Lifting für die Meranerstraße

Die Meraner Straße hat in den letzten Jahren stark unter massiven und großen Baustellen gelitten. Damit dieser Straßenraum mit seinen schönen Häusern und Geschäften, endlich wieder mit Leben gefüllt wird, haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir diese Straße aufwerten können. Es stehen ja noch Kanalbauarbeiten an und genau das nehmen wir uns zum Anlass, nicht einfach zu asphaltieren und den Status quo herzustellen. Im Herbst 2013 können wir mit der Aufwertung dieser Straße beginnen - im ersten Schritt von der Maria-Theresien-Straße bis zur Erlerstraße. Um eine Einheit zu schaffen, wird diese Straße analog der südlichen Maria-Theresien-Straße gestaltet. Zusätzlich kommen 8 Bäume und einige Radabstellplätze. Die Meraner Straße hat es sich wahrlich verdient.



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PS: Die ÖVP zückte im Stadtsenat das Minderheitenvotum. Mit diesem Votum muss das behandelte Thema zwingend in den Gemeinderat. Dafür braucht es mindestens 2 Stadtsenatsmitglieder. Normalerweise macht man das, wenn man mit dem Akt nicht einverstanden ist und im Stadtsenat mit Nein stimmt. Die ÖVP macht das anders. Sie sagte Ja. Die Logik versteh ich zwar nicht, aber ich muss ja nicht alles verstehen -:)


Preis der Kulturen ging ans Integrationshaus

Viel Engagement, viel Ehrenamt, viel Leistung für Menschen - das gibt es im Innsbrucker Integrationshaus. Und dafür bekamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch eine Auszeichnung. Der Preis der Kulturen ist nicht nur ein Dankeschön der Stadt Innsbruck, sondern wird auch mit 3000 Euro unterstützt. Es freut mich besonders, dass heuer das Integrationshaus die Auszeichnung erhielt.


Bei der feierlichen Übergabe des Preises stellten sich mein Kollegen Gerhard Fritz und Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer klar und deutlich den Aussagen mancher politischer Parteien in Innsbruck entgegen. Vorurteile und Rassismus haben in unserer vielfältigen und bunten Stadt nichts zu suchen.

Nette Aktion zur Straßenbahn-Eröffnung

Meine Kolleginnen und Kollegen empfingen die neue Straßenbahn letzten Freitag mit einer netten Aktion. Das hat uns in der Straßenbahn sehr gefreut.




Graßmayrkreuzung, die xte Diskussion


Wieder einmal ging es im Gemeinderat hoch her. Die Graßmayrkreuzung wurde zum xten Mal diskutiert. Wobei diskutieren etwas zu weit gefasst wäre. Es wurden Standpunkte ausgetauscht und die Bösen waren wieder mal wir Grüne. Ich kann damit leben. Ich finde dieses Restflächenproduktionsbauwerk für grundlegend falsch. Innsbruck hat sich wirklich was Besseres verdient.

Ich möchte noch ein Zitat des AUT hier veröffentlichen, das die Problematik sehr genau auf den Punkt bringt (7.12.2012):
"Der Südring als urbaner Raum hat ein Problem, das steht außer Zweifel, aber unserer Meinung nach löst das vorliegende Projekt dieses nicht nachhaltig. Insofern wäre es sinnvoll, wenn man über eine alternative und zeitgemäße Lösung nachdenken könnte, die den Südring als urbanen Lebensraum denkt, dem Auto planlich eine untergeordnete Rolle zuweist und der alternativen Mobilität räumlich jene Hauptrolle zugesteht, die sie in Zukunft faktisch haben wird. Denn die Stadt der Zukunft ist keine, die das Auto zum Primat der Planung macht und aus der Perspektive des Lenkrades gestaltet wird."

Die neue Straßenbahn fährt endlich über den Inn

Letzten Freitag war es endlich so weit. Die neue Straßenbahn fährt über den Inn. Auf der Brücke wurden wir mit einem kleinen Feuerwerk empfangen und eine Musikkapelle spielte auf. Nach der Eröffnungsfahrt zum Gymnasium gab es noch eine kleine Feier.


Endlich sind wir ein Stück weiter. Es gibt natürlich noch Kinderkrankheiten, die wir nun Stück für Stück aus dem Weg räumen werden. Während der Feierlichkeiten konnte ich immer wieder beobachten, dass sich Autofahrende in den Haltestellenbereich verirrten. Ein kleines Stück Geh-/Radweg fehlt auch noch. Da der Grundstücksbesitzer diese paar Quadratmeter nicht hergeben will und recht hoch pokert, wird es noch bis Frühjahr 2013 dauern, dass wir den Lückenschluss hinbekommen. Auch die Ampelschaltungen zur Bevorrangung der Straßenbahn müssen noch optimiert werden.Trotz allem, ich habe eine Riesenfreude damit.



Budget 2013 der Stadt Innsbruck

In den nächsten zwei Tagen wird auf diesem Blog nichts los sein. Wir haben Budgetdebatte. Auf der Innsbrucker Grünen Homepage wird das Budget dann auch veröffentlicht. Ein umfangreiches Zahlenwerk, das etwas anders tickt als in der Privatwirtschaft. Wir sind recht zufrieden mit diesem Gesamtwerk, da es eine klare grüne Handschrift zeigt.




Freie Tanzszene präsentierte sich auf der Straße

Wir haben in Innsbruck viele verschiedene Tanzgruppen mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten. Früher gab es das absurde Tanzschulgesetz, das die freie Szene in Schach hielt und alles abseits des etablierten Tanzschulunterrichts verbot. Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei. Mit viel Engagement und Spaß sind seitdem die unterschiedlichsten Tanzgruppen entstanden. Letzten Samstag präsentierten sich die verschiedenen Stilgruppen in Innsbruck und machten wirklich Lust, sich spontan einzuklinken.



Rote Ampel in einer der größten sozialen Wohnanlagen der Stadt

Kommende Woche müssen/sollen noch die Beschlüsse für die Straßenbahn/Regionalbahn Richtung Ost und West getätigt werden. Die SPÖ findet, dass es die Linie O nicht mehr in der Peerhofsiedlung braucht. Die Menschen (ca. 600 Wohnungen) sollen mit Bus zur Uni herunter geführt werden und dann in die Straßenbahn einsteigen. Das ist ein massiver Komfort- und Zeitverlust für die mehr als 1.300 Menschen dieser Wohnanlage. Eine kurzsichtige Entscheidung von einer Partei, die von Anfang an alle Beschlüsse zur Straßen-/Regionalbahn gut geheißen hat und mitbeschloss und maßgeblich als ehemals Ressortzuständige für die Umsetzung eintraten. Ich kann da nur mehr den Kopf schütteln.

Dazu noch ein interessantes Kommentar auf provinnsbruck

Neue Beleuchtung bei den IVB-Wartehäuschen


Eine bessere Beleuchtung in den Nachtstunden schafft Sicherheit. Mit neuer LED-Technologie werden nun vor zu die Haltestellenbeleuchtungen der IVB ausgetauscht, sodass das Warten in Dämmerlicht sein Ende hat. Mit Frühjahr 2013 sollten dann alle Haltestellen neu ausgerüstet sein. Außerdem können mit der neuen Beleuchtung die Fahrpläne besser gelesen werden. Somit ist wieder ein Schritt zu mehr Service des Öffentlichen Verkehrs gemacht.

PS: Die IVB hat mir dankenswerterweise das Bild zur Verfügung gestellt.



eMorail - ein interessantes Modellprojekt

Das Fahrzeug ist ja eigentlich ein Stehzeug. Das Auto ist bequem, aber ineffizient. Die Ineffizienz kostet aber viel Geld, nicht nur den Autofahrenden selbst, sondern auch der Allgemeinheit, die die volkswirtschaftlichen Kosten zu tragen hat. Daher finde ich dieses Modellprojekt ganz interessant. Mal schauen, wie gut es angenommen wird und wie die Rückmeldungen der NutzerInnen sind.




Öffentlicher Verkehr - es tut sich was im ganzen Land

Der untentstehende Artikel zeigt auf, dass die Menschen umzusteigen beginnen. Die Wege, die schnell und zügig mit dem Bus/der Bahn erledigt werden können, werden angenommen. Die Wege, wo es noch ein Auto braucht, weil man schwere Dinge transportiert oder weil die Verbindung von A nach B nicht passt, werden mit diesem bewältigt. Es geht um Alltagswege, die durch den Öffentlichen Verkehr ersetzt werden können, sofern natürlich die Verbindung dem eigenen Bedürfnis entspricht.
Das Land Tirol nimmt einiges Geld in die Hand, um den Öffentlichen Verkehr serviceorientiert auf die Füße zu stellen. Es gibt noch einiges nachzurichten, aber die Richtung stimmt. Und das freut.


Winter bringt Verbesserungen für Pendler
Am 9. Dezember tritt der Winterfahrplan für den Öffentlichen Verkehr in Kraft. Er bringt mehr Sitze für Bahngäste aus dem Oberland und bessere Verbindungen für Telfs, Sellrain und das Villgratental. Auch eine Echtzeit-Info für Handy und PC kommt.
Große Umwälzungen sind im neuen Fahrplan nicht vorgesehen - heißt es beim Verkehrsverbund Tirol (VVT), wohl aber einige Änderungen. Überfüllte Pendler-Züge haben zuletzt immer wieder für Kritik gesorgt. Hier soll es zumindest zwischen Landeck und Innsbruck mehr Sitzplätze geben, sagt der zuständige Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner.
Wir werden hier insgesamt 400 Sitzplätze mehr zur Verfügung stellen und teils Doppelzüge einsetzen, damit die Leute sicher einen Sitzplatz bekommen. Wir freuen uns, wenn mehr Leute mit den Zügen fahren, aber wir müssen auch schauen, dass sie einen Platz bekommen“, so Steixner. Im Oberland sei das Problem größer und deshalb löse man es jetzt dort, die Entwicklung im Unterland werde man im Auge behalten.
Bessere Verbindungen im Sellrain und im Villgratental Auf der gesamten Strecke vom Kühtai bis nach Innsbruck über Kematen und Völs werden künftig mehr Buskurse angeboten. Demnächst gibt es im Winterfahrplan neun Verbindungen mehr pro Werktag. Verstärkt wird vor allem das Angebot abends 17.00 Uhr. Außerdem verkehrt künftig ein Nightliner im Sellrain.
Verbesserungen gibt es auch in Osttirol. Im Villgraten- und Winkeltal wird die Frequenz eine Woche nach Fahrplanwechsel erhöht bzw. die Strecken verlängert. Im Winkeltal gibt es im Winter morgens und abends zusätzliche Busse.
Verspätung am Handy-App sehen Gleichzeitig mit dem Fahrplanwechsel startet auch die neue VVT-Echtzeitinfo. Über Internet kann dabei abgerufen werden, wann genau ein bestimmter Bus etwa bei einer Haltestelle ankommt oder ob es Verspätungen gibt, erklärte VVT-Chef Jörg Angerer. „Sie können sich die Haltestellen einstellen, die für Sie wesentlich sind. Wir denken da z.B. an eine Hotelrezeption, die sich das einstellen könnte für die Haltestellen vor dem Haus.“ 85 Prozent aller öffentlichen Verkehrsmittel in Tirol sind von dem System erfasst, weitere Busse sollen nachgerüstet werden.
50 Millionen Euro pro Jahr investiert das Land in öffentliche Verkehrsverbindungen, dazu kommen weitere Millionen für Bahnhöfe, Haltestellen oder die Fahrgastinformation. Ständig steigende Fahrgastzahlen würden die Entwicklung bestätigen, so der VVT am Donnerstag.

Podiumsdiskussion zu Fahrradverbot Maria-Theresien-Straße

Das Fahrradverbot in der Maria-Theresien-Straße wurde in der gestrigen Podiumsdiskussion, zu der die Tiroler Tageszeitung lud, sehr emotionsgeladen diskutiert. Am Podium waren Bürgermeisterin Oppitz-Plörer und ARGUS-Vertreterin Martina Gura.

Bei der ganzen Debatte befinden wir uns auf einer Metaebene des "Gefällt mir"-"Gefällt mir nicht". Alles, was nicht gefällt, muss verboten werden. Konservative und Rechtskonservative Parteien konstruieren zu schützende Gruppen, um Verbote durchdrücken zu könne. Diese Verbotsparteien schüren Ängste und Unsicherheit und schaffen damit ängstliche, unsichere Menschen, die wiederum die Verbotsparteien wählen, um sich sicher zu fühlen. Verbotsparteien trennen und spielen gegeneinander aus, um ihre Machtinteressen durchzudrücken. Wenn ich permanent damit beschäftigt bin, mich über das Verhalten anderer zu empören, habe ich reichlich wenig Zeit und Energie, auf das eigentlich Empörende zu schauen. Schwache müssen vermeintlich geschützt werden, um die Interessen der Starken durchzusetzen.

Verbote, Verbote, Verbote - wohin geht denn da die Reise? Wir können alle Überlegungen zu Begegnunszonen bzw. SharedSpace vergessen, wenn nicht einmal in der Maria-Theresien-Straße ein Miteinander möglich ist. Mittlerweile sind die Emotionen schon so hochgeschaukelt, dass, wenn ich das Fahrrad schiebe, von älteren Leuten beschumpfen werde.


Ich finde ja interessant, dass FußgängerInnen als "schwache" VerkehrsteilnehmerInnen bezeichnet werden. Interessant ist, dass es zwar die Defintion "schwache" Verkehrsteilnehmende gibt, aber nicht die Definition "starke" Verkehrsteilnehmende. Im Umkehrschluss muss es "starke" VerkehrsteilnehmerInnen geben. Wer sind die? Die Autofahrenden wurden dazu gemacht, die Kraft ihrer großen Box (= 1,5 Tonnen), stark erscheinen. Dh. mittels eines Vehikels erhöht sich Mensch über andere. Da kann das Ding nichts dafür, es ist nur Mittel zum Zweck. Mit einer modernen Ritterrüstung ausgestattet, werden FußgängerInnen an den Rand gedrängt. Auch Radfahrende werden als "schwache" VerkehrsteilnehmerInnen bezeichnet und auch sie werden an den Rand gedrängt. Beide Gruppen werden im Verkehrsgeschehen als lästig, aber notwendiges Übel, betrachtet und in der Verkehrsplanung auf die Restflächen, die im Straßenraum übrig bleiben, verteilt.

Hängen diese Emotionen damit zusammen, dass Fahrradfahrende in Innsbruck bereits mehr als 1/5 sind, Platz beanspruchen, sich nicht mehr unterwürfig verhalten, sondern fordern. Haben "starke" Verkehrsteilnehmende Angst, das ihnen "ihr" Platz streitig gemacht wird? Dass sie zu teilen beginnen müssen? Werden beide, als "schwach" bezeichnete Gruppen - FußgängerInnen/RadfahrerInnen - gegeneinander ausgespielt, um beide in der schwachen Position zu halten? Diese Fragen beschäftigen mich aber schon länger. Antwort habe ich noch keine gefunden.

Was gestern bedenklich war, waren die respektlosen und unhöflichen Reaktionen des älteren Publikums gegenüber anderen Meinungen. Nicht-Genehmes wurden ins Lächerliche gezogen, Nicht-Ausreden-Lassen war üblich.

Sicher zur Schule - Pedibusprojekt in Pradl

Schulwege können für Volksschulkinder gefährlich sein, vor allem wenn sie komplexe Kreuzungen queren müssen. Nun haben sich engagierte Eltern bei den Tivolibauten zusammengetan, sammeln die Kinder am Weg zur Volksschule in Pradl ein und begleiten sie bis zur Tür der Volksschule. Das ist ein gelungenes Pedibus-Projekt und es freut mich sehr, dass sich Eltern zusammengefunden haben, um die Aufgabe zu übernehmen. Bei einem Pedibus-Projekt gibt es auf der gesamten Strecke Haltestellen, bei denen die Kinder warten können, bis der Pedibus (dh. Eltern mit eingesammelten Kindern) kommt. Die Eltern werden eigens von der Polizei geschult und auch am Anfang begleitet. Mich freut es natürlich, dass das Pedibus-Projekt zustande kam. Es spart viel Bring-/und Holdienste mit dem Auto und die Kinder haben die Möglichkeit, gemeinsam den Schulweg zu bestreiten und währenddessen die neuesten Infos auszutauschen.

Alles steht und fällt mit dem Engagement der Eltern. Die Politik kann begleiten, aber Engagement nicht verordnen. Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe und ich danke den Eltern für ihr Engagement.

Gerade die letzte, nicht repräsentative, Umfrage auf der Homepage der Stadt Innsbruck hat gezeigt, dass sichere Schulwege bzw. sicherer Aufenthalt vor der Schule den Innsbruckerinnen und Innsbruckern ein großes Anliegen ist. Ein Problem vor Schulen sind gestresste Eltern, die ihr Kind mit dem Auto quasi bis ins Klassenzimmer bringen wollen. Alle baulichen Maßnahmen heben zwar die Sicherheit, ändert aber nichts an der Gewohnheit mancher Eltern, ihr Kind mit dem Auto direkt zur Schule zu bringen. Mehr Rücksicht der Erwachsenen bringt mehr als alle baulichen Maßnahmen.





Nichthandeln kostet - Millionenstrafe für Österreichs Untätigkeit droht


Ja, richtig. Feinstaub und Stickstoffoxid sind schwerst gesundheitsschädigend. Trotzdem tun wir so, als ob uns das nix angehen würde. Auch Innsbruck ist kontraproduktiv unterwegs. Einerseits der sehr vernünftige Ausbau der Straßenbahn mit Verlängerung zu den S-Bahn-Haltestellen Rum und Völs. Andererseits soll für 40 Mio. Euro die Beschleunigung des Autoverkehrs vorangetrieben werden - der Ausbau der Graßmayrkreuzung + Direktanbindung direkt ins Zentrum. Dass gut ausgebaute Straßen mehr Autoverkehr anziehen, ist jetzt keine neue Erkenntnis mehr. Dass Feinstaub und Co uns kaputtmachen, auch nicht.
Trotz hoher Belastung bei Feinstaub und Stickstoffoxid stecken die Konservativen, die Rechten, aber auch Teile der Koalition, den Kopf in den Sand und tun so, als wenn es die Belastung nicht gäbe à la "was man nicht sieht, gibt es nicht". Diese Kurzsichtigkeit brummt uns nicht nur ein Verfahren der EU auf, sondern kostet unsere Gesundheit.
Sämtliche Bemühungen, die giftigen Abgase in den Griff zu bekommen werden ad absurdum geführt. Wir stecken Millionen in den Öffentlichen Verkehr, wir stecken ab 2013 Millionen in die Haussanierungen und Umstellungen der Heizungsanlagen. Und zeitgleich sollen Millionen in ein Straßenprojekt versenkt werden, das, von gesundheitspolitischer Sicht nie und nimmer gebaut werden dürfte.

Das Projekt ist nicht nur verkehrspolitisch, sondern auch gesundheitspolitisch kontraproduktiv und gehört in den Schredder.

Wo wären Begegnungszonen in Innsbruck möglich?


Anstatt einfach loszurennen, haben wir einen Workshop mit Experten aus Graz gemacht. Mit allen betroffenen Abteilungen der Stadt Innsbruck wurde Theorie und Praxis durchforstet. Anschließend ging es zur vor Ort Besichtigung von einigen möglichen Begegnungszonen. Damit konnten gleich Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten erörtert werden. Wir haben uns mal Anbruggen (St. Nikolaus/Mariahilf, Kulturquartier (bei der Hofburg), Museumstraße, Boznerplatz und den Kaiserschützenplatz/Wiltener Platzl angesehen. Nun geht es in die zweite Runde, dh. Vorbereitung für eine Entscheidung, wann was gemacht werden könnte. Sobald diese Entscheidung gefallen ist, kann die BürgerInnenbeteiligung, die bei einer Begegnungszone unbedingt gemacht werden muss und soll, angegangen werden.

Neue Fuß-/Radwegverbindung bei der Sillmündung

Nun ist die neue Verbindung für den Fuß-/Radverkehr bei der Sillmündung und der Viaduktbogen nach Saggen geöffnet. Mehrere Kooperationspartner waren hier am Werk. Die Hochwasserschutzexperten von Stadt/Land/Bund, die IKB mit einer neuen Beleuchtung, die Grünraumplanung für die Bepflanzung links und rechts des Weges, das Tiefbauamt und die ÖBB wegen des Viaduktbogens. Ich finde, es ist eine gelungene Sache und im Sinne von Sicherheit und Schutz der Innsbruckerinnen und Innsbrucker gut durchgeführt. Bei der Beleuchtung haben wir nun auch eine Teststrecke. Sie ist die neueste Technologie - energiesparend mittels LED-Technologie. Entlang der Promenade sind die Masten mit Bewegungsmeldern ausgerüstet, sodass die volle Beleuchtung nur bei Benützung herrscht, ansonsten wird abgestuft. So ist auch die Natur/Ökologie mit Fauna und Flora berücksichtigt.
Ich wünsche allen Gehenden und Radfahrenden viel Freude mit der Verlängerung des Wegenetzes.

Die Insellösung Grassmayrkreuzung

"Das Projekt, das Sie mir gezeigt haben, konnte ich an und für sich nicht fassen. So ein Projekt kann nur jemandem einfallen, der die Stadt Innsbruck massiv schädigen will. Einer, der der Stadt Innsbruck dienen will, der müsste schauen, dass die Fußgängerzonen erweitert werden, der Radverkehr gefördert wird, dass auf jeden Fall verhindert wird, dass Autoverkehr zusätzlich in die Innenstadt geleitet wird, weil die Stadt Innsbruck ist ja eigentlich in einer Fußgängerdimension, zumindest bis zum Südring auf jeden Fall und man müsste den Südring zurückbauen und nicht eine zweite Ebene einziehen, - das ist ja verrückt, dass man heute so etwas macht. Das hat man im Osten gemacht. In den Oststaaten hat man solche Lösungen noch unter der kommunistischen Ära gemacht. Dort baut man sie heute ab. Das Argument, dass das Geld da wäre, ist nach meiner Ansicht nach überhaupt kein Argument weil mit den 40 Millionen angeblich, die da zur Verfügung stehen, schadet man der Stadt um hunderte Millionen. Das heißt, da kann ich das Geld beruhigt zurückgeben, überhaupt keine Frage, wenn man das Geld für die Stadt Innsbruck ausgeben muss, dann sicherlich nicht in dieser Art und Weise: da sollen sie es für den öffentlichen Verkehr ausgeben, sollen sie es für die Straßenraumgestaltung ausgeben, für den Rückbau des Südringes ausgeben. Das ist eine zukunftsorientierte, sinnvolle Investition, aber nicht zur Stadtzerstörung.
Also genau genommen ist das ein städtebauliches Projekt. Ich weiß, Innsbruck hat eine Universität, und eigentlich müssten ein wacher Städteplaner, Städtebauer, Stadtarchitekt ja schon auf den Dächern von Innsbruck unterwegs sein, weil er auf die Palme hinaufgestiegen ist, wenn er ein solches verrücktes Projekt dort gesehen hätte. Das heißt, hier müsste man dieses Porjekt zunächst einmal vollkommen vom Tisch entfernen, gar keine Frage, sich einmal klar darüber werden, was Innsbruck in Zukunft sein soll, und dann müsste man schauen, ob in dieses Zukunftsbild Innsbrucks solche Löcher hineinpassen. Solange man das nicht weiß, kann man keine Verkehrslösung machen. Man kann den Verkehr nicht aus dem Verkehr herauslösen, sondern Verkehr hat immer eine dienende Funktion, ein Mittel zum Zweck, aber niemals Selbstzweck. Das heißt: Übergeordnet müsste man sich zunächst einmal klar werden, wie will man denn in Innsbruck in Zukunft leben: Mit Lärm und Abgasen, mit einem Loch oder auf der Erdoberfläche menschenwürdig, langsam - und damit international wettbewerbsfähig, - oder man versinkt in den Irrtümern der 60er Jahre. Die sind in diesem Projekt deutlich dokumentiert."
Univ.-Prof. DI Dr. techn. Hermann Knoflacher, aus dem Film "Rasender Stillstand - der Innsbrucker Südring", 7.11.2012

"Kinder&Stadt" in der Reichenau

Die Reichenau ist ein dynamischer Stadtteil geworden. Einige größere Neubauten wie die Bebauung des Lodenareals und die Neubauten O3, aber auch die natürliche Veränderung eines in den 60/70er-Jahren entstandenen Stadtteils bringen einige Veränderungen. Ein Projekt "Kinder&Stadt", das bereits vor der letzten Gemeinderatswahl projektiert wurde, kommt nun in die Umsetzungsphase. Die Kinder der Kindergärten Reichenau, Reichenau-Süd und Burghard-Breitner-Straße und des Schülerhortes erkunden gemeinsam mit den PädagogInnen und den Eltern ihr Lebensumfeld und erarbeiten gewünschte Änderungen. In einer weiteren Projektphase sollen auch die Jugendlichen eingebunden werden. Wichtig ist es, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen herauszuschälen, welche Veränderungen die Kids sich in ihrem Stadtteil wünschen und brauchen. Erwachsene sind bei diesem Projekt erst in der zweiten Reihe. Hier geht es um die nächste Generation. Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg und großes Engagement.

Maria-Theresien-Straße ist ein Aufreger



Das ist ein guter Artikel. Dramen werden heraufbeschworen und Gefährlichkeit suggeriert, wo es keines gibt. Kinder wie alte Menschen sind Hauptunfallopfer beim Überqueren der Straße auf Zebrastreifen. Das sollte der ehemalige Verkehrsstadtrat wissen. In der Maria-Theresien-Straße hat es 2011 einen Unfall gegeben - zwischen Fußgängerin und Taxi. Fahrrad war keines beteiligt.

Darf ich Herrn Gemeinderat Federspiel auch daran erinnern, dass er 1995 als Verkehrsstadtrat die Fußgängerzone Burggraben (beim Franziskanerbogen) mit Radfahren erlassen hat? Warum war das nie ein Drama?
Es geht um eine ganz andere Ebene. Das war auch schon bei der Gemeinderatsdebatte ganz deutlich zu erkennen. Fahrräder gefallen nicht. Über ein Fahrverbot will man die abgestellten Fahrräder aus der Maria-Theresien-Straße verbannen. Ich habe schon öfters im Gemeinderat die Frage gestellt, warum abgestellte Fahrräder ein Designdesaster sind und abgestellte Autos das Designhighlight? Antwort habe ich bis jetzt von den Kämpfern gegen das Fahrrad keine erhalten.
Interessant ist ja auch das Heraufbeschwören der Gefährlichkeit für Leib und Leben durch Radfahrende. Ich war heute eine Veranstaltung zum Thema "Sicherheit und Geschwindigkeit" mit hervorragenden Referenten - von Polizei bis Verkehrskuratorium. Wenn man sich das Hauptproblem ansieht, dann ist es die Geschwindigkeit von Autos (die sind halt groß und bei einem Zusammenstoß va. mit FußgängerInnen, mit gleich schwerwiegenderen Folgen). Interessanterweise diskutiert man aber nicht, die Straßen zu sperren. Im Endeffekt, um alle Unfälle zu vermeiden, müssten wir nämlich zu Fuß gehen. Das kann aber nicht das Ziel sein. Ziel muss es sein, die leidige Trennung von "das ist meins" und "das ist deins" und "wehe, du überschreitest die Grenze" wegzubringen. Und, im städtischen Bereich, das Geschwindigkeitsniveau drastisch senken. Ist ein langer Weg, ist mir schon klar. Aber im städtischen Bereich, wo sich viele Menschen auf unterschiedliche Weise fortbewegen, werden wir um eine Debatte und um Sinneswandel nicht herumkommen - bei allen Verkehrsteilnehmenden.

Wer den letzten Absatz erfunden hat, ist schwer zu sagen. Jedenfalls dürfte sich diese Person nicht über Innsbruck hinausbewegen. Die Aussage, dass es europaweit einzigartig sei, dass eine Fußgängerzone auch von Radfahrern benutzt werde, muss ich ins Reich der Märchen verweisen. 

Ich freue mich übrigens auf das Fest, das Herr Federspiel organisieren wird. Ich liebe Feste, ob in der Maria-Theresien-Straße oder in anderen Straßen, wo sich Menschen zum Plaudern, Musik hören oder Spielen treffen können. Aber wahrscheinlich bleibt es nur bei der Ankündigung. Wie bereits bei der Demo-Ankündigung durch Herrn Federspiel bei der Rhombergpassage wegen wegfallender Parkplätze.


PS: Bauernball (kleiner Artikel auf derselben Seite) scheint gefährlicher zu sein.




Emotionale Debatte pro Fahrradverbot in der Maria-Theresien-Straße

Im gestrigen Gemeinderat gab es die x-te emotionale Debatte gegen Fahrradfahrende. Diesmal bezog sich alles auf die Maria-Theresien-Straße. Die Mehrheit der GemeinderätInnen (26) sprach sich für ein Fahrradverbot aus. Es sei so gefährlich, es sei untragbar ...
Und um was ist es eigentlich gegangen? Die Radfahrenden sind an allem schuld. Es war wirklich interessant zum Zuhören. Leider haben wir ja noch keinen Livestream für´s Internet, daher muss man immer auf die Protokolle warten, die jedoch einige Zeit brauchen, dass sie an die Öffentlichkeit kommen. Jedenfalls hätte jedeR KommunikationstheoretikerIn die größte Freude an der gestrigen Debatte gehabt.
Übrigens, 2011 gab es einen registrierten Unfall, wo es eine Verletzte gab - zwischen Fußgängerin + Taxi.
Jetzt wird mal ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, bei dem alle gesetzlichen Interessensvertreter, Fachdienststellen, IVB, Polizei gebeten werden, eine Stellungnahme zu übermitteln.

Mehr Sicherheit für RadfahrerInnen


Bei der Innbrücke haben wir nun mal die erste Testphase eingeläutet. Vor allem bei komplexen Kreuzungen, wo sehr viel los ist - dh. hohe Frequenz an Gehenden, Radfahrenden, Autos, Öffi - braucht es zusätzliche Maßnahmen, um ein gefahrloses Queren zu ermöglichen. Wir testen das jetzt und schauen uns das ein halbes Jahr lang an, ob mit der zusätzlichen Signalfarbe das Konfliktpotential gesenkt werden kann. Die zusätzliche rote Farbe hat 650 Euro gekostet. Die weiße Markierung + Zebrastreifen mussten sowieso erneuert werden.

Lärm - eine unbeachtete Gesundheitsbelastung

Lärm ist anstrengend. Dauerlärmbelastungen schädigen nachweislich die Gesundheit. Da geht es nicht nur um Baustellenlärm (der ist wenigstens zeitlich absehbar), sondern um Dauerbeschallungen durch PKW-LKW-Verkehr, Zug, aber auch um Musikbeschallung in Geschäften. Daher freut es mich besonders, dass die eingebrachte Petition wenigstens mal diskutiert wird. Es fehlt nämlich viel an Bewusstsein. Es fehlt auch viel an Wissen, dass Dauerlärm krank macht. Ich hatte ja vor einiger Zeit im Umfrage-Portal der Stadt Innsbruck die Frage gestellt, ob mehr 30er-Zonen zur Lärmminderung abgelehnt oder bejaht werden. Gerade die hohen Geschwindigkeiten erzeugen viel Lärm - sei es der Motor, aber hauptsächlich eigentlich die daraus höheren Rollgeräusche. Die Mehrheit der Teilnehmenden bei der Umfrage war leider dagegen. Trotzdem werde ich nicht müde, in vielen Gesprächen auf die gesundheitliche Belastung von Dauerlärmbelastungen aufklärend zu wirken.



Zum Regional-/Straßenbahnprojekt in Innsbruck folgen nun die weiteren Beschlüsse

Die Regional- und Straßenbahn in Innsbruck nimmt den nächsten Schritt. Nun geht es um die weiteren Umsetzungen Richtung Ost und West auf Innsbrucker Stadtgebiet. Die Tiroler Landesregierung ist dabei, sämtliche notwendigen Beschlüsse zu vollziehen. Innsbruck folgt natürlich mit den notwendigen Beschlussfassungen im Dezember-Gemeinderat. Das Projekt hat ja eine lange Vorlaufzeit. Auch ich hab mich erst mal einlesen müssen, als ich 2006 in den Gemeinderat gekommen bin. Ich bin davon überzeugt, dass der Ausbau in den Öffentlichen Verkehr eine der wichtigsten Investitionen ist - sei es in der Stadt, sei es im Land. Nur so können sich die Menschen von der immer teurer werdenden Automobilität befreien bzw. die Nutzung auf das Notwendigste beschränken.

E-Ticket für den Öffentlichen Verkehr

Das Land Tirol arbeitet, gleich wie Innsbruck, stetig an der Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs. Nun wird an einem tirolweiten E-Ticket gebastelt, das in einer noch nicht näher definierten Modellregion getestet werden soll. Zusätzlich soll es für SeniorInnen und für Jugendliche eine Tarifsenkung geben. Mir ist es aber wichtig, dass Alle einen günstigen Öffentlichen Verkehr zur Verfügung haben. Daher sind wir in Innsbruck auch dabei, ein für alle nutzbares Jahresticket zu erarbeiten.
Ob das Südtiroler Modell des E-Tickets für Innsbruck brauchbar ist, ist eine andere Frage. Wir haben Linien, wie z.B. die Linie O, die täglich über 30.000 Fahrgäste transportiert. Wenn die nun, wie in Südtirol beim Ein- und Aussteigen ihre Karte über ein Registiergerät ziehen müssen, dann haben wir einen menschlichen Stau ohne Ende. Darüber werden wir noch zu diskutieren haben.

Wie mächtig die Sprache ist

Wenn der Verkehr stockt, weil zu viele Autos unterwegs sind, heißt es Stau, Rushhour oder Verkehrsüberlastung. Wenn der Verkehr stockt, weil keine Autos fahren können, heißt es Verkehrschaos.
Sprache ist ein mächtiges Instrument. Hier zum entsprechenden Link.

Nachhaltig wirtschaften beginnt im eigenen Haushalt

Viel wird über Nachhaltigkeit geschrieben und gesprochen. Eigentlich ist es ganz einfach: das eigene Handeln hinterfragen und auf die nächste Generation Rücksicht nehmen. Nicht alles lässt sich von einem Tag auf den anderen ändern, Schritt für Schritt können wir jedoch unser wirtschaften verändern.




Barrierefreiheit - Quo vadis in Innsbruck?

Gerade die Barrierefreiheit ist für alle Menschen ein wichtiger Faktor, und betrifft nicht nur Menschen mit Behinderungen.




Das Parkpickerl in Wien führt zu regen Debatten

In Wien ist die Aufregung momentan besonders groß. Die Wohngebiete sollen vom PendlerInnenverkehr freigeräumt werden, damit die dort lebenden Menschen endlich wieder mehr Platz bekommen. Es geht aber nicht nur um mehr Platz, sondern auch um Reduktion der giftigen Abgase und um Reduktion des Lärms. Im Standard ist ein interessanter Artikel zur allgemeinen Problematik. Ich hätte es jetzt nicht so hart formuliert, aber dem Grundgedanken kann ich mich anschließen.



Uns stinkt's - Graßmayrkreuzung

Ende der 80er Jahre wollte man das Herzog-Otto-Ufer 4spurig ausbauen - mit Auskragung über den Inn und das im Weg stehende Haus, in dem jetzt die Tapas-Bar drinn ist, abreißen. Damals sind die Innsbruckerinnen und Innsbrucker aufgestanden und haben gesagt: Jetzt reicht's.

Ziehen wir doch bei der Graßmayrkreuzung eine Schleife ein. Setzen wir ein ExpertInnenteam mit den BürgerInnen zusammen und entwickeln wir den Südring gesamthaft.

Mit folgender Zielformulierung:
- Abgasreduktion
- Lärmreduktion
- gleichberechtigte Verteilung für Fuß-, Rad-, Öffi- und Autoverkehr
- unter Einbindung der Autobahn für den Durchzugsverkehr

Den geringen Zeitverlust können wir uns leisten. Schließlich wird an der Kreuzung seit den 90er-Jahren herumgeplant. Hier geht es noch zu weiteren Infos.




Sicherheitszentrum hoffentlich auf Schiene

Am Dienstag fanden noch die letzten Beratungen zur Errichtung eines Sicherheitszentrums und damit ein Zusammenführen der über die Stadt verstreuten Polizeieinrichtungen statt. Nächste Woche kommt die Vorentscheidung in den Gemeinderat, sodass alle 40 StadtvertreterInnen darüber abstimmen können, ob die Stadt Innsbruck weiter für das Sicherheitszentrum verhandeln soll.
Die Stadt Innsbruck hätte ein interessantes Gelände im Stadtteil Saggen, das mit einem Partner genau dafür entwickelt werden könnte. Dafür brauchen wir aber noch das Ministerium an Bord. Die sind etwas zäh als Verhandlungspartner - einmal so, ein andern mal die Gegenrichtung.
Sollten wir es schaffen, das neue Sicherheitszentrum im Saggen bauen zu können, werden zwei interessante Flächen im innerstädtischen Bereich für Wohnbau frei. Die können wir uns hoffentlich schnappen. Da diese der Bundesimmobiliengesellschaft gehören, steht die Stadt dem nächsten zähen Verhandlungspartner gegenüber.
Da ich nun die Verhandlungen und das Hin und Her schon länger direkt mitbekomme, wundert es mich überhaupt nicht mehr, wenn manche Sachen so langsam vorangehen. Je weiter die Verhandlungspartner von Innsbruck entfernt sind, desto mühsamer sind Entwicklungen im Sinne der Stadt Innsbruck.

30 Jahre Frauen helfen Frauen

Letzte Woche konnte der Verein Frauen helfen Frauen sein 30-Jahr-Jubiläum feiern. Der Verein leistet viel kostbare und wichtige Arbeit für Frauen in Notsituationen. Ja, und leider ist es immer noch notwendig, dass es viele helfende Hände gibt, um in schweren Zeiten Frauen beizustehen - sei es bei Gewaltsituationen in der Familie, sei es bei Scheidungen oder sei es bei starken psychischen Belastungen im Arbeitsumfeld.
Herr Thomas Müller, Kriminalpsychologe, hielt einen interessanten und aufklärenden Vortrag bezüglich Erkennen von Gewaltsituationen bereits im Vorfeld, um den Mitarbeiterinnen des Vereins noch besseres Handwerkszeug in die Hand zu legen. Sich anbahnende Gewalteskalation frühzeitig zu erkennen und die Frauen unterstützen zu können, ist eine der wichtigen Aufgaben des Vereins.
Ich wünsche dem Verein noch viel viel Kraft und Energie. Ich wünsche mir auch, dass wir endlich eine Gesellschaft haben, in der diese Unterstützung gar nicht mehr notwendig wäre - das bleibt aber wohl ein Wunsch.

Wohnen in Innsbruck wird immer teurer

Die aktuellen Zahlen lassen auf eine satte Immobilienblase rückschließen. Mit realen Werten hat der Preisanstieg (auch in den letzten Jahren) nämlich nichts mehr zu tun.
Bei Eigentum ist Innsbruck am teuersten. Im Durchschnitt sind 3.800 Euro pro Quadratmeter hinzulegen. Aber auch bei den Mieten sind Steigerungen jenseits des realen Wertes festzustellen. Seit 2008 sind die Mieten pro Quadratmeter um knapp 37 % gestiegen.
 Unere Bemühungen, mindestens 2000 Wohnungen für den sozialen begünstigten Wohnbau in den nächsten 6 Jahren auf die Füße zu stellen, sind da nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich kann da nur mehr zynisch anmerken: Hoch lebe die Spekulation.

Ideenwettbewerb Patscherkofelvorplatz



Im Jänner 2012 rief die vorherige Koalition in Innsbruck einen geladenen Ideenwettbewerb für den Vorplatz der Patscherkofelbahn in Igls aus. Die Ergebnisse und das Siegerprojekt wurde am Freitag den Iglerinnen und Iglern vorgestellt. Igls ist ein rühriger Stadtteil und dementsprechend hoh war auch das Interesse.
Hoh war auch das Interesse, das Gemeinderat Federspiel an den Tag legte. Geldverschwendung, Budgetüberschreitung etc. wurde gleich medial verbreitet.
Fakt ist: Es ist ein Ideenwettbewerb. Wir sind noch weit weg von einer Umsetzung. Und schon gar nicht wird jetzt umgesetzt, wo wir noch überhaupt nicht wissen, wie die Zukunft der Seilbahn auf den Patscherkofel aussieht. Im Jänner 2012 konnte die damalige Koalition allerdings nicht wissen, dass der Besitzer der Seilbahn, Herr Schröcksnadel, dermaßen um sich schlagen anfängt und der Stadt Innsbruck lapidar mitteilen wird, dass er die Bahn einstellt, sofern nicht Steuergelder zu ihm fließen. Die budgetierten Mittel sind eine Voranmeldung, quasi ein Bekenntnis, dass mit dem Platz, der derzeit einen 70er-Jahre Charme ausstrahlt, gestaltet werden soll. (sollte eigentlich Herr Gemeinderat Federspiel wissen, schließlich saß er in den 90er Jahren selbst in der Koalition). Die tatsächlichen Kosten können vor einem Wettbewerb schwer ermittelt werden. Schließlich weiß man ja noch nicht, was für Ideen daherkommen.
Sollte die Zukunft der Patscherkofelbahn im Jahr 2013 geklärt werden können, dann können wir uns auch an die Umsetzung machen. Ich finde den Vorschlag des ArchitektInnenteams Schwärzler&Schwärzler und Tuscher gut gelungen. Er bietet ausreichend Platz, um va. für Kinder und Jugendliche Veranstaltungen zu machen. Gleich nebenan gibt es nämlich einige Trendsportplätze, die auch sehr gerne und viel von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Das Gebäude, von Architekt Feßler in der Zwischenkriegszeit errichtet, kommt auch mehr zur Geltung. Man kann nicht mehr direkt zum Eingang fahren. Vielleicht ist das der große Aufreger. Aber Erwachsene werden doch bitteschön auch einmal ein paar Schritte zu Fuß gehen können.

Tempo 100 auf der Autobahn in Tirol

Seien wir doch ehrlich. Untertags kann man eh nicht mehr fahren - außer ein paar Kilometer, bevor man aufgrund des vielen Verkehrs eh wieder von 130 km/h runter muss. Die Inntalfurche ist Luftsanierungsgebiet. Viele Faktoren führen dazu: starker LKW-Verkehr, starker Autoverkehr und der Hausbrand entlang der Strecke tut sein übriges. Die EU hat das sektorale Fahrverbot vor einiger Zeit gekippt. Eine der Begründungen war: zuerst Hausaufgaben machen, dann dürfen auch Beschränkungen her. Eine der Hausaufgaben ist: Tempo 100 auf der Autobahn. Ich bin der Meinung, dass die Mehrheit der Tirolerinnen und Tiroler schon längst auf Tempo 100 eingeschwenkt sind. Die SPÖ will Tempo 100 einführen. Das kratzt die ÖVP aber nicht. Sie besteht weiterhin auf Freie Fahrt für Freie Bürger - in dem Fall 130 km/h für ein paar Sekunden Glücksmomente. Ich bin mal gespannt, ob sich die SPÖ, der Juniorpartner der Tiroler Koalition, durchsetzen kann.

1st Tyrolean independent film festival in Innsbruck

Letztes Wochenende fand im Metropolkino das 1st independent film festival in Innsbruck statt. Ich habe es noch am Montag Abend geschafft, den letzten Kurzfilmblock anzusehen. Es wurden gute Kurzfilme abseits der Hollywood Blockbuster gezeigt. Hervorragend. Ich kann den beiden Initiatoren nur gratulieren und freue mich schon auf das nächste Mal.

Endlich wieder fit

Das kommt davon, wenn man einen grippalen Infekt zu ignorieren versucht -:) Letzte Woche hat es mich dann endgültig ins Bett geworfen. Trotzdem war einiges los, sodass heute und morgen alles in den Blog kommt.

Treffen des Rates der Regionen und Gemeinden Europas


Alle drei Jahre treffen sich die Mitglieder des Rates der Regionen und Gemeinden Europas (am Bild die Österreich-Delegation). Diesmal fand das Treffen in Cádiz, Andalusien, statt. Ich war heuer das erste Mal dabei und es war wirklich spannend. Neben Vorträgen und Diskussionen spielt sich ein Teil auch über die Vernetzung mit BürgermeisterInnen aus anderen Städten ab. Die Hauptthemen waren Dezentralisierung und Demokratie, Bürgerbeteiligung und Integration der verschiedenen Generationen.

Wer sich bisschen einlesen möchte, wie der Rat der Regionen und Gemeinden Europas aufgebaut ist, findet hier näheres.

Liebesschlösser in Innsbruck - herzlich willkommen

Heute konnte endlich das neue, stabile Gitternetz am Hans-Psenner-Steg für Liebesschlösser montiert werden. Nun können die Verliebten ihr romantisches Ritual auch in Innsbruck durchführen. Begonnen hat ja alles beim Innsteg. Leider war dort das Gitternetz nicht geeignet, um viele Liebesschlösser zu halten. Damit die Verliebten den Hans-Psenner-Steg auch finden, kommt am Innsteg selbst noch eine Hinweistafel hin. Das Praktische am derzeitigen Angebot ist auch, dass wir es noch um einiges verlängern können, sollte der derzeitige Platz nicht ausreichen. Ich wünsch den Verliebten viel Spaß beim Anbringen ihrer Schlösser.



Fahrradhauptstadt Innsbruck

Das freut mich natürlich riesig. Trotz vieler Hindernisse im Radwegnetz steigt die Beliebtheit für´s Radfahren. Schnell, flexibel, unkompliziert und keine Parkplatzsuche - das sind die Vorteile eines Fahrrads in der Stadt. Das Potential für Radfahren ist noch viel höher, wenn die entsprechende Struktur zur Verfügung gestellt wird. Die Auszeichnung bestätigt auch unser Bemühen in den letzten Jahren, Verbesserungen für den Radverkehr zu erringen. Aus der Opposition heraus war das natürlich mühsamer als jetzt. Nun können wir wesentlich besser agieren und stadtteilweise vorgehen.
Ein Renner war auch die jährliche Radreparaturwerkstätte der IVB (in Kooperation mit der Stadt Innsbruck), diesmal am Marktplatz - ein Service, das jedes Jahr in der Europäischen Mobilitätswoche den Radfahrenden angeboten wird.



Übrigens: am Donnerstag, den 27. September, gibt es auch wieder die Grüne Radwerkstatt vor dem Landestheater (von 16-18 Uhr).

Parking Day zeigt auch zarte Blüten in Innsbruck

Der "Parking Day" wird weltweit durchgeführt und begrünt Autoabstellplätze im öffentlichen Raum. Er zeigt auf, dass man auch anders mit diesen Flächen umgehen könnte. Auch in Innsbruck beginnt die internationale Bewegung langsam Fuß zu fassen. Vor der Bäckerei in Dreiheiligen ergrünte ein Parkstreifen. Ich war kurz vor Eröffnung dort und hab noch schnell ein Foto geschossen.


 
Ein kleiner Sitestep nach Salzburg-Stadt sei erlaubt. Dort wird der "Parking Day" schon etwas größer aufgezogen. Nächstes Jahr werden die Innsbrucker Grünen auch mit dabei sein und einen Parkstreifen zum Verweilen gestalten.

Der Fahrradanteil in Innsbruck steigt

23% Radfahranteile für Alltagswege gibt schon einiges her. Damit die Radelnden auch verkehrssicher für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterwegs sein können, braucht es natürlich auch die entsprechende Infrastruktur. Für nächstes Jahr haben wir uns bereits einiges vorgenommen, um die Struktur zu verbessern und konflikthafte Stellen zu entschärfen.

Neue Grabungsordnung soll bessere Aufsicht ermöglichen

Im kommenden Gemeinderat wird über die neue Grabungsordnung abgestimmt. Darin enthalten sind bessere Kontrolle der bauausführenden Firmen, bessere Handhabe bei schlechter Ausführung und der Baumschutz von Beginn an, damit die Wurzeln und somit der gesamte Baum geschützt werden können. Straßenerhalt ist ein teurer Spaß und wir kommen so schon nicht mehr mit dem Budget aus. Daher ist es wichtig, dass mehr Zusammenarbeit und auch Kontrolle, dringend notwendig sind. Die erste große Sanierung, bei der die neue Grabungsordnung greifen wird, ist die Anton-Rauch-Straße (diese war ja schon öfters in den Medien). Und noch was greift bei diesem Straßenabschnitt. Neu ist, dass alle Leitungsbetriebe an einen Tisch geholt werden und ihre Leerverrohrungen und sonstige Wünsche darlegen. Die sind dann in einem Bauabschnitt durchzuführen. Danach ist Pause - und das sollte wenigstens 5 Jahre so sein. Je später neuhergestellte Straßen wieder angeknabbert werden, desto länger hält die Straße. Es sind schließlich Steuergelder, die bei der Sanierung verwendet werden. Die Anton-Rauch-Straße ist der erste Versuch, den Straßenerhalt zu verbessern und die Kreuz-und-Quer-Buddlerei der Leitungsbetriebe zu koordinieren.

S-Bahn zieht Tirolerinnen und Tiroler an

Die S-Bahn, nun seit 5 Jahren in Tirol unterwegs, zieht immer mehr Fahrgäste an. Es ist ja auch ein vernünftiges Konzept, um die Menschen schnell und zügig von A nach B zu bekommen. Mit der Taktverdichtung gab es nochmal einen Schub. Ich bin mal gespannt, wie die Fahrgastzahlen ab Verlängerung der S-Bahn ins Unterinntal (Unterinntaltrasse macht es möglich) steigen werden. Jedenfalls ist die S-Bahn eine kostengünstige und schnelle Möglichkeit, zur Ausbildung und/oder zum Arbeitsplatz zu kommen.

"Immer mehr Tiroler fahren mit der Bahn anstelle des Autos. Das belegt eine aktuelle Studie des VCÖ. Hauptmotiv dafür sind die gestiegenen Spritpreise.

Insgesamt 15.000 heimische Benutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln wurden vom Verkehrsclub Österreich befragt. Hauptmotiv für den Umstieg vom Auto auf die Bahn sind die hohen Spritpreise. Aber auch bessere Bahnverbindungen und Sonderangebote werden als Argumente für den Umstieg genannt. Nicht zuletzt teures Parken schreckt auch so manchen davor ab, das Auto zu benützen.
In Tirol geben 42 Prozent der befragten Fahrgäste an, die Bahn anstelle des Autos zu benützen. Tirol liegt damit im Österreich-Schnitt. Am meisten Öffi-Benutzer sind zuletzt in Vorarlberg auf die Bahn umgestiegen, am wenigsten in Niederösterreich.
Bezugnehmend auf diese Zunahme der Bahnkunden fordert der Verkehrsclub eine „Pendler-Milliarde“ um das Bahnangebot österreichweit zu verbessern."









Tiroler Landesumweltanwalt könnte eingeschränkt werden

In Tirol ist der Landesumweltanwalt weisungsgebunden. Was ja an sich schon schräg ist, da genau bei diesen heiklen Themen große Interessen aufeinanderprallen. Nun könnte es sein, dass die Rechte des Landesumweltanwalts noch mehr eingeschränkt werden. Der Derzeitige ist zwar zuversichtlich, dass dies nicht passieren wird, aber da bin ich mir nicht so sicher.

Stadtplanung anders gedacht

Alpbach hat sich zum Wissenspool und -transfer gemausert. Es gibt immer wieder interessante Vorträge, unter anderem Baukulturgespräche. Hier ein Auszug eines Standardinterviews zum Nachlesen mit Helga Fassbinder, Stadtplanerin.

Baukostenüberschreitung zwischen Thaur und Rum

Das passiert leider immer wieder und ich frage mich schon, warum? An mangelnder Erfahrung kann es nicht liegen, da ja ständig quer durch Tirol große Straßenbauprojekte umgesetzt werden. Die Kritik des Landesrechnungshofes ist richtig und berechtigt. Ich befürchte allerdings, dass das keine Konsequenzen nach sich zieht.

Baukosten explodierten auf 4,7 Mio. €Von Peter Nindler
Innsbruck - Es ist ein Lehrbeispiel, wie man es nicht machen sollte. In einem jetzt vorliegenden
Bericht hat der Landesrechnungshof massive Kritik am vierspurigen Ausbau der Haller
Straße zwischen Hall und Rum samt Begleitmaßnahmen geübt. Von fehlendem Projekt- und
Kostenmanagement, der Beauftragung von gleich fünf Planungsbüros und fehlender Transparenz
bei der Kostenaufstellung ist die Rede. Geplant und realisiert wurde das Straßenbauvorhaben von
2008 bis 2011, im heurigen Frühjahr hat der Landesrechnungshof eine eingehende Überprüfung
durchgeführt.
Einmal mehr steht die Kostenentwicklung im Mittelpunkt: Die Abteilung Straßenbau des Landes
hat 2007 das Baukostenziel erstmals mit 2,5 Mio. Euro festgelegt. „Aufgrund des fortgeschrittenen
Planungsstandes und der allgemeinen (Bau-)Preisindexierungen wurden die voraussichtlichen
Baukosten bis zum Jahr 2009 auf 3,50 Mio. Euro erhöht", heißt es dann im LRH-Bericht. Aber
das war noch nicht das Ende der Fahnenstange. Nach der Ausschreibung 2010 betrug der
Baukostenvoranschlag 3,63 Mio. Euro.
Weitere wesentliche Kostenfaktoren wurden jedoch nicht mitberechnet. Grundablösen von
rund 690.000 Euro sowie Honorare (265.000 Euro) sowie Nebenleistungen für Leitschienen,
Bodenmarkierungen oder Bildstöcke ergaben letztlich eine Summe von fünf Mio. Euro, die laut
Landesrechnungshof als Gesamtkosten ausgewiesen hätten werden sollen. Sauer stieß den
Prüfern allerdings auch auf, dass die Abteilung Straßenbau nicht in der Lage gewesen ist, die
Gesamtkosten gemäß der ÖNORM darzulegen. Einiger Lichtblick: Das Projekt wird doch noch
ein wenig billiger, der LRH hat eine voraussichtliche Abrechnungssumme von 4,7 Mio. Euro
berechnet.
Vermisst wird zudem eine gesamthafte Aufstellung aller Aufträge und eine Gesamtdarstellung
aller Auszahlungen. „Somit war die Abteilung Straßenbau nicht in der Lage, jederzeit über den
Gesamtkostenstand des Projektes Auskunft zu geben", rügt der LRH. Und kein Verständnis
hat er dafür, dass auf einer 500 Meter langen Teilstrecke Tempo 100 erlaubt ist. Mit einer
durchgehenden Geschwindigkeit von 70 km/h hätten mehrere positive Auswirkungen erzielt
werden können. „Durch die Reduzierung der Geschwindigkeit ergäbe sich ein gleichmäßiger
Verkehrsfluss und somit eine höhere Verkehrssicherheit", ist der Rechnungshof in seiner
Bewertung überzeugt.

Energiewende - die Hysterie nimmt schon schräge Formen an

In Deutschland verteidigen die großen  Energielieferanten ihr Monopol. Klar, es geht um Profit, was aus ihrer Sicht heraus legitim ist. Es wird Angst gestreut. Die Verunsicherung in der Bevölkerung, was denn nun auf sie zukommen wird, ist groß. Daher sind aufklärende Stimmen so wichtig - nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Hier ein interessanter Link zum Nachlesen und Weiterforschen.



Liebesschlösser sind auch in Innsbruck willkommen

Die Liebesschlösser sind eine hübsche Aktion der Verliebten und hat sich über ganz Europa ausgebreitet. In Innsbruck begann es am Innsteg. Der Innsteg ist eine denkmalgeschützte Brücke. Bereits vor einem Jahr mussten allerdings wegen Sicherheitsvorschriften Gitter angebracht werden. Aufgrund der Denkmalauflagen konnte nur ein viligranes Gitternetz angebracht werden. Dieses Netz hält natürlich ein Gewicht von hunderten Liebesschlössern nicht aus.

Um den Verliebten einen Platz in Innsbruck zu bieten, machten wir uns auf die Suche nach einer Alternative. Der Hans-Psenner-Steg, erreichbar über einen romantischen Spaziergang entlang der Innpromenade, wird nun mit einem starken Gitter ausgerüstet, um den Schlössern der vielen Verliebten ausreichend Platz zu bieten. Sobald die Konstruktion steht, gibt es natürlich über alle Kanäle Öffentlichkeitsarbeit und am Innsteg selbst wird es einen Hinweis geben, dass der Hans-Psenner-Steg für diese hübsche Aktion speziell hergerichtet wurde und natürlich auch, wo sich dieser Steg befindet.

Hier auch noch der Artikel der Tiroler Tageszeitung zum Thema Liebesschlösser.


Die letzte Umfrage der Stadt Innsbruck zeigt einiges auf

Die Stadt Innsbruck bieten den BewohnerInnen immer wieder die Möglichkeit, zu verschiedensten Themen ihre Meinung kundzutun. Auf meine stadt - meine meinung kann man dann die Ergebnisse abrufen. Befragungen haben natürlich immer eine Schwankungsbreite. Trotzdem kann man Grundtendenzen ablesen, die nicht ganz uninteressant sind.

Leider kann ich ja keine pdfs hier hochladen - daher geht´s hier zur Innsbrucker Homepage.

Fahrradschnellstraßen - in Kopenhagen

In Kopenhagen gibt es jetzt schon Fahrradschnellstraßen analog zu Autoschnellstraßen. Das ist natürlich vor allem für den städtischen Raum + Nachbargemeinden ein interessantes Projekt. Ich weiß, jetzt werden gleich einige Autofahrende wieder aufspringen und sich empören. Wie man aber auf dem Bild sieht, haben auch Autofahrende Platz.

Nun geht es wieder los

Es war jetzt etwas ruhig mit neuen Einträgen auf meinem Blog. Sommerzeit ist Urlaubszeit und mit schulpflichtigem Kind kann man nur in den großen Ferien wegfahren. Ab nächster Woche werde ich hier wieder laufend über Neuigkeiten berichten.

Markthalle im neuen Gewand


Auf diesem Wege möchte ich dem Geschäftsführer der Markthalle, Herr Meraner, nochmals gratulieren. Nicht nur innen hat die Markthalle einen gewaltigen Schub nach vorne gemacht. Auch draußen tut sich einiges. Derzeit gibt es ungefähr in der Mitte der Markthalle den ersten Gastgarten. Nach Osten kommen noch andere Anbieter aus der Markthalle dazu. Außerdem konnte endlich der langersehnte Lückenschluss des Inntalradweges umgesetzt werden. Die Markthalle präsentiert sich nun für Touristinnen und Touristen, die den Inntalradweg abradeln, mit perfektem Bild und wird sicherlich ein Anziehungspunkt zum Verweilen und Einkaufen werden. Aber nicht nur für Touristinnen und Touristen, sondern selbstverständlich auch für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker.
Es ist noch nicht ganz fertig und einige Dinge müssen sich erst noch einspielen. Gut Ding braucht manchmal Weile. Übrigens, es gibt ja nun auch eine Schauküche, in der Kochkurse mit Produkten der Markthalle abgehalten werden. Also, wer Neues ausprobieren möchte, sollte sich in der Markthalle umschauen.



TT: Zukunft der MÜG spaltet die neue Ampel-Koalition

Meine Güte, da wird journalistisch etwas übertrieben (TT). Der Antrag der Mitglieder des Kontrollausschusses, beim Ministerium prüfen zu lassen, ob die MÜG nit a bisserl übertreibt mit Uniform und sonstiger Ausrüstung, wurde einstimmig angenommen. Die Diskussion im Gemeinderat war unaufgeregt. Dass Grün und Rot keine Parallelstrukturen wollen und schon gar nicht unter der Agide einer Stadt (welche auch immer), ist kein Geheimnis. Unterschiedliche Abstimmungen im Gemeinderat stören die gute Zusammenarbeit der Koalition nicht. Unterschiedliche Meinungen sind ohne Streitereien möglich. In der Politik ist das ungewöhnlich, im Zusammenarbeiten verschiedener Parteien meist auch undenkbar. In Innsbruck geht das. 
Für uns Grüne ist klar: Die Exekutivgewalt bleibt bei der Polizei. Alles andere widerspricht der Verfassung und ist daher ein hübsches Wunschdenken, aber nicht mehr.

Umweltpreis der Stadt Innsbruck

Viele Jahre, eigentlich schon Jahrzehnte, ist es Tradition, den Innsbrucker Umweltpreis zu überreichen. Heuer gab es wieder 3 Preisträger.

1x die IIG (Innsbrucker Immobilien Gesellschaft), die in vorbildlicher Weise das Wohn- und Pflegeheim Hötting sanierten und die Energiekosten um 80 % senken konnten.

1x Herr Rettmeyer, ein Tüftler im Einfangen von Sonnenstrahlen, der mit einfachen Systemen die Sonnenenergie nutzt.

1x Herr Metzler, der aus vermeintlich zu alten Lebensmitteln Wunderbares zaubert und somit unserer Wegwerfgesellschaft in Sachen Nahrungsmitteln entgegentritt. Dazu gab es auch Schulprojekte, um den Youngsters die Kunst des Kochens näherzubringen.

Anschließend an die Preisverleihung durften wir die Kreationen des Herrn Metzler verkosten.

Grünes Fußballturnier

Wie jedes Jahr veranstalten die Innsbrucker Grünen ein Fußballturnier. Auch meine Kolleginnen und Kollegen spielen mit. Ich nicht, weil ich nicht mal den Ball treffen würde -:)



Ideen für Namensfindung zum Innsbrucker Energieentwicklungsplan


Das Wort "Innsbrucker Energieentwicklungsplan" haut einen ja nicht gerade um. Daher ruft das Umweltreferat einen Ideenwettbewerb aus, um einen passenderen, vor allem eingängigeren Namen, zu finden.
Der Inhalt des Innsbrucker Energieentwicklungsplan ist leicht erzählt: Die Zukunft von Städten und Regionen liegt in der Energieautarkie. Dafür braucht es - unter anderem - energieeffiziente Gebäude und erneuerbare Energien, die vor Ort erzeugt werden.
Wer hat einen knackigen kurzen Begriff, der genau diese Komplexität runterbricht und zudem noch ein bisserl Power innehat?

Immer wieder Schäden durch Bauarbeiten






Leider passiert es immer wieder, dass bei Baumaßnahmen die ausführenden Firmen Bäume als Nebensächlichkeit betrachten. Das Gartenamt wäre eigentlich zwingend beizuziehen. Bei diesem Baum war das wieder einmal nicht der Fall. Die Fachleute des Gartenamtes tun ihr Bestes, um diesen Baum noch zu retten. Die Firma ist nun zu Schadenersatz verpflichtet. Das nützt nur dem Baum wahrscheinlich nichts mehr.


Vor der Unibibliothek


Zuerst wird eine neue Bibliothek gebaut. Auf dem Gelände waren vorher hunderte Radabstellplätze, die einfach ignoriert wurden. Dass die Bibliothek der Aufenthaltsort für Studierende ist, ist logisch. Daher hat es mich damals schon sehr verwundert, dass bei der ganzen schönen Architektur auf die Radfahrenden vergessen wurde. Vor der Bibliothek stapelten sich natürlich die Fahrräder, sodass vor allem für Menschen mit Behinderung kein gefahrloser Besuch möglich war. Nördlich der Bibliothek gibt es Abstellplätze, aber keinen Zugang ins Gebäude.
Nun hat die Univerwaltung die Notbremse gezogen und mit quietschgelb den Platz bemalen - ohne zu Fragen auch teilweise auf städtischem Grund. Und was passiert jetzt. Nun haben wir die Fahrräder auf dem Gehsteig, wo sie nicht hingehören, da dort die Haltestelle des Öffentlichen Verkehrs ist.
Neubauten sind schön und gut. Wenn dabei aber vergessen wird, wie die BesucherInnen herkommen und im studentischen Umfeld natürlich hauptsächlich mit dem Fahrrad gefahren wird, dann frage ich mich schon, ob beim Bauen weiter als bis zur Gebäudemauer gedacht wird.
Wir werden jedenfalls gemeinsam mit der Univerwaltung eine Lösung suchen.

Straßen- und Regionalbahn im Gemeinderat

Im letzten Gemeinderat gab es zum ersten Mal die "Aktuelle Stunde" (das ist eine Neuerung im Stadtrecht). Der Seniorenbund wählte das Thema Straßen- und Regionalbahn. Herr Kritzinger, Vertreter des Seniorenbundes, hat die Dimension der Straßen- und Regionalbahn aus seiner Sicht betrachtet und, meiner Meinung nach vollkommen richtig, darauf verwiesen, dass in einer immer älter werdenden Gesellschaft die Sicherung der Mobilität ein wichtiges politisches Ziel sein muss. Dass Erdöl endlich ist und unendlich teurer werden wird, wissen wir ja. Nur, so richtig angekommen ist es in unseren Köpfen noch nicht. Wir werden unsere Mobilität, die für das Wirtschaften, Freizeit, Versorgung nötig ist, auf neue Beine stellen müssen. Eine wichtige Maßnahme dafür ist die Straßen- und Regionalbahn. Die Straßenbahn ersetzt im Endeffekt die Linie O, die derzeit schon über 30.000 Fahrgäste täglich befördert. Die Regionalbahn nutzt streckenweise die gleichen Gleise wie die Linie O, verbindet aber zusätzlich die S-Bahn-Haltestellen Rum und Völs, um die Menschen aus dem Ober- und Unterland komfortabel weiterzubringen. Dass da noch eine Menge Arbeit und Gehirnschmalz notwendig sein wird, ist klar.
Übrigens: Für die Zufahrt zum Frachtenbahnhof konnte eine Lösung gefunden werden, die noch konkretisiert wird, bevor wir damit an die Öffentlichkeit gehen.

Straßenraum anders genutzt

Der engagierte Verein fairkehr setzt sich schon lange für eine Neubewertung des öffentlichen Raums ein und setzt seit einigen Jahren in Salzburg-Stadt Aktionen. Hier das Video von der heurigen Veranstaltung.



Die Zukunft der Patscherkofelbahn

Der Patscherkofel ist ein wichtiges Naherholungsgebiet und ein tolles Wandergebiet. Daher ist auch der Lift ein wichtiger Bestandteil für die Freizeitgestaltung. Nun hat, in üblicher Manier, Herr Schröcksnadel mit Drohungen herumgewachtelt, den Betrieb einzustellen, wenn die Stadt nicht flugs Geld der SteuerzahlerInnen bereitstellt. Nun ist es aber so, dass Tourismusverband und Stadt bereits vor der Drohung Angebote zur finanziellen Beteiligung bei der Sanierung gemacht hatten. Offenbar für Herrn Schröcksnadel zu wenig.
Nun wird an einer Lösung gearbeitet, die langfristig Zukunft hat und wirtschaftlich auf gesunden Beinen steht. Dieses "wenn ihr nicht zahlst, was ich will, dann dreh ich beleidigt den Lift ab"-Spiel muss endlich der Vergangenheit angehören.
Lustig finde ich ja, dass die ÖVP die Koalition als unfähig hinstellt und darauf verweist, dass bereits vor 2 Jahren das Problem bekannt war. Äh, wer war da in der Koalition und hätte eine Lösung ausarbeiten können?

Anbruggenfest war ein toller Erfolg


St. Nikolaus und Mariahilf sind lebendige Stadtteile und haben ein großes Potential, eine starke Entwicklung hinzulegen. Letzten Samstag konnten die Bewohnerinnen und Bewohner, die Kunst- und Kulturtreibenden und die Betriebe, zeigen, was in diesen beiden Stadtteilen steckt. Ich konnte leider erst gegen 21 Uhr zum Fest kommen. Trotzdem hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht. "Anbruggen" wird nun im Zuge des Markenbildungsprozesses weiterentwickelt und ich bin schon sehr gespannt, welche Ideen und Vorschläge von den Leuten vor Ort eingebracht werden.

PS: einziger Wermutstropfen waren die Absperrungen in St.Nikolaus für die IVB-Busse, die ein hin- und herpendlen zwischen Waltherpark und Häuserzeile erschwerten.

Straßenkunst in Innsbruck am 16. Juni

Ein wichtiges grünes Anliegen ist und bleibt, Kunst und Kultur in allen Facetten Raum und Möglichkeit zu bieten, um sich entfalten zu können. Dazu gehört auch die Straßenkunst. Daher freut es mich besonders, dass bereits am 16. Juni das französischen Kulturinstitut in Kooperation mit verschiedenen Partnern von 11 bis 22 Uhr die verschiedensten Künstlerinnen und Künstler ihr Können darbieten dürfen - überall in der Innenstadt verteilt. Und mitten drinn mein Kollege Mesut Onay.

Das Arbeitsprogramm für die Stadt Innsbruck ist nun online


Heute präsentierten wir - FI, Grüne, SPÖ - der Presse unser ambitioniertes Arbeitsprogramm für die nächsten 6 Jahre. Und, zum Schluss der Pressekonferenz durfte natürlich nicht die Unterschrift für unsere zukünftige gemeinsame Arbeit fehlen.

Wir können stolz auf dieses Programm sein. Wir haben nun einiges vor und es ist uns schon bewusst, dass alles nur Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Größere Anliegen oder Projekte werden zukünftig nur mit den Innsbruckerinnen und Innsbruckern gemeinsam gemacht. Dafür wird ein eigenes Referat für BürgerInnenbeteiligung eingerichtet. Dieses soll die Beteiligungsprozesse einleiten und begleiten. Für die Durchführung werden externe Expertinnen und Experten, zum jeweiligen Prozess passend, eingesetzt. Das Referat ist also die Drehscheibe für direkte Mitbestimmung und Mitentscheidung.

Den gesamten Inhalt des Arbeitsübereinkommen 2012 - 2018 findet ihr auch auf unserer grünen Homepage. Schaut rein, vertieft euch in die einzelnen Kapitel. Selbstverständlich stehe ich für Fragen jederzeit zur Verfügung.

Fehlende Blogeinträge hängen leider ...

... damit zusammen, dass ich momentan alles neu organisieren muss. Derzeit ist viel zu tun. Ich bin zukünftig für einige Ressorts zuständig und muss mir erst mal einen Überblick verschaffen. Ich bitte euch daher noch um ein wenig Geduld, bis ich alles auf Schiene gebracht habe. Dann findet ihr wieder reichlich Einträge über viele verschiedene Themen.

Nun beginnt die Arbeit für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker

Der gestrige Tag war unglaublich aufregend. Die schwarzen Mander haben noch einmal versucht, Störfeuer zu entzünden. Ist aber nicht gelungen. Wir haben nun in Innsbruck die erste grüne Vizebürgermeisterin. Landeshauptmann Platter war bei der Angelobung nicht erfreut, das war nicht zu übersehen. Macht nichts.
Jetzt wartet viel Arbeit und ich freue mich schon, diese verantwortungsvolle Tätigkeit übernehmen zu dürfen. Die kommenden 6 Jahre wird in Innsbruck viel weitergehen und die Stadt zukunftsfit gemacht.
Sobald das Arbeitsübereinkommen fix und fertig ist, wird es natürlich auf unserer grünen Homepage veröffentlicht.

Das Arbeitsübereinkommen ist einstimmig angenommen


Nach eingehender Diskussion des Koalitionspapiers, das von den GemeinderätInnen und dem Verhandlungsteam der Innsbrucker Grünen vorgestellt wurde, hat die Bezirksversammlung der Innsbrucker Grünen einstimmig dem Koalitionspakt zugestimmt.

Demokratieschub und BürgerInnenbeteiligung, Kunst und Kultur, Schwerpunktsetzung auf ökologische Mobilität, mehr grüne Platzgestaltungen oder  Baum- und Innhofschutz, Energiewende als Motor für Wirtschaft und Umwelt oder urban gardening, Innuferschutz oder der Flughafen-Masterplan sprechen für eine klare erkennbare "grüne Handschrift".

Nun wird es Zeit, nach dem Verhandlungsmarathon sich durch die großen Arbeitspakete zu wühlen -:)

Marktplatz: Ein kleines, feines Stück Grün


Eigentlich sollte dieses Teilstück asphaltiert werden, damit bei Veranstaltungen die VeranstalterInnen ausreichend Lagerplatz haben. Dafür gab's im Stadtsenat ein klares Nein. Nun ist ein kleines, feines Stück Grün entstanden. Solche kleine, öffentlich zugängliche Oasen brauchen wir in Innsbruck mehr. Ein Fehler ist uns allerdings beim Beschluss passiert: der bereits bestehende Baum musste weichen. Das haben wir übersehen und ich bitte um Entschuldigung, dass uns das passiert ist.

Bitte habt Geduld

Derzeit sind wir in Verhandlungen. Daher spielt sich nicht besonders viel auf meinem Blog ab. Ich komm einfach momentan nicht dazu. Unsere Blogs werden immer von den jeweiligen Personen selbst befüllt (wir haben keine Ghostwriter). Ich bitte auch zu verzeihen, wenn ich nicht am selben Tag auf Posts antworten kann. Das ist nicht Missachtung sondern Zeitmangel. Ich werde mich bemühen, alles zu beantworten. Sollte ich mal was übersehen, bitte ich darum, mich zu informieren.
Wir haben noch anstrengende 1 1/2 Wochen vor uns, um ein gutes Koalitionspapier auf die Wege zu bringen. Das braucht Zeit und vor allem Nerven wie Stahlseile -:)

Nun wird weiterverhandelt


Die Stichwahl ist nun endlich zu Ende und wir können uns an einen Tisch setzen, um ein Koalitionspapier auszuarbeiten. In diesem Papier wird eine klare grüne Handschrift erkennbar sein. Wie schon bei der Präsentation des 5-Eckpunkte-Programms erklärt, ist die Tür für die ÖVP und SPÖ offen. Es würde mich sehr freuen, wenn wir gemeinsam für diese Stadt die nächsten 6 Jahre arbeiten würden.

Für ein weltoffene Stadt

Heute sind wir Grüne nochmal ausgeschwärmt und haben Basilikum verteilt, mit der Bitte, das Wahlrecht in Anspruch zu nehmen. Wer wählen geht, bestimmt mit.


Die letzten 2 Wochen waren von harten, aber fairen, Verhandlungen geprägt. Die Ergebnisse findet ihr auf unserer Homepage http://www.innsbruck.gruene.at. Wir hoffen sehr, dass ab Montag die Streitereien ein Ende finden und ÖVP und SPÖ an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Hier noch ein kurzer Überblick über die 5 Eckpunkte unserer Verhandlungen:

Ein Angebot von „Für Innsbruck“ und „Innsbrucker Grünen“ an die InnsbruckerInnen und die weiteren  Stadtsenats-Fraktionen
Präambel
Anders als ÖVP und SPÖ, die erklärt haben, erst nach der Stichwahl Koalitionsverhandlungen aufnehmen zu wollen, haben Für Innsbruck und Innsbrucker Grüne bereits erste inhaltliche Eckpunkte für die nächsten 6 Jahre definiert.
Als Ergebnis legen Für Innsbruck und Innsbrucker Grüne folgende 5 Eckpunkte vor.
Diese 5 Eckpunkte sind ein Angebot an die InnsbruckerInnen als Entscheidungshilfe für die BürgermeisterInnen-Stichwahl am kommenden Sonntag.
Diese 5 Eckpunkte sind die Grundlage für gemeinsame zügige Verhandlungen nach der BürgermeisterInnen-Stichwahl und bilden zugleich ein konkretes inhaltliches Angebot an ÖVP und SPÖ, auf Basis dieser Eckpunkte gemeinsam ein Zukunftsprogramm 2012  – 2018 für Innsbruck zu gestalten.

Morgen, 29.4.,  ist die Stichwahl der BürgermeisterkandidatInnen zwichen FI und ÖVP. 
Wir Grüne wollen eine weltoffene Stadt.

Arbeit für die Menschen statt Show

Wir haben mit allen Parteien gesprochen und mit FI konnte eine Einigung über 5 Eckpunkte erzielt werden. ÖVP und SPÖ machten bei den Sondierungsgesprächen klar, dass sie erst nach der Stichwahl bereit sind, überhaupt mal an Inhalten zu arbeiten. FI wollte Nägel mit Köpfen machen. Heute haben wir unsere gemeinsamen 5 Eckpunkte für ein weltoffenes, internationales und modernes Innsbruck präsentiert. Im Sinne der Transparenz veröffentlichen wir diese natürlich vor der Stichwahl (http://www.innsbruck.gruene.at).

Wegekosten des motorisierten Verkehrs

Momentan tut sich in Innsbruck recht wenig. Zuerst kommt die Stichwahl und erst dann wird wieder gearbeitet. Dieser Stillstand ist etwas nervig.

Ein Thema, das immer wieder auf meinem Blog auftaucht, ist, dass der Auto-/LKW-Verkehr ja eh die Melkkuh der Nation sei und für alle Kosten selbst aufkomme. Nun ja, dem ist nicht so. Auf der Bundesseite bmvit findet man interessante Studien und Beiträge genau zu diesem Thema. Leider kann ich auf dem Blog keine pdfs hochladen, sodass ich auf die Bundesseite verweisen muss. Dort kann man alle pdfs herunterladen und sich unglaublich viele Tabellen zu Gemüte führen.

Eine Seite habe ich zu einem jpg-Bild gemacht, sodass bei Interesse mal bisschen hineingeschnuppert werden kann.


Doppelklick auf das Bild, dann wird es größer und lesbar.

Grün ist in Innsbruck nicht mehr wegzureden



Das freut. In Innsbruck sind grüne Stimmen klar und deutlich zu sehen. Jedoch, wir haben noch viel zu tun - ausruhen wäre jetzt nicht angebracht.

Daaaaaaaanke

Ein riesengroßer Dank an alle, die in der mitunter stressigen Wahlkampfzeit geholfen haben und auch ein riesengroßes Danke an alle Innsbruckerinnen und Innsbrucker, die uns gewählt haben.

Gemma's an

Liebe Leute, geht morgen wählen. Wenn ich es mir wünschen darf, am liebsten natürlich grün ankreuzen. Wir haben viel zu tun in dieser Stadt. Gemeinsam schaffen wir das locker.



Bicycle, bicycle - das Hochrad von Christoph Chorherr

Gestern unterstützte uns Christoph Chorherr aus Wien mit seinem Hochrad. Und, das Wetter war viel viel angenehmer als heute.



Petition für saubere Luft

Jedes Jahr schrillen in Innsbruck die Alarmglocken wegen Grenzwertüberschreitungen der gesundheitlich schwer belastenden Stickstoffoxide und Feinstaub. Jedes Jahr reden die politisch Verantwortlichen am Problem vorbei und verweisen auf den bösen bösen Hausbrand. Und wie jedes Jahr wird die Lösung des Problems auf das nächste Jahr verschoben. Deshalb wollen wir Grüne die Aufmerksamkeit für die Gemeinderatswahlen dazu nutzen eine Petition für saubere Luft zu starten.

Wir brauchen nicht das Zerreden der krankmachenden dreckigen Luft. Wir brauchen stringente Maßnahmen, damit wir wieder saubere Luft zum Atmen haben.

Die erste Maßnahme steht schon auf dem Papier (Innsbrucker Energieentwicklungsplan) und wird den Hausbrand verschwinden lassen. Dafür braucht es starke Grüne in den nächsten 6 Jahren, damit die Maßnahmen nicht nur am Papier stehen, sondern umgesetzt werden.

Die zweite Maßnahme ist natürlich viel viel heikler und deswegen traute sich die bisherige Koalition aus FI, ÖVP und SPÖ auch nicht drüber. Das ist der Autoverkehr. Heuer, durch den massiven Salzeinsatz verstärkt, konnte niemand mehr leugnen, dass in den stark befahrenen Straßenräumen eine giftige Glocke lag. Man konnte es sehen und natürlich riechen. Diese dreckige Luft aus Abgasen, Abrieb und Aufwirbelung wird uns direkt ins Gesicht geblasen. Für alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, eine krankmachende Belastung.

Daher brauchen wir ein Gesundheits-Maßnahmenpaket mit mehreren Schritten. Da die Umstellung von Auto auf Gehen, Radfahren und Öffi nicht so schnell gehen wird (schon gar nicht in den Köpfen der Leute), soll bei Annäherung an den Grenzwert der Autoverkehr vorinformiert werden, dass bald stopp ist. Ausnahmegenehmigungen für Wirtschaftsverkehr und soziale Dienste sind auszustellen.

Mittel- bis langfristige Maßnahmen sind:
- Ausbau öffentlicher Verkehr
- Günstige Tickets das ganze Jahr
- Großraumticket Innsbruck / Innsbruck-Land für die PendlerInnen
- Radwegenetz ausbauen
- Carsharing
- Radverleihsysteme
- fürs Gehen alles so attraktiv wie möglich machen, dh. breite Gehsteige, Bäume, Bänke
- Plätze für Menschen zurückholen

Ich bin überzeugt, dass unsere Gesundheit über dem Diktat "Freie Fahrt für freie Bürger" steht.

Bitte unterzeichne die Petition unter www.fuersaubereluft.at

Dieser Beitrag von TirolTV bringt einen recht guten Überblick

Innsbruck Aktuell, Folge 13 vom 13.4.2012. Die Grünen kommen ab Minute 11.



Engagierte Jugendliche luden zur Diskussion

Der SchülerInnenbeirat ist ein Zusammenschluss von SchülerInnen der AHS und BHS. Wer noch fehlt, sind die Lehrlinge. Auch das werden die Youngsters noch hinkriegen, dass wirklich alle verschiedenen Anliegen im Beirat vertreten sind.
Ihr Anliegen: mit den PolitikerInnen direkt reden. Es waren alle VertreterInnen der politischen Parteien anwesend. Dadurch dauerte der Diskussionsabend natürlich lange und es konnten nicht alle Themen angesprochen werden.
Trotzdem, ich finde es super, wenn Jugendliche selbst aufstehen. Wenn sie selbst formulieren, was ihre Anliegen sind. Ich würde mir wünschen, dass wir uns regelmäßig treffen, um Anliegen zu besprechen und Lösungen zu finden.

Tanz- und Straßenkunst in Innsbruck

Diesen Samstag, am 14.4., gibt es wieder ein kleines feines Fest in der Maria-Theresien-Straße. Die verschiedenen Tanzgruppen, die vielen verschiedenen StraßenkünslterInnen brauchen Raum. Einerseits Räumlichkeiten, um trainieren zu können, andererseits öffentlichen Raum, um ihre Kunst auch zeigen zu können.



Und wir brauchen am Samstag viel viel Sonnenschein. Kommt vorbei und schaut euch die verschiedenen Kunst- und Tanzrichtungen an.

Das etwas andere Diskussionsformat


Foto: Christian Forcher


Gestern abend lud das Jagdclub-Team zu einem anderen Diskussionsformat in die Bäckerei. Live ins Internet übertragen, mit Votings und natürlich Fragen übers Facebook. Die Zeit war etwas zu kurz, um alles unterzubringen. Ich war allerdings schon bei den Eingangsstatements zum Thema Wahlkampfkosten erstaunt. Da wurde gedreht und beschönigt, dass sich die Balken bogen.

Infos: www.jagdclub.tv
http://www.facebook.com/#!/events/261152603979282/

Jagdclub-TV gab uns dankenswerter Weise auch die Auswertung:
"Die Zahlen zur Sendung wollen wir ihnen nicht vorenthalten, da sie selbst unsere künsten Erwartungen übertroffen haben und - gemessen an anderen Live-Streaming-Events im Internet in Österreich - einen Spitzenwert darstellen!"

- über 25.000 abgegebene Votes
- 11.280 Unique-IP-Zuseher!! (d.h. wenn mehrere aus einem (Firmen-)Netzwerk zusehen - z.b. aus einem Büro - zählt der Zuseher nur einmal)
- 75.160 gesehene Sendeminuten
- 3.300 Zuseher per mobilen Endgeräten (Handys, Tablets,…)
- 4,1 Millionen Zugriffe auf den Voting-Server
- ein halbes Terrabyte gestreamte Daten


Das etwas andere Interview ...

... auf www.provinnsbruck.at.

Deine Stadt, du bestimmst

Das ist eine unserer grünen Forderungen und deckt sich mit dem vorherigen Blogeintrag.

Die vorgegaukelte Beteiligung über´s Internet der Stadt Innsbruck ist ein Witz. "Meine Stadt. Meine Meinung" ist keine Beteiligung. Dieses Instrument hat bereits 65.000 Euro verschlungen. Bei unserer Anfrage im Gemeinderat kam auch heraus, dass 0,2% der wahlberechtigten Innsbruckerinnen und Innsbrucker im Durchschnitt teilnehmen. Nonanet-Fragen mit Ja- oder Nein-Antworten sind kein Feger.

Mitbestimmen, mitreden schaut anders aus. Was heißt eigentlich BürgerInnenbeteiligung?
Anhand von konkreten Vorschlägen, entweder von den Leuten selbst oder vom Gemeinderat, muss ein Prozess eingeleitet werden. Der soll mit externen Expertinnen und Experten gemacht werden. Die Politik hat da nix verloren - sie wird auf die Zuschauerränge gedrängt. ZB. gibt es von einigen engagierten Leuten in der Höttinger Au den Wunsch, ein Stadtteilzentrum für ihr Stadtviertel zu haben. Die Höttinger Au ist gewachsen und gewachsen, es gibt aber keinen gemeinsamen Treffpunkt. Nun wäre es wichtig, einen Beteiligungsprozess mit den Leuten der Höttinger Au zu starten, die verschiedenen Wünsche und Bedürfnisse zu sammeln, zu ordnen und ein gemeinsames Werk zu schaffen.
Beispiel O-Dorf. Wir Grüne haben im O-Dorf einen Prozess gestartet, der sich um das O-Dorf selbst dreht. Was ist gut, was ist schlecht - wie können wir das O-Dorf verbessern. Der große Aufreger ist nach wie vor der öde Karl-Lugger-Platz. Nun gibt es eine engagierte Gruppe, die Ideen und Vorschläge entwirft, was man dort alles verändern könnte. Es geht von Platz für die Kinder, um Roller zu fahren und Fahrradfahren zu lernen bis hin zu Urban Gardening. Da braucht sich die SPÖ nicht medial in Liegestühlen niederlassen und fordern, Plätze grüner zu gestalten. Die Leute wissen schon selber, was sie wollen und sind auch zu Kompromissen bereit, wenn Mitsprache ernst gemeint ist.

Bei Großprojekten wollen wir Grüne Volksabstimmungen. Die Volksabstimmung ist ein hohes demokratisches Gut und kann dort eingesetzt werden, wo Projekte das gesamte Stadtgebiet betreffen. Da gäbe es zum Beispiel für die kommende Gemeinderatsperiode die Autobahnabfahrt Flughafen. Wir wissen, dass die immer noch herumgeistert. Wenn sie konkret wird, wollen wir darüber abstimmen lassen. Wenn die Mehrheit der Meinung ist, das ist vernünftig und das Steuergeld ist gut eingesetzt, dann soll sie realisiert werden. Wenn die Mehrheit der Meinung ist, das ist ein Blödsinn und das Steuergeld soll zB in Bildung für unsere Kinder fließen, dann ist das Projekt begraben.

Mitbestimmung ist eindeutig mehr, als zum Frühstück zu laden oder Freibier auszuschenken. Wir Grüne wollen ein Bürgerbeteiligungsreferat, das personell und finanziell ausgerüstet ist, um Beteiligungsprozesse gut und zufriedenstellend für die betroffenen Leute, organisieren und durchführen kann.

Straßenbahn/Regionalbahn: Informationsbedarf ist hoch

In der heutigen Tiroler Tageszeitung kündigen Geschäftsleute der Rhombergpassage (das ist beim Sillpark) Protestaktionen gegen den Ausbau der Straßenbahnlinie O/Regionalbahn an. Die Sorgen und der Ärger der Leute sind verständlich. Es mangelt nämlich gewaltig an Informationen. Dass das beunruhigt, ist logisch. Die Stadt Innsbruck muss dringend mit der IVB und dem Land Tirol eine Informationskampagne starten. Wenn man nicht weiß, was vor der eigenen Haustür oder Geschäftstür passiert, dann braucht einen der Unmut nicht wundern.
Mitsprache, Mitbestimmung tut dringend Not. Beim Ausbau der südlichen Maria-Theresien-Straße hat es eine eigens eingerichtete Projektgruppe gegeben, wo AnrainerInnen und Geschäftsleute eingebunden waren. Wieso gibt es das nicht bei jedem Bauabschnitt? Ich versteh das Vorgehen der Stadt Innsbruck ehrlichgesagt nicht. Bei großen Projekten muss die betroffene Bevölkerung eingebunden werden.
Derzeit reden ja alle Parteien von Bürgerbeteiligung. Ich glaub das erst, wenn wir in der neuen Gemeinderatsperiode verbindliche Regeln festgelegt haben, wie Bürgerinnen und Bürger korrekt und umfangreich bei Projekten mitreden und mitgestalten können.

Verlässlich? Da soll sich jede und jeder selbst ein Bild machen

Heute war Sitzung der Hauptwahlbehörde. Das ist das oberste Organ und wacht über die Wahl, dass alles korrekt abläuft. Das "ÖVP-Direktwahl-Modell", das überall verkauft wird, ist definitiv gesetzeswidrig. Nur diejenigen Personen, die es schaffen, die Wahlzahl für ein Direktmandat zu erhalten, werden nach vorne gereiht. Dann werden die restlichen auf die Liste entfallenden Mandate (nach d´Hondt) in der Reihenfolge der Listenreihung vergeben. (Die Wahlzahl ändert sich von Wahl zu Wahl, weil diese im direkten Zusammenhang zur Wahlbeteiligung steht. 2006 waren es ca. 1.200 Stimmen).

Natürlich kann dann zb. Listenplatz 6, der 800 Stimmen hat, auf den Listenplatz 5 bestehen, der 700 Stimmen hat. Nur muss dann Listenplatz 5 gänzlich auf sein Mandat verzichten. Nix mit umreihen, sondern gänzlicher Verzicht.
Laut Information haben alle ÖVP-Leute einen Mandatsverzicht unterschrieben. Ob sie sich daran halten werden, steht in den Sternen. Das ist nämlich sittenwidrig und somit ungültig.

Ich finde das Spiel der ÖVP bedenklich. Nicht, weil ich mir um die Kandidatinnen und Kandidaten auf der Liste Gedanken mache (die haben ja gewusst, dass die Umreihung so nicht geht). Sondern weil es Täuschung der Innsbruckerinnen und Innsbrucker ist, die die ÖVP wählen und der Meinung sind, sie könnten wirklich eine Listenumreihung machen.

Ich weiß ja nicht, wessen Idee das war und ob das auch wirklich durchdacht war. Meiner Meinung nach ist das ein WählerInnenvertreibungsprogramm. Und das finde ich demokratiepolitisch schwerst bedenklich. Bei der nächsten Wahl werden die enttäuschten WählerInnen nicht mehr hingehen.

Naja, vielleicht will die ÖVP ja auch bei der Landtagswahl 2013 in Innsbruck eine Niederlage kassieren.

Südring - so könnte er auch aussehen



Beim "Dialog am Stadtrand" wurden viele Ideen geboren. Eine davon seht ihr hier. Die Grundsatzfrage ist: Wie könnte die unglaublich tolle und große Fläche Südring von Anfang bis Ende anders genutzt werden?
Wer hat noch gute Ideen?


Info über die bevorstehende Gemeinderatswahl

Im letzten Gemeinderat ging es streckenweise recht rund zu. So auch bei unserem grünen Antrag, die Innsbruckerinnen und Innsbrucker über alle zur Verfügung stehenden Kanäle über die Wahl zu informieren. Schließlich gibt es das erste Mal 2 Wahlgänge und auch das Vorzugsstimmensystem hat sich geändert. Die Liste Für Innsbruck wollte den Antrag versenken, was ihr nicht gelungen ist. Die Mehrheit im Gemeinderat hat unseren Antrag unterstützt.

Viele Leute sprechen uns auf der Straße an, dass sie sich nicht auskennen. Information ist unbedingt erforderlich. Für mich ist das ja nix Neues, weil im Land Tirol gibt es die Direktwahl ja schon seit den 90er-Jahren und als ehemalige Hallerin kenn ich das. Aber für Innsbruck ist das neu. Wir werden, sobald die Wahlzettel gedruckt sind, auch auf unserer Homepage ein Video raufstellen, das die Änderungen bei dieser Wahl genau erklären wird.

Museumstraße muss renoviert werden

Die Museumstraße muss in den nächsten Jahren renoviert werden. Der Asphalt hat schon tiefe Rillen, sodass das Queren für Fußgängerinnen und Fußgänger schon ziemlich mühsam ist. Vor allem ältere Menschen sehen die Unterschiede nicht und stolpern. Und weil man das richten muss, werden auch gleich die Haltestellen barrierefrei gemacht. Begonnen wird schon heuer, allerdings noch beim Marktgraben. 2013 sollte es dann so weit sein, dass die Museumstraße selbst drannkommt. Was mich besonders freut, ist, dass eine Projektgruppe mit AnrainerInnen und Geschäftsleuten eingerichtet wird, um die Museumstraße noch besser zu machen. Und, dass die Museumstraße bis zu ihrem Ende gedacht wird - das ist bei der Bruneckerkreuzung. Derzeit bricht die Straße ja leider bei der Kreuzung Sillgasse/Meinhardtstraße ab, was schade ist. Ich bin schon gespannt, was die Projektgruppe an Vorschlägen bringt.

S-Bahn-Haltestellen könnten kommen

Warum könnten? Weil ich der Ankündigung noch nicht recht glauben schenken kann. Die SPÖ ist 2006 mit den S-Bahn-Stationen in den Wahlkampf gezogen und hatte 6 Jahre Zeit, diese auf Schiene zu bringen. Leider ist daraus nix geworden. Aber, man soll die Hoffnung nicht aufgeben, dass es 2013 soweit sein soll. Meine ständige Nachbohrerei im Gemeinderat ist ihnen wohl auf den Keks gegangen. Ich finde es auf alle Fälle gut, wenn mit der Umsetzung begonnen werden kann, damit Pendlerinnen und Pendler von der S-Bahn aus dem Ober- und Unterland bessere Umsteigerelationen bekommen.

Damit's wieder rund läuft - Visionen für ein grünes Wirtschaften

Der Wirtschaftmotor läuft nicht rund. Wie nützen Investitionen in Zukunftstechnologien unserem Gemeinwesen nachhaltig? Wie sichert ökologisches Denken und Handeln ökonomischen Erfolg besser als traditionelle Unternehmensstrategien? Welche Green Jobs sind in Innsbruck angesagt? Welche Chancen gibt‘s für die vielen Ein-Personen-Unternehmen in Tirol? Welche wesentliche Rolle spielt ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz?

Darüber diskutieren:
Lisa Rücker – Vizebürgermeisterin von Graz:
Wie sehr bestimmt die Absicht nachhaltig zu wirtschaften die Grazer Stadtpolitk?

Arthur Sief
- Unternehmer SIKO Solar:
Wie sieht ein europaweit erfolgreicher Unternehmer die Chancen und Risiken in der Landeshauptstadt?
Was kann die Politik überhaupt „für die Wirtschaft“ tun, welche sind aus seiner Sicht die wesentlichen Herausforderungen?

Eine gemeinsame Veranstaltung der Grünen Wirtschaft und der Innsbrucker Grünen


Raus aus der Energiefalle - es geht

Wir gehen mit Riesenschritten auf eine Ressourcenkrise zu. Jetzt kann man den Kopf in den Sand stecken und sich denken, mich erwischst eh nit. Man kann aber auch Verantwortung wahr nehmen und die Weichen der Energiebereitstellung in der Stadt Innsbruck so stellen, dass auch die nächste Generation unbesorgt leben kann.
In diesem Blogbeitrag geht es nun um Raumwärme - in unseren Breitengraden dringend notwendig. Innsbruck hat einen relativ alten Häuserbestand, va. aus den 50ern, 60ern und 70ern. Damals hat man noch nicht daran gedacht, Häuser energieeffizient zu errichten. Heute ist das dringend notwendig. Wir heizen mit unserem Geld die Straße und Umgebung und ein klein wenig auch unsere Wohnungen. Die Rechnungen, die wir jährlich präsentiert bekommen, treiben je nach Winter die Schweißperlen auf die Stirn.
So. Nun gibt es in Innsbruck den Energieentwicklungsplan. Nicht gerade ein sexy Wort, aber dafür mit viel viel Inhalt.

Das wichtigste vorab:
  • jedes Jahr 1% des Innsbrucker Budget fix als Förderung für Energieeffizienz - das sind 3 Millionen Euro jährlich (bis ins Jahr 2025)
  • damit sollen die Häuser saniert werden und auch alte Ölkesselanlagen auf erneuerbare Energie umgestellt werden
  • damit schaffen wir ein Wirtschaftsprogramm, das uns andere Städte erst mal nachmachen müssen
  • laut Berechnungen der Arbeitsgruppe kommen bis zu 1.600 Arbeitsplätze im Bereich Sanierung und erneuerbare Energien dazu
Damit das nicht nur auf dem Papier stehen bleibt, braucht es mit 15. April starke Grüne in Innsbruck. Mit uns wird auch umgesetzt.

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