Die Veranwortung zum Handeln wird wie eine heiße Kartoffel herumgereicht. Bundesminister Berlakovich erklärt sich für unzuständig, die Landeshauptleute stecken den Kopf in die Erde und auf Stadtebene fürchtet man sich vor konsequentem Tun. Ich komme mir vor wie in einer Bananenrepublik.
Man weiß schon lange, was man gegen die starke gesundheitliche Belastung tun könnte. Wollen muss man nur. Dass heute Verkehrsstadtrat Pechlaner Umweltzonen fordert, ist hübsch. Mein Antrag dazu liegt seit Jahren bei ihm in der Schublade.
Ja, es braucht Mut. Die Autolobby ist stark und laut. Das Ding Auto wird über den Menschen gesetzt. Das Ding Auto ist kräftig und gewaltvoll. Die täglichen Bilder von Unfällen und deren zerstörerischen Wirkung beeinflussen uns natürlich und wir schrecken vor dieser Gewalt zurück. Es geht ja so weit, dass Verlustängste bei Einschränkung der Benützung des Autos entstehen. Als wenn es einer Amputation gleichkommen würde.
Wir sollten das Ding Auto betrachten, was es ist. EIN DING, das, sinnvoll eingesetzt, eine gute Erfindung ist. Nur mit dem „sinnvoll“ hapert es ein wenig.
Wir können eigentlich nur gewinnen, wenn wir das Ding auf seinen Platz verweisen:
- Luft zum Atmen
- Lärmreduktion für unsere strapazierten Ohren
- mehr Platz für uns Menschen
- einfach mehr Lebensqualität
Wenn wir unsere Komfortzone nicht verlassen, vergiften wir uns selbst. Daher sei mir folgende Frage erlaubt: „Sind wir wirklich so blöd, dass wir aus Bequemlichkeit den Ast absägen, auf dem wir sitzen?“

Das Auto mag ein Verursacher sein. Doch was ist mit den Holzheizungen. Das Zeugs, was da raus geht, muss weitaus schädlicher sein. Man sieht die sich verteilende Trübung bei den Kaminen deutlich. Da ist selbst der so verteufelte Dieselwagen harmlos.
AntwortenLöschenVergessen darf man auch nicht, dass eine warme Wohnung kein Menschenrecht ist - im Gegensatz zur freien Verkehrsmittelwahl.
Eine freie Verkehrsmittelwahl ist kein Menschenrecht, denn die Freiheit des einen endet dort, wo sie die des anderen einschränkt.
AntwortenLöschenAus diesem Grund dürfen wir z.B. nicht mit drei Spuren glöeichzeitig belegenden Panzern herumfahren. Genau das muss weiter nach unten skaliert werden, denn die (privaten) AutofahrerInnen schränken die Bewegungsfreiheit aller anderen ein, mehr noch, beeinträchtigen ihre Gesundheit.
Das ist keine Herumphilosophiererei, sondern Tatsache.
Holz- und Ölheizungen sind hier nicht das Thema, das Thema, und das große Üble, ist das (private) Auto.
da muss ich dir, manni, zustimmen. die freie verkehrsmittelwahl ist KEIN menschenrecht. in stark befahrenen straßen gibt es das problem, dass der feinstaub, nonanet, bodennah ist und genau in unserer atemhöhe herumschwirrt. holzheizungen sind ein problem, sind aber lt. einem luftexperten, den ich befragt habe, nicht so ausschlaggebend wie autoabgase. kamine sind meist in einer höhe, wo bereits ein leichter wind herrscht und die parktikel verstreut werden (was zwar auch nicht klug ist, aber immer noch besser als direkt vor meiner nase).
AntwortenLöschenich hab mal eine rechnung aufgestellt. ein pelletsofen (also nit die, wo die holzscheite reingeworfen werden und das meist noch falsch) der besseren kategorie habe ich mit einem dieselauto (auch bessere kategorie) verglichen. dabei kam heraus, dass 10 stunden heizen versus 1 stunde autofahren steht.
wohnen ist EIN menschenrecht und in unseren breitengraden muss auch das heizen erlaubt sein. dass wir hier umstellen müssen, ist klar und ist auch mit dem innsbrucker energieentwicklungsplan auf schiene.
nachdem ich verschiedenste studeien kenne, wo das auto einmal für 5% des feinstaubst, ein anderes mal für 40% verantwortlich ist, stelle ich mir die frage, wie man denn ein luftexperte wird? dass der verbrennungsmotor nicht die perfekte lösung ist, ist glaube ich allen klar. wenn wir aber elektroautos wollen, müssen wir auch mehr energie produzieren. dafür brauchen wir aber mehr kraftwerke. wenn dann aber bei jedem projekt irgendein graserl oder irgendein fliegerl bedroht wird und wir darum nicht bauen dürfen, dann wirds wohl nix werden, mit dem umweltfreundlichen autofahren! die autoindustrie könnt schon viel weiter sein, wenn man nur machen dürfte!
AntwortenLöschenverbrennungsmotorautos 1:1 in elektroautos umzusetzen, ist nicht der weisheit letzter schluss. die frage muss lauten: wo macht es sinn, das auto einzusetzen und wo ist es pure bequemlichkeit. wo braucht man bessere geh-/rad-/businfrastruktur, damit die für jede und jeden einzelne notwendige mobilität gewährleistet werden kann.
AntwortenLöschenDass Feinstaub zu den extrem gesundheitsgefährdenden Substanzen gehört ist unbestritten. Sehr strittig sind jedoch die Maßnahmen die man dagagen setzen kann. Umweltzonen, wo man die sogenannten Stinker (= ältere Turbodiesel Autos) aussperrt, können zur Lösung des Problemes nicht beitragen, weil diese Fahrzeuge die gefährlichen PM10 Partikel nämlich nicht oder nur in sehr geringem Maß ausstoßen. Die Hauptverursacher bei den Fahrzeugen sind all jene Fahrzeuge ab Euro 3/4 mit Common-Rail oder Pumpe-Düse Technik, die den Kraftstoff eben sehr fein zerstäuben. Eine Umweltzone, die alte Fahrzeuge ausperrt, wird aus zwei Gründen ein Schuss in den Ofen:
AntwortenLöschen- PM10 Partikel werden nicht oder sehr wenig emittiert
- der Anteil dieser Fahrzeug ist sehr gering
Eine Umweltzone muss daher für Fahrzeuge mit Common-Rail oder Pumpe-Düse technik ohne Partikelfilter eingerichtet werden.
Wobei die Dieselpartikelfilter beim Reinigungsprozess wiederum hochgiftige Furane freisetzen.
Nachdem Wahlen auf uns zukommen, sind "Wunschzettel" erlaubt:
AntwortenLöschen- In der Höttinger Au (z.B. rund um die Dr. Stumpfstraße) rege ich die Einrichtung einer Kurzparkzone an.
- Im Bereich der ehemaligen Hauptpost sind nach dem MCI-Einzug ebendort viel zuwenig Fahrrad-Abstellbügel vorhanden
vorsicht. PM10 ist ein problem, gesundheitlich schwerwiegender sind PM2,5 bis PM0,1. und die hat uns die fortschreitende motorentechnologie bereitet. das ziel war ja hehr, nur was rausgekommen ist, ist das gegenteil von dem, was wir wollten.
AntwortenLöschenaso?
AntwortenLöschen---
ihr seids so weit weg, von den "wirklichen" proplemen der menschen.
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pokorny, pitscheider, zach-sooderso
keine bewegung.
wow, was für eine konstruktive kritik.
AntwortenLöschen;)
AntwortenLöschengar nicht zum thema, aber weil es mich interessiert. was hältst du von dem artikel, soll man da weiter dagegen arbeiten, obwohl die mehrheit dafür ist?
AntwortenLöschenhttp://orf.at/stories/2091730/2091726/
Ich war zwar nicht gefragt, antworte aber trotzdem :) Zu S21 kann man sich aufgrund der Komplexität keine fundierte Meinung bilden, ohne sich intensivst damit beschäftigt zu haben. Und selbst dann ist's noch schwierig. Das ist wie beim BBT. Deshalb kann z.B. ich für mich nur sagen: die ExpertInnen sollen entscheiden.
AntwortenLöschenAlso ich habe seit 1997 diese Bilder vom HBF-Stuttgart vor mir http://www.duesseldorf-blog.de/wp-content/uploads/7880_pict_34-35_wels.jpg, http://www.build-magazin.com/tl_files/build/news/themenbeitrag/kw13/ingenhoven/Hauptbahnhof_Stuttgart_au%C3%9Fen.jpg, http://www.duesseldorf-blog.de/wp-content/uploads/2009/03/bahnhof.jpg und hatte mich gewundert, warum man nun über ein Projekt streitet, das damals klar entschieden wurde.
AntwortenLöschenZumindest architektonisch ist das Projekt gut (wenn es so ausgeführt wird).
Immerhin sollte die Bahn ja Zukunft sein - wenn man nun Straßenprojekte infragestellt, die 1997 entschieden wurde, verstehe ich das.
sorry, dass ich mich nicht gemeldet habe. aber die woche hat ziemlich stressig begonnen.
AntwortenLöschenzu stuttgart 21: es ist ein sehr komplexes projekt und ist ja nicht nur eine untertunnelung von stuttgart selbst. was meiner meinung nach der kapitalfehler war, war, dass die stuttgarterInnen selbst zu wenig eingebunden waren. und wer stuttgart kennt, weiß auch, wie wichtig dieser park ist, um den schlußendlich der konflikt ausgebrochen ist. ich trau mir aber nicht zu, dieses projekt im gesamten zu beurteilen, weil ich über die hintergrundinformationen nicht verfüge.