Ideenwettbewerb Patscherkofelvorplatz



Im Jänner 2012 rief die vorherige Koalition in Innsbruck einen geladenen Ideenwettbewerb für den Vorplatz der Patscherkofelbahn in Igls aus. Die Ergebnisse und das Siegerprojekt wurde am Freitag den Iglerinnen und Iglern vorgestellt. Igls ist ein rühriger Stadtteil und dementsprechend hoh war auch das Interesse.
Hoh war auch das Interesse, das Gemeinderat Federspiel an den Tag legte. Geldverschwendung, Budgetüberschreitung etc. wurde gleich medial verbreitet.
Fakt ist: Es ist ein Ideenwettbewerb. Wir sind noch weit weg von einer Umsetzung. Und schon gar nicht wird jetzt umgesetzt, wo wir noch überhaupt nicht wissen, wie die Zukunft der Seilbahn auf den Patscherkofel aussieht. Im Jänner 2012 konnte die damalige Koalition allerdings nicht wissen, dass der Besitzer der Seilbahn, Herr Schröcksnadel, dermaßen um sich schlagen anfängt und der Stadt Innsbruck lapidar mitteilen wird, dass er die Bahn einstellt, sofern nicht Steuergelder zu ihm fließen. Die budgetierten Mittel sind eine Voranmeldung, quasi ein Bekenntnis, dass mit dem Platz, der derzeit einen 70er-Jahre Charme ausstrahlt, gestaltet werden soll. (sollte eigentlich Herr Gemeinderat Federspiel wissen, schließlich saß er in den 90er Jahren selbst in der Koalition). Die tatsächlichen Kosten können vor einem Wettbewerb schwer ermittelt werden. Schließlich weiß man ja noch nicht, was für Ideen daherkommen.
Sollte die Zukunft der Patscherkofelbahn im Jahr 2013 geklärt werden können, dann können wir uns auch an die Umsetzung machen. Ich finde den Vorschlag des ArchitektInnenteams Schwärzler&Schwärzler und Tuscher gut gelungen. Er bietet ausreichend Platz, um va. für Kinder und Jugendliche Veranstaltungen zu machen. Gleich nebenan gibt es nämlich einige Trendsportplätze, die auch sehr gerne und viel von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Das Gebäude, von Architekt Feßler in der Zwischenkriegszeit errichtet, kommt auch mehr zur Geltung. Man kann nicht mehr direkt zum Eingang fahren. Vielleicht ist das der große Aufreger. Aber Erwachsene werden doch bitteschön auch einmal ein paar Schritte zu Fuß gehen können.

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