Die ÖVP und die Innsbrucker Lobbyistenaffäre

Es sei alles nichts gewesen und die Opposition übertreibt doch maßlos. Der Deal mit dem gekauften Bürgermeister im Kaunertal mit gestellter Rechnung Grubers sei selbst vom Landesrechnungshof abgenickt worden. Ach ja, und die 1,5 Stunden verdeckte Einflussnahme zugunsten der TIWAG und zum Nachteil der Stadt und somit zum Nachteil aller Innsbruckerinnen und Innsbrucker sei doch bitte auch ganz normal. Jede und jeder im Gemeinderat gehe doch einem Brotberuf nach. So die Argumentation. Und dann deckt man Medien mit Inseraten ein und schon hat man die gewünschte Berichterstattung.

Wer glaubt, nur Faymann und Co nehmen Einfluss auf Medien, der irrt. Wer glaubt, dass ein Rechnungshof die Moral beurteilt, irrt auch. Wer glaubt, dass Einflussnahme nur auf EU-Ebene vorkommt, irrt ebenso.

Schweigen, nichtreagieren und aussitzen ist die Methode Grubers. Ist bewährt und hat sich schon beim sogenannten "Schweigekanzler" Schüssel als wirkungsvoll erwiesen.

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