Feinstaub macht uns kaputt

Alle Jahre wieder steigen die Feinstaubwerte, sobald der Winter naht. Dabei ist Feinstaub nicht gleich Feinstaub. Vor allem der Dieselruß der PKWs und LKWs ist schwerst gesundheitsschädlich. Die giftigen Abgase bekommen wir täglich auf unseren Straßen ins Gesicht geblasen.

Die Veranwortung zum Handeln wird wie eine heiße Kartoffel herumgereicht. Bundesminister Berlakovich erklärt sich für unzuständig, die Landeshauptleute stecken den Kopf in die Erde und auf Stadtebene fürchtet man sich vor konsequentem Tun. Ich komme mir vor wie in einer Bananenrepublik.
Man weiß schon lange, was man gegen die starke gesundheitliche Belastung tun könnte. Wollen muss man nur. Dass heute Verkehrsstadtrat Pechlaner Umweltzonen fordert, ist hübsch. Mein Antrag dazu liegt seit Jahren bei ihm in der Schublade.
Ja, es braucht Mut. Die Autolobby ist stark und laut. Das Ding Auto wird über den Menschen gesetzt. Das Ding Auto ist kräftig und gewaltvoll. Die täglichen Bilder von Unfällen und deren zerstörerischen Wirkung beeinflussen uns natürlich und wir schrecken vor dieser Gewalt zurück. Es geht ja so weit, dass Verlustängste bei Einschränkung der Benützung des Autos entstehen. Als wenn es einer Amputation gleichkommen würde.

Wir sollten das Ding Auto betrachten, was es ist. EIN DING, das, sinnvoll eingesetzt, eine gute Erfindung ist. Nur mit dem „sinnvoll“ hapert es ein wenig.

Wir können eigentlich nur gewinnen, wenn wir das Ding auf seinen Platz verweisen:
  • Luft zum Atmen
  • Lärmreduktion für unsere strapazierten Ohren
  • mehr Platz für uns Menschen
  • einfach mehr Lebensqualität

Wenn wir unsere Komfortzone nicht verlassen, vergiften wir uns selbst. Daher sei mir folgende Frage erlaubt: „Sind wir wirklich so blöd, dass wir aus Bequemlichkeit den Ast absägen, auf dem wir sitzen?“

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