es war eine kurze Zeit alles einzurichten, keine Frage. Dass es aber an Personal mangelt, bezweifle ich stark. Es scheint mehr, dass der Wille, den mehrheitlichen Beschluss des Gemeinderates umzusetzen, bei der Fraktion FI endenwollend ist.
Auch in Igls wollten Eltern eine Sommerbetreuung. Nach Absage von Vizebürgermeister Kaufmann organisierten sich die Eltern alles selbst und bitten nun um finanzielle Unterstützung.
In vielen Stadtteilen bietet die Stadt Sommerbetreuung an. Manche Stadtteile sind aber offenbar Stiefkinder und werden nicht beachtet, obwohl der Bedarf vorhanden ist.

Blog-Archiv