Nichthandeln kostet - Millionenstrafe für Österreichs Untätigkeit droht


Ja, richtig. Feinstaub und Stickstoffoxid sind schwerst gesundheitsschädigend. Trotzdem tun wir so, als ob uns das nix angehen würde. Auch Innsbruck ist kontraproduktiv unterwegs. Einerseits der sehr vernünftige Ausbau der Straßenbahn mit Verlängerung zu den S-Bahn-Haltestellen Rum und Völs. Andererseits soll für 40 Mio. Euro die Beschleunigung des Autoverkehrs vorangetrieben werden - der Ausbau der Graßmayrkreuzung + Direktanbindung direkt ins Zentrum. Dass gut ausgebaute Straßen mehr Autoverkehr anziehen, ist jetzt keine neue Erkenntnis mehr. Dass Feinstaub und Co uns kaputtmachen, auch nicht.
Trotz hoher Belastung bei Feinstaub und Stickstoffoxid stecken die Konservativen, die Rechten, aber auch Teile der Koalition, den Kopf in den Sand und tun so, als wenn es die Belastung nicht gäbe à la "was man nicht sieht, gibt es nicht". Diese Kurzsichtigkeit brummt uns nicht nur ein Verfahren der EU auf, sondern kostet unsere Gesundheit.
Sämtliche Bemühungen, die giftigen Abgase in den Griff zu bekommen werden ad absurdum geführt. Wir stecken Millionen in den Öffentlichen Verkehr, wir stecken ab 2013 Millionen in die Haussanierungen und Umstellungen der Heizungsanlagen. Und zeitgleich sollen Millionen in ein Straßenprojekt versenkt werden, das, von gesundheitspolitischer Sicht nie und nimmer gebaut werden dürfte.

Das Projekt ist nicht nur verkehrspolitisch, sondern auch gesundheitspolitisch kontraproduktiv und gehört in den Schredder.

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