Öffentlicher Verkehr - es tut sich was im ganzen Land

Der untentstehende Artikel zeigt auf, dass die Menschen umzusteigen beginnen. Die Wege, die schnell und zügig mit dem Bus/der Bahn erledigt werden können, werden angenommen. Die Wege, wo es noch ein Auto braucht, weil man schwere Dinge transportiert oder weil die Verbindung von A nach B nicht passt, werden mit diesem bewältigt. Es geht um Alltagswege, die durch den Öffentlichen Verkehr ersetzt werden können, sofern natürlich die Verbindung dem eigenen Bedürfnis entspricht.
Das Land Tirol nimmt einiges Geld in die Hand, um den Öffentlichen Verkehr serviceorientiert auf die Füße zu stellen. Es gibt noch einiges nachzurichten, aber die Richtung stimmt. Und das freut.


Winter bringt Verbesserungen für Pendler
Am 9. Dezember tritt der Winterfahrplan für den Öffentlichen Verkehr in Kraft. Er bringt mehr Sitze für Bahngäste aus dem Oberland und bessere Verbindungen für Telfs, Sellrain und das Villgratental. Auch eine Echtzeit-Info für Handy und PC kommt.
Große Umwälzungen sind im neuen Fahrplan nicht vorgesehen - heißt es beim Verkehrsverbund Tirol (VVT), wohl aber einige Änderungen. Überfüllte Pendler-Züge haben zuletzt immer wieder für Kritik gesorgt. Hier soll es zumindest zwischen Landeck und Innsbruck mehr Sitzplätze geben, sagt der zuständige Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner.
Wir werden hier insgesamt 400 Sitzplätze mehr zur Verfügung stellen und teils Doppelzüge einsetzen, damit die Leute sicher einen Sitzplatz bekommen. Wir freuen uns, wenn mehr Leute mit den Zügen fahren, aber wir müssen auch schauen, dass sie einen Platz bekommen“, so Steixner. Im Oberland sei das Problem größer und deshalb löse man es jetzt dort, die Entwicklung im Unterland werde man im Auge behalten.
Bessere Verbindungen im Sellrain und im Villgratental Auf der gesamten Strecke vom Kühtai bis nach Innsbruck über Kematen und Völs werden künftig mehr Buskurse angeboten. Demnächst gibt es im Winterfahrplan neun Verbindungen mehr pro Werktag. Verstärkt wird vor allem das Angebot abends 17.00 Uhr. Außerdem verkehrt künftig ein Nightliner im Sellrain.
Verbesserungen gibt es auch in Osttirol. Im Villgraten- und Winkeltal wird die Frequenz eine Woche nach Fahrplanwechsel erhöht bzw. die Strecken verlängert. Im Winkeltal gibt es im Winter morgens und abends zusätzliche Busse.
Verspätung am Handy-App sehen Gleichzeitig mit dem Fahrplanwechsel startet auch die neue VVT-Echtzeitinfo. Über Internet kann dabei abgerufen werden, wann genau ein bestimmter Bus etwa bei einer Haltestelle ankommt oder ob es Verspätungen gibt, erklärte VVT-Chef Jörg Angerer. „Sie können sich die Haltestellen einstellen, die für Sie wesentlich sind. Wir denken da z.B. an eine Hotelrezeption, die sich das einstellen könnte für die Haltestellen vor dem Haus.“ 85 Prozent aller öffentlichen Verkehrsmittel in Tirol sind von dem System erfasst, weitere Busse sollen nachgerüstet werden.
50 Millionen Euro pro Jahr investiert das Land in öffentliche Verkehrsverbindungen, dazu kommen weitere Millionen für Bahnhöfe, Haltestellen oder die Fahrgastinformation. Ständig steigende Fahrgastzahlen würden die Entwicklung bestätigen, so der VVT am Donnerstag.

Blog-Archiv