Karwendelbrücke - die Endlosgeschichte

Die Karwendelbrücke in Innsbruck ist eine denkmalgeschütze Eisenbahnbrücke, die als Unterkonstruktion eine Fußwegbrücke beinhaltet. Im Jahr 2007 wurde die Brücke aufwändig saniert. Bereits damals machten wir Grüne darauf aufmerksam, dass die Fußwegbrücke selbst für FußgängerInnen eine Zumutung ist. Außerdem ist sie auch eine wichtige Radwegverbindung der beiden Innseiten. Wir beantragten, gleich bei der Sanierung den unteren Teil so zu verbreitern, dass ein Gehen und Radfahren ohne Konflikte möglich sei. Schließlich investiere die ÖBB über 1 Million Euro und die Brücke wäre mehrere Monate gesperrt, sodass ein sofortiger Umbau des unteren Teils ohne gröbere zusätzlichen Sperren machbar wäre. Leider wurde vor allem von der SPÖ unser grüner Antrag heruntergemacht und abgelehnt.

Deshalb freut es mich jetzt besonders, dass die SPÖ diese wichtige Karwendelbrücke nun verbreitern will. Wobei - 2,5 m - nicht berauschend viel sind, um ein konfliktfreies Begegnen von FußgängerInnen und RadfahrerInnen zu gewährleisten. Da brauchts a bisserl mehr.

Was mich dann im Artikel (im vorherigen Absatz verlinkt) doch erstaunt hat, war die gewünschte Verbreiterung des Emile-Bethouart-Stegs. Auch bei dieser Sanierung beantragten die Innsbrucker Grünen, bitteschön diese Brücke doch endlich zu verbreitern. Nein, die SPÖ machte ein großes Getöse, warum das doch nicht machbar sein.

Der neu entstandene Tatendrang der SPÖ ist schön, hängt aber wohl mit der nahenden Gemeinderatswahl zusammen. Ich glaub den Einsatz für Radfahrende erst, wenn alle angeführten Brücken auch tatsächlich mit Budget und Umsetzungsplan vorgelegt werden.

PS: Ich such kommende Woche die Gemeinderatsprotokolle zur Karwendelbrücke und zum Emile-Bethouart-Steg heraus. Das finden sich sicher schöne Schmankerln.

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