Was passiert mit unseren Daten im Gesundheitswesen?



„Der gläserne Patient“ - das kann weitreichende Konsequenzen haben. Überall werden von uns Daten gesammelt, gehortet und - möglicherweise - verknüpft. Was dabei rauskommt, bleibt uns verborgen.
Daher gibt es am 8. März, um 19 Uhr, Claudiasaal, Herzog-Friedrich-Straße 3, eine interessante Podiumsdiskussion zu diesem Thema. Was mich besonders freut, ist, dass Christoph Wild, einer unserer Computerspezialisten und „Datenschützer“, sowie Eva Lichtenberger, Grüne EU-Abgeordnete, mit dabei sind.

Jetzt geht's los



Wir starten wieder mit der Grünen Radwerkstatt




Frühling wird's. Naja, noch nicht ganz, aber trotzdem brauchen unsere Fahrräder ein Service. Der massive Salzeinsatz, der diesen Winter in Innsbruck stattgefunden hat, hat den Fahrrädern ganz schön zugesetzt.
Wir starten diesen Donnerstag, 16 Uhr, wieder beim Landesmuseum.

Marktplatz wird für Parteien freigegeben

Am 10. Jänner suchten die Innsbrucker Grünen bei der Stadt Innsbruck an, einen Container als Informationsanlaufstelle am Marktplatz für die kommende Gemeinderatswahl aufstellen zu dürfen. Es ist städtischer Grund und daher von der Stadt zu genehmigen oder nicht. In diesem Fall ist die Frau Bürgermeisterin ressortverantwortlich und soll, kann, muss das ok oder das nicht-ok begründet geben. Es dauerte und dauerte und wir bekamen keine Antwort. Einen Monat später erkundigten wir uns, wie es denn mit der Genehmigung aussehe und erhielten vom Amt die Antwort, dass Frau Bürgermeisterin nicht entschieden hätte. Daraufhin schickte unser Klubobmann ein gut begründetes Papier an die Frau Bürgermeisterin, warum sie unser Ansuchen zu genehmigen hat. Und siehe da: unser Antrag auf Grundüberlassung kam in den Stadtsenat. Dort war es dann auch recht lustig. Es war der Frau Bürgermeisterin klar anzusehen, dass sie es nicht wünsche, dass die Grünen einen Informationscontainer aufstellen. Sie begründete ihre ablehnende Haltung damit, dass dann ja jede Partei daherkommen könnte. Ja, das ist Demokratie und jede Partei hat in Wahlzeiten das Recht, Wahlwerbung zu betreiben.
Schlussendlich, da die Bürgermeisterfraktion nicht die Mehrheit hatte (Grün, SPÖ und ÖVP waren für die Genehmigung), stimmte sie unserem Ansuchen zu. Und wir haben noch mehr erreicht. Die 1000 Euro, die für die Grundüberlassung vom Amt vorgeschrieben gewesen waren, gibt es nicht mehr. Somit können vor allem kleinere Parteien oder neu antretende Parteien auch den Marktplatz nutzen, ohne mit Gebühren stark belastet zu sein. Jede Partei kann ca. 30 m2 nutzen, um Wahlwerbung zu machen. Der Marktplatz wird somit vom 1.4.-15.4. zum politischen Marktplatz, wo sich die Innsbruckerinnen und Innsbrucker gut informieren werden könnne.

ACTA - diesen Samstag gibt es wieder europaweit Proteste



Samstag, 25.2., geht es auch in Innsbruck wieder los. Sobald ich den genauen Ablauf habe, stelle ich ihn auf meinen Blog.

ACTA ist noch nicht vom Tisch



ACTA wird uns noch eine zeitlang beschäftigen. Obwohl ein europäisches Land nach dem anderen zu denken anfängt, ist es noch ein weiter Weg. Weitere Treffen in eurpäischen Städten, und natürlich auch in Innsbruck, werden folgen.

Ein kleiner Vergleich Wien - Innsbruck



In Wien bewegen sich die Menschen sehr vielfältig und können dadurch viel Geld sparen. Die Grafik zeigt schön, wie eine Stadt multimobil unterwegs sein kann. Allerdings, und das muss mitberücksichtigt werden, werden die PendlerInnenströme nicht mitgezählt.

In Innsbruck schaut es nämlich auch gut aus:
zu Fuß: 31%
Fahrrad: 15%
Öffi: 17%
Auto: 36%
Die Wegedistanzen sind innerhalb Innsbrucks, logischerweise, gering - 83% bis 5 Kilometer. Da lässt sich noch einiges machen.

Kaum betrachtet man aber die Relationen ins Umland, dominiert das Auto - 75%. Vom Umland in die Stadt 68%. Ich glaube, dass genau hier angesetzt werden muss. Welche Hauptströme gibt es und wohin wollen die Menschen? Der Öffentliche Verkehr, der für größere Distanzen geeignet ist, bedient offensichtlich nicht die Wege, die benötigt werden. Und, er ist mit seinem kleinzonigen Einteilung, die erstens den Kauf einer Karte verkomplizieren und zweitens die Fahrkarte teuer macht, unattraktiv.

Die nächste Shared-Space-Veranstaltung



Und schon gibt es die nächste Veranstaltung zu Shared Space. Die Uhrzeit ist nicht gerade arbeitnehmerInnenfreundlich, aber vielleicht schafft es doch die/der eine oder andere. Nun scheint das Konzept wirklich in Österreich angekommen zu sein. Ich habe das Thema bereits 2007/2008 thematisiert und versucht, in Innsbruck einen Prozess anzuleiern. Da bin ich noch gnadenlos im Gemeinderat untergegangen. Manche Sachen brauchen einfach ihre Zeit.

Energie Tirol und Shared Space



Doppelklick aufs Bild, dann wird es größer und somit lesbar.


Der Idee des gemeinsam verwendeten und genutzten Straßenraums zieht immer weitere Kreise. Energie Tirol bietet dazu eine interessante Veranstaltung am 23. Feber. Lasst euch nicht von der Zielgruppendefinition abschrecken. Zu diesen Veranstaltungen kann jedeR hingehen, zu hören und mitdiskutieren.

Bereits 15 Tage übern Grenzwert

Man riecht es regelrecht, wenn man vor die Haustüre tritt (TT-Artikel). Ja, das stimmt. Was die letzten Tage sehr gut sogar zu sehen war, war die Aufwirbelung auf den Straßen. Das viele Salz, kombiniert mit viel Straßendreck, wirbelt nur so munter in unseren Lungenhöhen herum. Sobald man in gering befahrene Straßen einbiegt oder zB. entlang der Uferpromenade geht, merkt man den Unterschied ganz deutlich. Heute wird es wohl etwas besser werden, weil es schneit und die trockenen Straßen genässt werden.

Alternativen zum Streusalz

Streusalz hat so seine Nachteile. Langfristig werden Bäume und Sträucher zerstört, Brücken und Asphalt vertragen den massiven Salzeinsatz auch nicht. Autos rosten schneller, Fahrräder detto und ganz zu Schweigen vom strapazierten Schuhwerk.
Es wird aber an Alternativen gearbeitet - von Trauben- bis zu Maisresten. Spannend. Hier ein kurzer Artikel mit weiterführenden Links zu diesem Thema.

Straßenbahn: In München kommt ein Kilometer nach dem anderen dazu

In München wird schon lange die Straßenbahn ausgebaut und dadurch bevölkerungsreiche Stadtteile erschlossen. Der Erfolg durch die Fahrgastzuwächse gibt der politischen Entscheidung, die Straßenbahn als Nahverkehrsmittel zu forcieren, Recht. Im Dezember wurde wieder eine neue Linie eröffnet - die Tram St. Emmeram. Bereits nach einem Monat waren alle Prognosen über den Haufen geworfen. 13.000 Fahrgäste täglich, die man erst für das Jahr 2015 errechnet hatte. Die vor 2 Jahren eröffnete Linie - Tram 23 - hat Fahrgastzuwächse von knapp über 50% gegenüber dem damals verkehrenden Bus. Zu Recht können die MünchnerInnen stolz sein. Je mehr Menschen den Öffentlichen Verkehr benutzen und dadurch Autofahrten vermieden werden können, desto weniger Umweltbelastung und desto mehr Lebensqualität.

Graz geht den mobilitätsfreundlichen Weg

In Graz startet ein Wettbewerb für Klein- und Mittelbetriebe zum Thema "Betriebliches Mobilitätsmanagement". Vor einiger Zeit motivierte man die Großbetriebe, ein betriebliches Mobilitätsmanagement einzurichten und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu zu bewegen, zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Öffi zur Arbeit zu kommen. Aus diesen Erfahrungen erstellte die Stadt Graz einen Leitfaden zu diesem Thema, auf den nun die Klein- und Mittelbetriebe zugreifen können. Damit wird der Einstieg zum Wettbewerb natürlich erleichtert.
Im Jahr 2008 stellte ich zum Thema "Betriebliches Mobilitätsmanagement" einen Antrag im Gemeinderat. Die Ausgangslage war und ist eine andere als in Graz gewesen, weswegen sich meine Zielrichtung auf das Stadtmagistrat und die städtischen Unternehmen beschränkte. Die daraus gewonnen Erfahrungen sollten dann in einem weiteren Schritt den Klein- und Mittelbetrieben, und selbstverständlich auch den Großbetrieben, zur Verfügung gestellt werden. Der Antrag wurde zwar im Gemeinderat angenommen, aber dann schubladisiert.
Nun, was Graz kann, kann Innsbruck auch. Wir Grüne werden schlicht und einfach nicht locker lassen.
Informationen zur Aktion in Graz findet man unter: http://www.graz.at/BMM

”Anbruggen" ist am Start




St. Nikolaus, oder wie es auch liebevoll genannt wird "Anbruggen" ist ein sehr sehr alter Stadtteil Innsbrucks. Seit Jahrzehnten wird er unter seinem Wert geschlagen. In einer Arbeitsgruppe der Marke Innsbruck beschäftigt man sich genau mit diesem Wert. Geleitet wird die Arbeitsgruppe von TVB-Obmann Karl Gostner und es tun sich zukunftsfähige Modelle auf. In St.Nikolaus hat sich eine vielfältige Kunst- und Kulturszene angesiedelt, kleine individuelle Geschäfte fassen in diesem historischen Stadtteil Fuß. Beim Hans-Brenner-Platz, der eigentlich ein sehr hübscher Teil von St.Nikolaus ist, könnte aufgewertet werden.

Dass Herr Püls noch nicht mitkann, wird wohl eine Generationenfrage sein. Er kommt aus der Kriegszeit und hat eine ganz andere Geschichte als wir heute. Die rasante technische Entwicklung ab den 50er-Jahren muss für die damalig jungen Leute unglaublich gewesen sein. Das Auto war natürlich der Begriff von Freiheit. Wer sich ein Auto leisten konnte, war ein gemachter Mann. Die rasante Entwicklung, die dazugehörende Werbung und das Image waren selbstverständlich faszinierend. Das hat geprägt. Nicht umsonst ist der deutschen Autoindustrie schon lange klar, dass der hauptsächliche Autoabsatzmarkt bei der Generation 55+ zu finden ist. Darunter fängt es schon an zu bröckeln und die städtischen Youngsters von heute haben ein gänzlich anderes Mobilitätsverhalten und sind für den Besitz eines Autos immer weniger zu begeistern. Ein aufgewerteter Platz, wie zB. am Wiltener Platzl geschehen, ist keine Ruhezone. Ganz im Gegenteil - dort ist Leben. Zu Beginn waren die Geschäftsleute des Wiltener Platzs auch gegen eine Aufwertung und schielten nur auf die Parkplätze, die es dann nicht mehr geben würde. Nun, nachdem das Wiltener Platzl in neuem Glanz erstrahlt, sind die Geschäftsleute hellauf begeistert. Sie haben erkannt, dass Parkplatz nicht gleich Kunde ist. Lieber Fredy Püls, komm, spring über deinen Schatten und hör dir an, was sich die Bewohnerinnen und Bewohner St. Nikolaus wünschen.

Bei 13° unter Null im Innsbrucker O-Dorf



Korruptionsskandale, Wirtschafts- und Finanzkrise, immer größere Belastungen und immer mehr Kürzungen sorgen für Politikverdrossenheit. Auch bei Innsbrucker Bürgerinnen und Bürger. Wir können nicht die großen Weltprobleme lösen, wir können aber in unserer Stadt mitbestimmen und mitgestalten. Jeder Stadtteil hat seine spezifischen Probleme, aber auch seine spezifischen Ideen, wie die Lösungen aussehen könnten.

Am 18. Feber ist es soweit. Wir Grüne starten ein Beteiligungsforum, das den Namen auch verdient. Es sollen große und kleine Ideen und Lösungen für den Stadtteil diskutiert und mit Zielformulierungen vorbereitet werden. Darunter werden auch Ideen sein, die für die ganze Stadt relevant sind.

Bis zum 18. Feber besuchen wir die Menschen direkt vor Ort und motivieren sie, mittels Fragebogen, ihre ersten Ideen zu formulieren, damit am 18. Feber, unter professioneller Moderation, schon konkrete Zielformulierungen ausgearbeitet werden können. Die Fragebögen können täglich am Alois-Lugger-Platz bei unserem Info-Point abgegeben werden.

Tirol ist anders - Sonderschulen werden weiterhin heftigst verteidigt

Sonderschulen sind in Tirol zu Hauf zu finden. Allerdings sind dort nicht mehr ausschließlich Kinder mit Behinderung untergebracht, sondern vermehrt Kinder aus Zuwandererfamilien. Landesschulrat und Tiroler Landespolitik arbeiten hier vereint und verhindern schulische Integration. In der gestrigen Tiroler Tageszeitung zeigten sich beide unschuldig und verwiesen auf den Bund, der keine Vorgaben mache. Liebe Tiroler LandespolitikerInnen und liebe Leute im Landesschulrat: auf der einen Seite immer auf Föderalismus spielen und auf der anderen Seite mit dem Finger auf den bösen Bund zu zeigen, ist als falsches Spiel leicht zu durchschauen. Hier ein Artikel von Integration Tirol, der aufzeigt, wo die Verhinderer sitzen.

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