Die Markthalle Innsbruck

Die Markthalle Innsbruck gehört zu gleichen Teilen der Landeslandwirtschaftskammer und der Wirtschaftskammer. Jahrelang bilanzierte die Markthalle negativ. In den letzten Jahren ist es gelungen, wenigstens ausgeglichen, dh. mit einer schwarzen Null, zu bilanzieren. Das Gebäude selbst ist stark sanierungsbedürftig. Es wurde auch nie ins Gebäude investiert (außer Kleinigkeiten), sodass der Zustand jenseitig ist. Damals bei der Errichtung in den 50er-Jahren hat man nicht auf Energieeffizienz oder Bausubstanz im Allgemeinen geschaut.

Nun wollen die beiden Gesellschafter die Markthalle der Stadt Innsbruck um 1 Euro schenken.
Es gibt aber ein paar ungeklärte Sachen. Da gibt es zum Beispiel die ungeklärte Dienstbarkeit der Ärztekammer. Diese besagt, dass die Markthalle nicht höher als ebenerdig sein darf, damit die Aussicht bei ihrer Immobilie nicht gestört wird. Das klingt jetzt im ersten Moment lächerlich. Aber so eine Dienstbarkeit kann jeglichen Neubau und bessere Nutzung der Markthalle verhindern.

Das Gebäude ist hinfällig. Das noch zu sanieren, wäre hinausgeschmissenes Geld, dh. Abriss und Neubau. Aber was für ein Neubau? Darüber schweigt sich die Stadt aus. Und vor allem, machen wir das selbst und tragen dann auch selbstverständlich die Kosten oder wird das Gebäude einem Investor angeboten? Hotelpläne schwirrten ja schon mal herum.

Es hätte schon seinen Charme, sich die Markthalle zu schnappen. Da könnte ein tolles Projekt in diesem Grätzel entstehen. Die Hochgarage haben wir uns ja schon geholt, dann hätten wir auch die Markthalle und den Marktplatz. Daraus ein neues, für die Allgemeinheit nutzbares, multifunktionales Kleinzentrum zu schaffen, hätte was.

Davor müssen wir aber die Ungereimtheiten klären. Ansonsten kaufen wir die Katze im Sack und stehen vor unkalkulierbaren Kosten. Das könnte dazu führen, dass wir es gezwungenermaßen an einen Investor verklopfen müssten. Und das ist das letzte, was wir Grüne wollen.

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