Es kann ein neues StudetnInnenwohnheim entstehen

Auch das war eine skurrile Geschichte. Unter Alt-Vizebürgermeister Sprenger wurde das "Heim am Hofgarten" in der Kaiserjäger Straße für die Sanierung ausgeschrieben. Über Jahre hat sich dieser Prozess hingezogen bis zu diesem Sommer, wo die Idee eines StudentInnenwohnheims endlich auch als Vorschlag im Stadtsenat war (angefallene Planungskosten: ca. 1,5 Mio. Euro).

Heute wurde darüber entschieden, welcher Anbieter den Zuschlag bekommen sollte. Es blieben im Bieterverfahren 2 über: home4students und WIST. Jetzt muss man wissen, dass ersterer eher schwarz dominiert ist und zweiterer rot. Die SPÖ favorisierte natürlich WIST. WIST ist schon sehr marktdominierend in Innsbruck ist. Nur das Problem ist, dass WIST weniger bot als die andere Firma. Nichtsdestotrotz warf sich Stadträtin Pokorny-Reiter in die Diskussion und wollte mit allen möglichen Argumenten die home4students madig machen. Eines war zB., dass home4students die angefallen Planungskosten von knapp 1,5 Mio Euro in 3 Raten bezahlen will und daher ein Zinsverlust für die Stadt entstehe (eine Voraussetzung im Bieterverfahren war, dass diese Kosten zur Gänze übernommen werden). Stimmt rein prinzipiell. Nur, home4students hat mehr für den jährlichen Baurechtszins, der an die Stadt geht, geboten. Innerhalb von 3 Jahren ist dieser Zinsverlust ausgeglichen und dann bleibt auf weitere 57 Jahre ein höherer Baurechtszins als bei WIST. Somit ist das das bessere Angebot.

Dann wurde lang über die möglichen Mieten debattiert. WIST sei so günstig, bei home4students wisse man das nicht ... So, nun ist es so, dass beide Anbieter ein Wohnbauförderdarlehen brauchen, um die anstehende Adaptierung und die Neubauten zu finanzieren. Wohnbauförderung deckelt automatisch die Mieten, sodass kein StudtentInnenwohnheim mit freien Mietangeboten entstehen kann. Beide Anbieter müssen sich erst darum kümmern. Deshalb ist im Stadtsenatsbeschluss folgendes drinn: Wenn Wohnbauförderung und damit günstige Mieten, darf umgesetzt werden. Wenn nicht, geht alles zurück an die Stadt.

Wichtig ist zu erwähnen, dass bei der Diskussion von der SPÖ nur Stadträtin Pokorny-Reiter sprach. So, und dann kam die Abstimmung. Und bevor diese startete, kam der Knüller. Stadtrat Pechlaner verkündete, sich der Stimme zu enthalten, weil er Vorsitzender der WIST ist.

Mehr brauch ich dazu nicht zu schreiben.

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