Einen guten Rutsch ...

... ins Neue Jahr wünsch ich allen. Der Schnee deckt Innsbruck zu. Ich find das wunderschön. Auch wenn die Wege etwas mühsam werden.
Die kommende Woche werdet ihr auf dieser Seite nichts zu lesen bekommen. Ich vertschüss mich zum Langlaufen und Eislaufen und bin erst wieder zu Schulbeginn da.

Wir brauchen ein Großraumticket für den Öffentlichen Verkehr

Alle Jahre wieder werden die Preissteigerungen bei Löhnen und Betriebsmitteln an die Fahrgäste weitergegeben. An sich ja ein betriebswirtschaftlich logischer Vorgang. Nur, aus gesamtwirtschaftlicher Sicht können die Preiserhöhung nicht hingenommen werden. Wir müssen den Öffentlichen Verkehr reformieren.
Einfacher Zugang, eine Zone und günstige Ticketpreise - das sind ganz wichtige Bestandteile, um die Menschen auf den Öffentlichen Verkehr zu bringen. Jährliche Steigerungen, die je nach Ticketart die tariflichen Lohnanpassungen der meisten Branchen weit übersteigen, sind kontraproduktiv. Und Kleinzonenwahn, der einen zur Verzweiflung treiben kann, ist auch kontraproduktiv.
Der Großraum Innsbruck braucht endlich ein Großraumticket, einfache Handhabung und eine verlässliche Preispolitik.

Graßmayrkreuzung, die nächste Geschichte

Ich hoffe, ihr hattet alle erholsame Feiertage und viele gute Freundinnen und Freunde um euch herum.
Ich habe mir auch ein bisschen freigenommen und staunte dann nicht schlecht, als ich die xte Geschichte zur Graßmayrkreuzung in der Tiroler Tageszeitung las. Da streiten doch glatt Stadt und Land wegen Grünstreifen und Bäumen herum. Das Land Tirol will dafür keine Grundstücksverhandlungen führen, die Stadt besteht auf Begrünung. Nun, man kann das ganz einfach lösen. Das gesamte Projekt einstampfen und endlich darüber reden, was wir in 10 bis 20 Jahren überhaupt an Infrastruktur brauchen. Jetzt 40 Millionen Euro in eine Kreuzungsuntertunnelung und einen Kreisel zu verschwenden, die bei ersterem zu einer Verlagerung des Staus um ein paar hundert Meter und bei zweiterem eine ampelfreie Anbindung von der Autobahn bis ins Zentrum bringt, zeigt, dass immer noch in alten Kategorien gedacht und geplant wird. Langsam sollte es wirklich in den Köpfen drinn sein, dass das Auto in seiner jetztigen Verschwendungssucht auf Dauer nicht mehr leistbar ist.
Wir brauchen ganz andere Konzepte, damit wir auch morgen mobil sein können. 40 Millionen Euro für kurzfristige Maßnahmen zu versenken, finde ich jenseitig und verantwortungslos.

Feinstaub, Dieselruß und Co



Auch wenn es jetzt schneit und die Feinstaubproblematik kein Thema mehr ist, bleibt es aktuell. Die nächsten Überschreitungen kommen so sicher wie das Amen im Gebet. Langfristig haben wir Grünen nun durch einen Mehrparteienantrag durchgesetzt, dass, wie beim Innsbrucker Energieentwicklungsplan, endlich konkrete Maßnahmen erarbeitet werden. Bei ersterem geht es um die Raumwärme, bei zweiterem nun um die ökologischen und wirtschaftlich vernünftigeren Möglichkeiten, von A nach B zu kommen

Das Photoalbum "Innsbruck informiert" wurde abgedreht

Im letzten Gemeinderat schlossen sich mehrere Fraktionen zusammen, um das Fotoalbum "Innsbruck informiert" auf neue Füße zu stellen. Derzeit ist es ja so, dass sich die Informationen für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker in Grenzen halten, dafür aber die Fotoserien für die Bürgermeisterin ausufernd sind. Ab und zu darf auch ein amtsführender Stadtrat oder Stadträtin der ÖVP und SPÖ aus dem Heftchen lächeln. Das ist aber nicht der eigentliche Sinn und Zweck einer amtlichen Mitteilung.
Am Donnerstag beschlossen nun 23 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, dass die Zeitung neu konzipiert werden muss. Bis dorthin darf diese nur mit den amtlichen Mitteilungen und den Terminen herauskommen. Nun, das lässt sich die Bürgermeisterin natürlich nicht so einfach gefallen. Die kolportierten Pönalzahlungen bei Einstellung des derzeitigen Blattumfangs von 840.000 Euro sind für mich unglaubwürdig. Da kann ich nur sagen: Vertrag auf den Tisch legen.
Außerdem will ich wissen, warum "Innsbruck informiert" auch in den Bezirk Innsbruck-Land verschickt wird. Schließlich kann man sich die Ausgaben auch im Internet ansehen, da braucht es keinen postalischen Versand. Wird wohl mit der Werbung zusammenhängen - je höher die Auflage, desto höher der Preis. Nur, dafür ist das Mitteilungsblatt nicht gedacht.

Grundstücksgeschäfte und die schiefe Optik

Das Kontrollamt Innsbruck hat sich die Grundstücksgeschäfte des Herrn Wittauer mit der Stadt Innsbruck, unter maßgeblicher Beteiligung des Maklers Pertl, näher angeschaut. Jetzt muss man wissen, dass Herr Pertl angelobter Gemeinderat der Liste Für Innsbruck ist und manchmal im Gemeinderat einen Kollegen vertritt.
Das Kontrollamt Innsbruck konnte bei einem großen Grundstücksgeschäft viele viele Unterlagen nicht finden. So z.B. warum Herr Pertl Provision kassierte, obwohl er bei keinem einzigen Verhandlungsgespräch dabei war. Noch interessanter ist, dass bei diesem Grundstücksgeschäft ein Verhandlungsergebnis vorlag: 266 Euro/m2. Dann findet sie eine handschriftliche Notiz: 266 Euro/m2 + 1,5% und der Quadratmeterpreis steigt auf 270 Euro.
Im Beschlussakt für den Stadtsenat und den Gemeinderat findet man viele viele Zahlen und wie aufwändig die Preisfindung war. Die Zahl 266 findet man nirgends. Auch von den zusätzlichen Provisionszahlung findet man kein Sterbenswörtchen.
Dass Makler Gebühren verlangen, ist nichts ungewöhnliches. Ich erwarte mir aber von einem angelobten Gemeinderat seriöses Handeln und volle Transparenz. Ansonsten braucht es niemanden zu verwundern, wenn ein schaler Nachgeschmack zurückbleibt. Auch bei der Fraktion selbst bleibt was picken.
Im gestrigen Gemeinderat wurde zwar viel geredet, aber wenig aufgeklärt. Und, was ich ja besonders amüsant finde, Herr Pertl in höchsten Tönen gelobt, wie er sich für die Stadt einsetze. Tja, das hab ich gleich zerlegen könne. Es gibt nämlich noch ein angebahntes, aber geplatztes Grundstücksgeschäft durch Herrn Pertl. Und da findet man leider weit und breit nichts, dass voller Einsatz für die Stadt gezeigt wurde. Ganz im Gegenteil. Die städtische Abteilung, die den Preisvorschlag geprüft hatte, war um 500.000 Euro günstiger. Und eine wichtige Dienstbarkeit, die das Grundstück belastet, hat der Makler nicht auf den Tisch gelegt. Das kam kurz vor Verhandlungsschluss vom Verkäufer selbst. Dieses Geschäft haben wir natürlich zurückgewiesen.
Außerdem war sich die Fraktion Für Innsbruck nicht zu dreist, über das Kontrollamt zu schimpfen, was die für eine unvollständige Arbeit abgeliefert hätten. Ist natürlich blöd, wenn man dabei ertappt wird, dass intransparent gearbeitet wird.
Die Fraktion für Innsbruck und mit ihr die Bürgermeisterin braucht sich nicht zu wundern, dass Freunderlwirtschaft gemunkelt wird. Vollständige Aufklärung gab es im gestrigen Gemeinderat nicht.

Agrargemeinschaften und Innsbruck

Im gestrigen Gemeinderat gab es mehrere spannende Geschichten. Ich beginn mal mit den Agrargemeinschaften. Innsbruck kämpft seit Jahren gegen die Enteignung in Vill und Igls. Nun haben wir verloren. Da werden die Sektkorken ordentlich geknallt haben. Allein in Vill kassieren ca. 15 Leute über 600.000 Euro für das Ahrental, wo wir unseren Müll lagern. Das Ahrental war im Besitz der Stadt Innsbruck, in den 50er Jahren enteignet. Die damalige Enteignung liest sich wie ein Krimi, allerdings ein schlechter Krimi. Diejenigen, die sich bereichert haben, haben selbst auch darüber entschieden (da gabs dann sicher auch eine Jubelfeier). Die Innsbrucker Vertretung bei den Verhandlungen wurde krank, war verhindert usw. So ein komischer Zufall. Die damaligen Agrarier waren sehr geschickt. Sie machten eine Hauptteilung und das ist mit der jetztigen Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes unumkehrbar. Der Anspruch der Stadt Innsbruck auf ihr eigenes Eigentum ist somit dahin. Trotzdem bleibt Unrecht Unrecht. Trotzdem bleibt Enteignung von Gemeindegrund zugunsten einiger weniger eine Frechheit.

Hypo Tirol

Die Landesbank Hypo Tirol versenkt in Südtirol einen Haufen Geld. Nicht das erste Mal. Auch das Bayern-Geschäft ging voll daneben (2009: 100 Millionen Steuergeld). Nun braucht die Bank eine Kapitalspritze von 230 Millionen Euro und wer darf es bezahlen? Wir.
Finanziert wird der Spaß mit den Gewinnen der TIWAG, die nun nicht ins Landesbudget fließen, sondern in die Bank. Das werden wir im Landesbudget 2012 ordentlich zu spüren bekommen. Wir werden wieder hören, dass wir sparen müssen - vorrangig natürlich Vereine im Sozial- und Kulturbereich. Und das hängt dann unmittelbar mit Innsbruck zusammen, da einige engagierte Vereine von Stadt und Land Subventionen erhalten. Wenn das Land Tirol kürzt, kann die Stadt den Beitrag erhöhen, muss aber nicht. Gut, die Konsequenzen aus der Fehlspekulation bekommen wir erst in den kommenden Jahren zu spüren.
Aber was ist mit den Konsequenzen in der Bank selbst? Sind alle Fakten auf dem Tisch oder gibt es noch, irgendwo in der Bilanz versteckt, faule Kredite? 2009 hat es schon geheißen, einmalig und überhaupt halt blöd gelaufen. Ich muss zugeben, ich glaub denen kein Wort.

Ein Radweg verschwunden



Ich staunte nicht schlecht, als ich in die Wilhelm-Greil-Straße einbog und der Radweg nach ein paar Metern einfach verschwunden war. Am selben Tag traf ich den Radverkehrsbeauftragten und konnte gleich nachfragen. Die einstmals gewesene Einbahn von der Tiefgarage Richtung Norden ist keine mehr. Allerdings dürfen motorisiert Fahrende trotzdem nicht von der Museumstraße in die Wilhelm-Greil-Straße einfahren, weil es nach wie vor verboten ist. Radfahrende dürfen weiterhin, Autofahrende, die ihr Ding in diesem Abschnitt geparkt haben, können nun aber auch nach Süden abfahren und belasten somit die Museumstraße, eine Hauptachse des Öffentlichen Verkehrs, nicht mehr. Ok, ist zwar etwas ungewöhnlich, aber rechtlich möglich.

Ich hoffe nur, dass es dadurch nicht zu Konflikten mit Autofahrenden kommt. So manch einer sieht die Fahrbahn als exklusiven Besitz an.

Aktionen rund um den Tag der Menschenrechte



Wohnen in Innsbruck ist teuer. Zur finanziellen Belastung kommt noch versteckter Rassismus. Menschen, die nicht dem gängigen Bild des liquiden Mieters/Mieterin entsprechen, bekommen noch schwerer eine Wohnung - egal wie bemüht man ist, die Miete pünktlich zu bezahlen. Das trifft natürlich nicht nur Menschen im Asylstatus, Menschen, die das Bleiberecht gewährt bekamen, sondern auch alle, die sich dem Bild des "Leistbaren" entziehen. Die Initiative Bleiberecht und wir Grünen fordern daher ein gutes und leistbares Wohnen unabhängig vom Aufenthaltsstatus und vom Aussehen.
Die Aktion, die wir am 9.12. starteten, geht am 15.12. und am 22.12. weiter (vor dem Landesmuseum).

Mit der Verlängerung der Linie 3 in Amras ergrünt die Straße



Nun gibt es mal was Erfreuliches zu berichten. Die Straßenbahnlinie 3 wird im Osten in die Philippine-Welser-Straße verlängert. Durch die Autobahneinhausung wird in diesem Gebiet vermehrt mit Wohnbau gerechnet, sodass die Verlängerung der Straßenbahnlinie Sinn macht und näher in die Wohngebieten rückt.
Im letzten Stadtsenat hatten wir den Antrag, die Straße selbst nicht nur mit der Straßenbahn, sondern auch mit Bäumen aufzuwerten. Entlang der Strecke werden nun 10 Bäume gesetzt. Jetzt kann man schon den Einwand vorbringen, dass es in diesem Gebiet eh genug Gärten und somit genug grün gibt. Der Straßenraum selbst ist aber ziemlich öd und man darf nicht vergessen, dass für Fußgängerinnen und Fußgänger die schattenspendende Funktion der Bäume wichtig ist. Da nutzt es nichts, wenn im Garten ein Baum steht.

Mit Stimmenthaltung muss man immer rechnen, liebe ÖVP und SPÖ

Diesmal gab es im Finanzausschuss eine Überraschung. Für die Öffentlichkeitsarbeit sollten weitere 64.400 Euro locker gemacht werden. Darin enthalten sind auch die Inserate, die laufend in den Printmedien geschalten werden und eigentlich nichts anders als Eigen-PR der Bürgermeisterin sind. ÖVP und SPÖ wollten wohl ihrem Koalitionspartner FI und somit der Bürgermeisterin eines auswischen und meldeten Enthaltung an. Enthaltung ist gleichzusetzen mit nicht anwesend. Sie gingen wohl davon aus, dass mein Kollege Gerhard Fritz mit Nein stimmen würde. Tja, da haben sie sich getäuscht. Auch mein Kollege meldete flugs Enthaltung an. Damit war das Gremium Finanzausschuss nicht mehr beschlussfähig, weil nun nur mehr 3 Stimmen der FI da waren. Es braucht aber mindestens 4 Stimmen für einen Beschluss.
Somit kann das gewünschte Geld nicht genehmigt werden. Der Antrag kommt auch nicht in den Gemeinderat. Was im Ausschuss nicht beschlossen wurde, gibts auch nicht im Gemeinderat. Mal schauen, was die Bürgermeisterin nun macht.

3 Parksysteme innerhalb eines Kreuzungsbereiches

Hier die nächste skurrile Geschichte, diesmal aus dem Verkehrsausschuss. Wir haben vor ca. einem 1/2 Jahr beim Schwimmbad Tivoli eine Parkstraße eingeführt. Dort kann man sein Auto den ganzen Tag für 5 Euro abstellen (7 Tage die Woche). Vorher war dort ein Gratisparkplatz.

Auf der Tagesordnung hieße es nur kryptisch: Neuordnung der Parkstraße Tivoli. Es gab keine schriftlichen Unterlagen (weder davor noch bei der Sitzung selbst). Die neueste Idee ist nun, dass ein Teil der Parkstraße bis Anfang Mai 2012 aufgehoben wird und wieder, so wie früher, zum Gratisparken da ist - alles vorgetragen von SPÖ-Stadtrat Pechlaner.

Nun passiert folgendes. Im Umkreis eines Kreuzungspunktes gibt es dann 3 verschiedene System:
blau = bleibt Parkstraße
orange = wird wieder gratis, Parkstraße wird aufgehoben
violett = gebührenfreie Kurzparkzone



Auf meine Nachfrage, ob das nicht ziemlich verwirrend sei und man sich im Endeffekt gar nicht mehr auskenne, bekam ich keine Antwort. Ich fragte nach den schriftlichen Unterlagen und was das Ermittlungsverfahren zu diesem Vorschlag hervorbrachte. Ich bekam NICHTS. Bei jedem Strich, den wir auf die Straße malen wollen, wird ein aufwändiges Ermittlungsverfahren durchgeführt. Bei einer so weitreichenden Entscheidung offensichtlich nicht.

Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten, warum die SPÖ das unbedingt will:
a) die Autofahrenden endgültig in den Wahnsinn treiben
b) die Gemeinderatswahlen im April 2012

Ich habe mit NEIN gestimmt. So geht das wirklich nicht. So ein Vorgehen ist inakzeptabel.
FI, ÖVP und natürlich die SPÖ haben der Aufhebung der Parkstraße zugestimmt.

Wer ist DIE Wirtschaft

Ein Argument, das gegen die vernünftige Verzahnung der verschiedenen Mobiliätsformen immer wieder vorgebracht wird, ist: Das schädigt die Wirtschaft. Ein klassisches Killerargument. Wer ist denn DIE Wirtschaft. Das sind eigentlich wir alle. Und dass uns die Luftverschmutzung gesundheitlich stark belastet, wissen wir schon lange.

Laut Berechnungen der Allgemeinen Unfallversicherung sind den Tiroler ArbeitgeberInnen durch Krankenstände der ArbeitnehmerInnen allein in Monat November Mehrkosten von 2,5 Millionen Euro entstanden. Ob in den Zahlen auch der Pflegeurlaub der Eltern miteinberechnet ist, die bei ihren kranken Kindern wachen müssen, geht leider nicht hervor.

Ich glaube, dass wenn die Abgase für das menschliche Auge sichtbar wären (violett oder blau zB), wir flugs reagieren würden. Da wir die Belastung aber nicht sehen, ist es wie mit vielem anderen - Was nicht sichtbar ist, wird ignoriert.

In einem muss ich der Allgemeinen Unfallversicherung widersprechen. Gratis Öffi ausschließlich an Tagen mit starker Belastung anzubieten, ist ein Schuß ins Knie. Erstens wissen Leute, die nie mit dem Öffi fahren, gar nicht, wie sie mit Bus oder Bahn an ihr Ziel kommen (dh. sie fahren weiterhin mit dem Auto). Zweitens wären Bus und Bahn, sofern Leute aus Verantwortungsbewusstsein wirklich umsteigen, so voll, dass ihnen die Lust am Öffi gleich wieder ausgetrieben wird.
Unsere grüne Forderung ist: ganzjährig günstige Tickets, Bevorrangung und Nullwartezeit für Öffis bei Stauzonen und bei Ampeln, Taktverdichtungen und neue Lineineinführung, wo notwendig.

Es kann ein neues StudetnInnenwohnheim entstehen

Auch das war eine skurrile Geschichte. Unter Alt-Vizebürgermeister Sprenger wurde das "Heim am Hofgarten" in der Kaiserjäger Straße für die Sanierung ausgeschrieben. Über Jahre hat sich dieser Prozess hingezogen bis zu diesem Sommer, wo die Idee eines StudentInnenwohnheims endlich auch als Vorschlag im Stadtsenat war (angefallene Planungskosten: ca. 1,5 Mio. Euro).

Heute wurde darüber entschieden, welcher Anbieter den Zuschlag bekommen sollte. Es blieben im Bieterverfahren 2 über: home4students und WIST. Jetzt muss man wissen, dass ersterer eher schwarz dominiert ist und zweiterer rot. Die SPÖ favorisierte natürlich WIST. WIST ist schon sehr marktdominierend in Innsbruck ist. Nur das Problem ist, dass WIST weniger bot als die andere Firma. Nichtsdestotrotz warf sich Stadträtin Pokorny-Reiter in die Diskussion und wollte mit allen möglichen Argumenten die home4students madig machen. Eines war zB., dass home4students die angefallen Planungskosten von knapp 1,5 Mio Euro in 3 Raten bezahlen will und daher ein Zinsverlust für die Stadt entstehe (eine Voraussetzung im Bieterverfahren war, dass diese Kosten zur Gänze übernommen werden). Stimmt rein prinzipiell. Nur, home4students hat mehr für den jährlichen Baurechtszins, der an die Stadt geht, geboten. Innerhalb von 3 Jahren ist dieser Zinsverlust ausgeglichen und dann bleibt auf weitere 57 Jahre ein höherer Baurechtszins als bei WIST. Somit ist das das bessere Angebot.

Dann wurde lang über die möglichen Mieten debattiert. WIST sei so günstig, bei home4students wisse man das nicht ... So, nun ist es so, dass beide Anbieter ein Wohnbauförderdarlehen brauchen, um die anstehende Adaptierung und die Neubauten zu finanzieren. Wohnbauförderung deckelt automatisch die Mieten, sodass kein StudtentInnenwohnheim mit freien Mietangeboten entstehen kann. Beide Anbieter müssen sich erst darum kümmern. Deshalb ist im Stadtsenatsbeschluss folgendes drinn: Wenn Wohnbauförderung und damit günstige Mieten, darf umgesetzt werden. Wenn nicht, geht alles zurück an die Stadt.

Wichtig ist zu erwähnen, dass bei der Diskussion von der SPÖ nur Stadträtin Pokorny-Reiter sprach. So, und dann kam die Abstimmung. Und bevor diese startete, kam der Knüller. Stadtrat Pechlaner verkündete, sich der Stimme zu enthalten, weil er Vorsitzender der WIST ist.

Mehr brauch ich dazu nicht zu schreiben.

Entscheidung für Campagnenreiterareal gefallen

Die letzten Tage war einiges los und so manch kuriose Geschichte gilt es nun zu erzählen. Die Stadt Innsbruck hat ja die Campagnenreiter ausbezahlt, um das Grundstück für Wohnbau nutzen zu können. Die Universität Innsbruck wurde beauftragt, eine Studie zu erstellen, was man dort alles machen und wie das Gelände neu konzipiert werden könnte. Die angrenzenden Sportplätze und das Volxhaus stehen auch auf städtischem Grund. Im Bauausschuss musste entschieden werden, welche Vorschläge weiter verfolgt werden. Wir Grüne haben immer die Variante 2 favorisiert (hab ich in früheren Beiträgen in meinem Blog schon thematisiert). Die Variante 2 würde am meisten Wohnungen bringen, allerdings müssten die Sportplätze neu situiert und auch das Volxhaus verlegt werden. Da konnte nun die SPÖ nicht mit. Schließlich ist das Volxhaus rot und auch einige Sportvereine rot. Nun, einerseits immer mehr Wohnbau zu fordern, um günstigere Mieten in Innsbruck herzubekommen und andererseits sich nicht auf eine Diskussion zur Verlegung einzulassen, ist schräg. Die SPÖ enthielt sich der Stimme (ein Nein wäre nicht möglich gewesen, weil Zwickmühle). Warum die ÖVP mit Nein stimmte, ist mir ein Rätsel. Macht allerdings nichts, weil FI und Grüne gemeinsam die Mehrheit im Ausschuss haben und für Variante 2 stimmten. Im kommenden Gemeinderat wird es sicherlich dazu eine spannende Debatte geben.

Eins führt zum anderen ... Endstation Notschlafstelle

Dienstag den 13.12. um 20:00
im Begegnungsbogen, Bogen 37, Ing. Etzelstrasse, Innsbruck

Gerade in der kalten Jahreszeit wird wieder über die Notwendigkeit einer ganzjährigen Notschlafstelle diskutiert. Doch die Auseinandersetzung mit der Notschlafstelle reicht nicht aus, um die vielfältigen Probleme aufzuzeigen.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander und so sind immer mehr Menschen auf unser soziales Netz angewiesen, das leider allzu große Lücken aufweist. Schicksalsschläge, wie z. B. ein Unfall oder Krankheit, können sehr schnell zu Armut führen, und so müssen in einem der reichsten Länder der Welt Menschen auf der Straße leben.
Der Weg in die Obdachlosigkeit hat viele Abzweigungen. Wir wollen mit PolitikerInnen und VertreterInnen von Sozialvereinen über politische Verfehlungen und über nötige Maßnahmen zur Verbesserung der Situation diskutieren.

Es diskutieren unter der Leitung von Elisabeth Wiesmüller

Oliver Altmayer, DOWAS
Wilfried Hanser, HO&RUCK
Vertreter(in) der Rettung Innsbruck
Franz Stelzl, ISD, Herberge
Franz Xaver Gruber, Vizebürgermeister, zuständig für Soziales und Jugendwohlfahrt
Renate Krammer-Stark, Grüne Gemeinderätin

Eine gemeinsame Veranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt Tirol und den Innsbrucker Grünen


Endlich gepflanzt - Bäume bei der 1er-Endstation



Im Frühsommer war die Aufregung groß. Die Pappeln an der 1er-Endstation wurden gefällt. Pappeln sind ein bisschen blöd im städtischen Umfeld. Ab einem gewissen Alter werden die Äste sehr brüchig, sodass bei unserem streckenweise starken Wind, leicht ein Ast auf den Kopf fallen kann. Damit auf eine Neupflanzung nicht vergessen wird, war ich dementsprechend lästig. Und letzte Woche war es dann soweit. Es wurden neue Bäume gepflanzt, die hoffentlich prächtig gedeihen werden.
In dieser Herbstsaison wurden überhaupt sehr viele Bäume nachgepflanzt. Das freut mich natürlich sehr.

Barrierefreie Mobilität

„Tirol Mobil“ (Land Tirol) bot heute wieder einmal einen interessanten Einblick in ihre Aktivitäten. Diesesmal ging es um barrierefreie Mobilität, in dem Sinne, Ängste und Zugangsbarrieren zu überwinden. Einerseits beim Öffentlichen Verkehr und andererseits beim Radverkehr. Beim Öffentlichen Verkehr geht es hauptsächlich darum, die Barrieren beim Fahrkartenautomat und beim Nichtwissen, wie der Bus wo fährt, zu überwinden. Die ersten Projekte betreffen Seniorinnen und Senioren, denen der Öffentliche Verkehr näher gebracht werden soll. Beim Radverkehr sind ebenfalls Seniorinnen und Senioren einbezogen, aber auch Menschen, die nie Fahrrad lernen konnten, weil es in ihrem Land nicht üblich war.
Da ich der Meinung bin, dass man nicht alles selbst erfinden muss, besuche ich diese Informationsveranstaltungen von „Tirol Mobil“ sehr gerne und schaue, was wir für Innsbruck brauchen können, um das Wissen und die Kompetenz von „Tirol Mobil“ auch für die Landeshauptstadt nützen zu können.

Firstfeier Haus des Theaters

Naja, eigentlich war es eine Kellerfeier, weil das Theater im Keller liegt. Natürlich ist alles noch im Rohbau, aber es lässt sich schon erkennen, dass die freie Theaterszene tolle Räumlichkeiten bekommt. Ein jahrelang vorgebrachter Wunsch, endlich einen Platz zu haben, wird dann mit Herbst 2012 in Erfüllung gehen. Zusätzlich gibt es in den anderen Stockwerken eine interaktive Hörwelt der Firma MedL. MedL hat seinen Hauptsitz in Innsbruck und ist weltweit mit Hörgeräten und deren Weiterentwicklung beschäftigt und tätig. Die interaktive Hörwelt wird gemeinsam mit Spezialisten der ArsElektronica entwickelt. Ich finde, das ist eine gelungene Zusammenarbeit und freu mich schon auf die Fertigstellung beider Bereiche - Theater und Hörwelt.

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