Öffentlichen Verkehr bitte nicht verkomplizieren



Will man viele Fahrgäste, gehört neben Pünktlichkeit, Sauberkeit und Verlässlichkeit, auch Unkompliziertheit dazu. Das Tiroler Zonensystem entspricht dem sicherlich nicht. Außerdem ist es viel zu kleinräumig konzipiert. Für relativ kurze Strecken (zb. Innsbruck - Hall) zahlt man gleich 3 Zonen, obwohl das ja wirklich nicht weit ist.
Betriebswirtschaftlich hat der VVT, der für die Zoneneinteilung verantwortlich ist, schon recht. Je kleiner die Zone desto mehr Einnahmen. Volkswirtschaftlich gesehen ist das aber ein Nonsens. Es ist Zeit, in größeren Zusammenhängen zu denken und zu wirtschaften. Für Tirol genügen eigentlich 4 bis 5 Zonen. Der Öffentliche Verkehr muss einfach zu handhaben, schnell durchschaut und unkompliziert sein. Ansonsten braucht es niemanden zu wundern, dass das Auto verwendet wird.
Das schrägste ist ja, dass wenn Innsbruck durchfahren wird, plötzlich für diese 2 Zonen zu zahlen sind, obwohl man in Innsbruck überhaupt nichts zu tun hat und nicht aussteigt. Die im Bild abgebildete Haltestelle ist die Haltestelle "Völs Ziegelei" und gehört zur Innsbruck-Zone. Wenn ich nun von Völs nach Götzens will muss ich von Völs stadteinwärts zu dieser Haltestelle, die Straße queren und bei der gegenüberliegenden Haltestelle den stadtauswärtsfahrenden Götzner-Bus nehmen. Das ist bereits ein Durchfahren Innsbrucks, dh. 2 Zonen mehr bezahlen. Hä? Das ist kurios und kundInnenfeindlich.
Wir brauchen dringend eine Reform des Zonensystems mit 4 bis 5 Zonen in ganz Tirol.

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