CleanClothes - Südwind untersucht Sportbekleidungsindustrie



Gestern ging Südwind wieder an die Öffentlichkeit (vor dem Landesmuseum) und informierte über die Praktiken der Sportbekleidungsindustrie. Hungerlöhne bei den ArbeiterInnen, hohe Gewinne bei den Konzernen. Von ökologischer Produktionsweise braucht man gar nicht reden.

Solange wir Label-verliebt einkaufen, werden die Konzerne uns das gekaufte Glück liefern. Sodala, und jetzt wird es schwierig. Woher bekommen wir fair produzierte Kleidung? Praktisch nirgends. Die Standards der internationalen Firmen sind unter jeder Kritik. Die CEOs werden von Tag zu Tag reicher, die ArbeiterInnen in den Fabriken ärmer. Die Arbeitsbedingungen in den Fabriken sind haarsträubend, gewerkschaftliches Engagement wird mit Entlassung verhindert (war bei uns vor mehr als 100 Jahren nicht viel anders).

Es scheint unlösbar und ein Kampf David gegen Goliath. Doch Südwind hat mit seinen internationalen Aktionen bereits einiges verändern können. Großkonzerne scheuen öffentliche Kritik wie der Teufel das Weihwasser und genau da setzt Südwind an. Je mehr wir uns in unserer satten Welt einsetzen und engagieren, desto mehr Standards können bei den Konzernen durchgedrückt werden. Lebensphilosophie wird es bei den CEOs nie werden. Dafür bräuchte es andere CEOs, die Verantwortung als oberstes Prinzip ihrer Tätigkeit begreifen.

Wir können die Forderungen von Südwind ganz einfach unterstützen - mit Unterschriften. Südwind übernimmt dankeswerterweise die aufwändige Arbeit der Öffentlichkeitsarbeit.

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