Straßenbahn - nun geht es ab Richtung Osten Innsbrucks

Eine umfassende Information ist das Um und Auf. Im letzten Stadtsenat kamen die IVB, Verkehrsplanung, Stadtplanung und Tiefbau, um die Stadtsenatsmitglieder über den Abschnitt Sillpark bis zum Leipziger Platz für die Straßen-/Regionalbahn zu berichten. Warum die Gleise ausgetauscht werden müssen, warum die Friedensbrücke neu gebaut werden sollte und wie überhaupt die Ein-/Ausstiegssituation für die Fahrgäste aussieht. Die Autofahrenden wurden auch nicht vergessen.
Die Brücke ist 50 Jahre alt und beidseitig schwimmend gebaut, damit sich die Brückenteile bei den verschiedenen Temperaturen ausdehnen oder zurückziehen können. Diese Bauweise wendet man heutzutage nicht mehr an, weil bei beidseitigem "Schieben" die Brücke sich zu versetzen beginnt. Die Friedensbrücke wandert langsam aber stetig Richtung Sillpark. Die Gleise darauf sind ebenfalls 50 Jahre alt.
Beides, Brücke und Gleise, könnten saniert und alles beim Status-quo belassen werden. Würde Kosten sparen, keine Frage - allerdings nur für die nächsten paar Jahre. Das wäre verschwendetes Steuergeld und - wie haben es die Berichterstatter genannt - "frustrierte Kosten" (das ist eine geniale Wortkombination -:))
Die Brücke müssen wir schlussendlich doch neu bauen. Eine wandernde Brücke ist doch ein beträchtliches Sicherheitsrisiko, vor allem bei dem hohen Verkehrsaufkommen, das auf dieser Brücke vorzufinden ist.
Die neu konzipierte Haltestelle beim Leipziger Platz bietet mehrere Vorteile. Fahrgäste müssen keine Fahrbahn mehr queren, weil der gesamte Haltestellenbereich zum Rapoldipark rückt. Das erspart wieder Ampelregelungen. Meiner Meinung nach haben wir in Innsbruck sowieso viel zu viele Ampeln. Für die Autofahrenden ist es auch nicht mehr so verwirrend wie derzeit, da eine logischere Führung der Fahrbahnen kommt und kein Konflikt mehr mit der Straßenbahn besteht.

Ich gehe davon aus, dass kommenden Donnerstag zu Beginn des Gemeinderates (15 Uhr, 6. Stock ,Rathausturm) die Präsentation dieses Teilabschnittes stattfindet. Wer Zeit und Interesse hat, abseits der medialen Berichterstattung, Informationen aus erster Hand zu bekommen, sollte hinkommen.

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