Agrargemeinschaften und Innsbruck

Im gestrigen Gemeinderat gab es mehrere spannende Geschichten. Ich beginn mal mit den Agrargemeinschaften. Innsbruck kämpft seit Jahren gegen die Enteignung in Vill und Igls. Nun haben wir verloren. Da werden die Sektkorken ordentlich geknallt haben. Allein in Vill kassieren ca. 15 Leute über 600.000 Euro für das Ahrental, wo wir unseren Müll lagern. Das Ahrental war im Besitz der Stadt Innsbruck, in den 50er Jahren enteignet. Die damalige Enteignung liest sich wie ein Krimi, allerdings ein schlechter Krimi. Diejenigen, die sich bereichert haben, haben selbst auch darüber entschieden (da gabs dann sicher auch eine Jubelfeier). Die Innsbrucker Vertretung bei den Verhandlungen wurde krank, war verhindert usw. So ein komischer Zufall. Die damaligen Agrarier waren sehr geschickt. Sie machten eine Hauptteilung und das ist mit der jetztigen Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes unumkehrbar. Der Anspruch der Stadt Innsbruck auf ihr eigenes Eigentum ist somit dahin. Trotzdem bleibt Unrecht Unrecht. Trotzdem bleibt Enteignung von Gemeindegrund zugunsten einiger weniger eine Frechheit.

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