Die liebe Wohnstraße

Heute habe ich Verkehrsausschuss und 2 Akten auf Einführung einer Wohnstraße, die von amtswegen abgelehnt werden. Die Fahrbahn ist eine Fahrbahn und exklusiv für Fahrende (mit Auto, Bus oder Fahrrad) reserviert. Will man die Fahrbahn einem anderen Nutzen zuführen, braucht es eine Genehmigung. Z.B. für ein Straßenfest muss die eigentliche Nutzung aufgehoben werden und die Benützung der Straße für Spiel, Kultur, Fest erlaubt werden. Das gleiche gilt bei der Wohnstraße - sie gibt Kindern das Recht, auf der Fahrbahn zu spielen und Erwachsene haben besonders rücksichtsvoll zu fahren.
Bei jedem Antrag auf Genehmigung einer Wohnstraße kommt annähernd dieselbe Argumentation:
  • Wohnstraße bedeute Schrittgeschwindigkeit für Autofahrende und das werde nicht eingehalten
  • Ein-/Ausparkende müssen auf spielende Kinder achten und dazu fehlen die Sichtverhältnisse
  • es fahren eh wenig KFZ
  • im Interesse der Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs sei die Wohnstraße abzulehnen
Aus Sicht des Autofahrenden verständlich. Aus Sicht des Kindes nicht.
Wieviel öffentlichen Raum stellen wir Kindern zur Verfügung? Darf Kind nur auf Spielplätze und in Privatgärten spielen, um Erwachsene bloß nicht zu stören? Sind wir Erwachsenen wirklich nicht bereit, auf Kinder Rücksicht zu nehmen? Das glaub ich nicht.
Was ist eure Meinung dazu?

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