Laut Berechnungen der Allgemeinen Unfallversicherung sind den Tiroler ArbeitgeberInnen durch Krankenstände der ArbeitnehmerInnen allein in Monat November Mehrkosten von 2,5 Millionen Euro entstanden. Ob in den Zahlen auch der Pflegeurlaub der Eltern miteinberechnet ist, die bei ihren kranken Kindern wachen müssen, geht leider nicht hervor.
Ich glaube, dass wenn die Abgase für das menschliche Auge sichtbar wären (violett oder blau zB), wir flugs reagieren würden. Da wir die Belastung aber nicht sehen, ist es wie mit vielem anderen - Was nicht sichtbar ist, wird ignoriert.
In einem muss ich der Allgemeinen Unfallversicherung widersprechen. Gratis Öffi ausschließlich an Tagen mit starker Belastung anzubieten, ist ein Schuß ins Knie. Erstens wissen Leute, die nie mit dem Öffi fahren, gar nicht, wie sie mit Bus oder Bahn an ihr Ziel kommen (dh. sie fahren weiterhin mit dem Auto). Zweitens wären Bus und Bahn, sofern Leute aus Verantwortungsbewusstsein wirklich umsteigen, so voll, dass ihnen die Lust am Öffi gleich wieder ausgetrieben wird.
Unsere grüne Forderung ist: ganzjährig günstige Tickets, Bevorrangung und Nullwartezeit für Öffis bei Stauzonen und bei Ampeln, Taktverdichtungen und neue Lineineinführung, wo notwendig.

Das Problem: Die Wirtschaft (also nicht wir alle, sondern „die) rechnet ihren Erfolg über das Bruttosozialprodukt. Das ist aber gar nicht sozial. Denn wenn jemand durch den Verkehr, der unserer Wirtschaft angeblich gut tut, erkrankt, dann jahrelang daran laboriert und damit wieder Geld ausgibt, um seinen Gesundheit zur richten, wird das nur zu einem Anstieg dieses Bruttosozialprodukts führen. Unterm Strich also ein + in der Statistik.
AntwortenLöschenEbenso die Umwelt…wenn die Treibhausgasse zunehmen und damit die Extremwetterlagen sich häufen gibt es auch mehr Schäden am Wohnraum. Die müssen ausgebessert werden und das tut wiederum der Bauwirtschaft gut. Also ein Gewinn im Bruttosozialprodukt.
Dass wir (also nicht die Wirtschaft, sonder „wir“) damit in einer Tretmühle sitzen, die nur heiße Luft aber keinen Sinn produziert, sondern noch der Wirtschaft gut tut merken wir zwar langsam – aber offenbar noch nicht gut genug.
Wir sind die Wirtschaft. (Und nicht allein der Bodenseer ;-)
Danke für diese grundsätzliche Feststellung. Ich vergesse es auch zu oft.