Was sind uns die Bäume in Innenhöfen wert

Anlassfall ist ein über 100-jähriger Ginkobaum im Innenhof Erlerstraße / Meranerstraße. Der Ginkobaum ist bereits gefällt, da Innsbruck keine rechtliche Handhabe hat, Bäume in Höfen vor Tiefgaragenbauten zu schützen. Daher ist unsere Forderung, endlich die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, um der Stadtplanung auch die Möglichkeit zu geben, innenhofprägende Bäume vor Investoreninteressen zu bewahren. Das heißt nicht, dass jeder Baum auf Teufel komm raus erhalten werden muss. Es heißt, dass ein anderer Diskurs stattfinden kann und Bäumen einen höherer Wert beigemessen wird als nur der Brennwert.
Auf Innenhöfen lastet ein erheblicher Druck. Da die Stellplatzverordnung vorschreibt, dass pro Wohnung ein Abstellplatz gemacht werden soll, steht bei Abriss/Neubau eines Teilhauses immer der dazugehörende Innenhof in Frage. Und, auf einer Tiefgarage wachsen halt nur mehr Minibäume. Der fehlende Wurzelraum stoppt das Wachstum von neugesetzten Bäumen.
Beispiele gibt es schon, wie der Diskurs und die rechtlichen Möglichkeiten verankert werden könnten - Graz, Wien und Freiburg. Es gibt sicher noch genug andere Städte, die den Wert von Innenhöfen erkannt haben und eigene Programme fahren. Wenn ihr gute Beispiele kennt, dann mailt sie mir bitte.


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