Markt- und Kulturzentrum am Inn - warum nicht?



Die Markthalle ist nun zum symoblischen Preis von 1 Euro von der Stadt Innsbruck übernommen worden. Es gibt da zwar noch das Problem der Dienstbarkeit der Ärztekammer, aber so schnell werden wir uns nicht unterkriegen lassen. Auch das wird sich in Wohlgefallen auflösen. Gemeinsam mit dem Grundstück der Hochgarage, die bereits im Besitz der Stadt ist und mit dem Marktplatz öffnen sich ganz spannenden Möglichkeiten für eine neue Nutzung als Markt- und Kulturzentrum.

Wir Grüne wünschen uns ein Zentrum der Kreativität, Phantasie und Kompetenzbündelung. Wir brauchen dringend Proberäume für die junge Musikszene. Wir brauchen dringend Räumlichkeiten für die freie Tanzszene. Die Computerfreaks dürfen auch nicht vergessen werden. Und dann raus damit auf den Marktplatz, mitten im Herzen der Stadt. In vielen Städten ist es ganz normal, dass sich KünstlerInnen auf der Straße präsentieren – ganz unbürokratisch. Kreativen Talenten Platz zu bieten, ist uns ein wichtiges Anliegen. Gleich ob jung oder alt, es braucht Räume, um sich zu entfalten.

Wir Grüne wünschen uns auch, dass das Marktgeschehen bestehen bleibt. Es sollen weiterhin regionale bäuerliche Produkte mitten im Zentrum der Stadt erstanden werden können. Das hat seinen besonderen Wert und erfüllt auch als Treffpunkt eine wichtige Funktion.

Vor längerer Zeit schwirrten Hotelpläne für die Markthalle herum. Das wäre ein weiterer Schritt hin zur Privatisierung öffentlichen Eigentums. Das soll nicht passieren. Öffentliches Eigentum soll öffentlich bleiben und für mehr als Gewinnmaximierung verwendet werden. Wir Grüne wollen einen offenen Raum für Jung und Alt schaffen, in dem es vor Kreativität nur so pulsiert. Wir Grüne wollen ein Marktgeschehen, das regionalen Produkten Raum gibt. Grünraum darf natürlich bei uns Grünen nicht fehlen. Wenn man sich den heutigen Zustand dieses Grätzels anschaut, dann könnte man fast verzweifeln. Die Hochgarage ist eine Bauschande. Mitten im Zentrum wertvollen Grund für das Abstellen von Autos zu verschwenden, finden wir Grüne jenseitig. Rund um die Markthalle sieht es nicht besser aus. Und der Marktplatz selbst liegt im Dörnröschenschlaf und wird hauptsächlich für kommerzielle Veranstaltungen verwendet. Es braucht dringend grüne Ruhezonen und Nischen, die frei zugänglich sind. Ein kleiner Plausch auf der Parkbank unter einem Baum tut uns allen gut.

Das Grätzel Hochgarage – Markthalle – Marktplatz geht spannenden Zeiten entgegen. Wir Grüne werden uns für einen offenen, bürgerInnennahen Prozess einsetzen. Dann kann ein wirklich interessantes Projekt entstehen. Die Entwicklung dieses Grätzels wird natürlich einiges kosten. Mitten im Zentrum Raum für alle zu schaffen, sollte es uns aber wert sein, etwas Geld in die Hand zu nehmen.





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