Und wieder musste ein guter Betrieb zusperren

2001 vergab die Bundesregierung die sogenannte "Behindertenmilliarde". Daraus entstanden österreichweit Projekte für Menschen mit Behinderung, die in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden sollten. Ein solches Projekt war auch "insieme-express" in Innsbruck. 10 Menschen fanden reguläre Arbeit im Bereich Hausmeister/Wartung der Außenanlagen. 10 Jahre später ist Schluss damit. Der Bund strich seine Jahressubvention von 160.000 Euro. Dabei konnte der Betrieb einige wirtschaftliche Erfolge vorweisen. So erwirtschaftete sie jährlich 160.000 Euro netto, dh. ca. 30.000 Euro ging über die Mehrwertsteuer wieder zurück an den Staat (gemeinnützige Vereine sind nicht Vorsteuerabzugsberechtigt). Dann kam natürlich die Lohnsteuer wieder an den Staat retour.
Unabhängig von den Steuerrückzahlungen bedeutete das Projekt für diese 10 Menschen Anerkennung und Wertschätzung.
Wie wäre es mit ein paar Regierungsinserate weniger? Schon hätten 10 Menschen, die es am regulären Arbeitsmarkt sehr schwer haben, wieder Arbeit.

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