Fahrradhauptstadt Innsbruck

Das freut mich natürlich riesig. Trotz vieler Hindernisse im Radwegnetz steigt die Beliebtheit für´s Radfahren. Schnell, flexibel, unkompliziert und keine Parkplatzsuche - das sind die Vorteile eines Fahrrads in der Stadt. Das Potential für Radfahren ist noch viel höher, wenn die entsprechende Struktur zur Verfügung gestellt wird. Die Auszeichnung bestätigt auch unser Bemühen in den letzten Jahren, Verbesserungen für den Radverkehr zu erringen. Aus der Opposition heraus war das natürlich mühsamer als jetzt. Nun können wir wesentlich besser agieren und stadtteilweise vorgehen.
Ein Renner war auch die jährliche Radreparaturwerkstätte der IVB (in Kooperation mit der Stadt Innsbruck), diesmal am Marktplatz - ein Service, das jedes Jahr in der Europäischen Mobilitätswoche den Radfahrenden angeboten wird.



Übrigens: am Donnerstag, den 27. September, gibt es auch wieder die Grüne Radwerkstatt vor dem Landestheater (von 16-18 Uhr).

Parking Day zeigt auch zarte Blüten in Innsbruck

Der "Parking Day" wird weltweit durchgeführt und begrünt Autoabstellplätze im öffentlichen Raum. Er zeigt auf, dass man auch anders mit diesen Flächen umgehen könnte. Auch in Innsbruck beginnt die internationale Bewegung langsam Fuß zu fassen. Vor der Bäckerei in Dreiheiligen ergrünte ein Parkstreifen. Ich war kurz vor Eröffnung dort und hab noch schnell ein Foto geschossen.


 
Ein kleiner Sitestep nach Salzburg-Stadt sei erlaubt. Dort wird der "Parking Day" schon etwas größer aufgezogen. Nächstes Jahr werden die Innsbrucker Grünen auch mit dabei sein und einen Parkstreifen zum Verweilen gestalten.

Der Fahrradanteil in Innsbruck steigt

23% Radfahranteile für Alltagswege gibt schon einiges her. Damit die Radelnden auch verkehrssicher für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterwegs sein können, braucht es natürlich auch die entsprechende Infrastruktur. Für nächstes Jahr haben wir uns bereits einiges vorgenommen, um die Struktur zu verbessern und konflikthafte Stellen zu entschärfen.

Neue Grabungsordnung soll bessere Aufsicht ermöglichen

Im kommenden Gemeinderat wird über die neue Grabungsordnung abgestimmt. Darin enthalten sind bessere Kontrolle der bauausführenden Firmen, bessere Handhabe bei schlechter Ausführung und der Baumschutz von Beginn an, damit die Wurzeln und somit der gesamte Baum geschützt werden können. Straßenerhalt ist ein teurer Spaß und wir kommen so schon nicht mehr mit dem Budget aus. Daher ist es wichtig, dass mehr Zusammenarbeit und auch Kontrolle, dringend notwendig sind. Die erste große Sanierung, bei der die neue Grabungsordnung greifen wird, ist die Anton-Rauch-Straße (diese war ja schon öfters in den Medien). Und noch was greift bei diesem Straßenabschnitt. Neu ist, dass alle Leitungsbetriebe an einen Tisch geholt werden und ihre Leerverrohrungen und sonstige Wünsche darlegen. Die sind dann in einem Bauabschnitt durchzuführen. Danach ist Pause - und das sollte wenigstens 5 Jahre so sein. Je später neuhergestellte Straßen wieder angeknabbert werden, desto länger hält die Straße. Es sind schließlich Steuergelder, die bei der Sanierung verwendet werden. Die Anton-Rauch-Straße ist der erste Versuch, den Straßenerhalt zu verbessern und die Kreuz-und-Quer-Buddlerei der Leitungsbetriebe zu koordinieren.

S-Bahn zieht Tirolerinnen und Tiroler an

Die S-Bahn, nun seit 5 Jahren in Tirol unterwegs, zieht immer mehr Fahrgäste an. Es ist ja auch ein vernünftiges Konzept, um die Menschen schnell und zügig von A nach B zu bekommen. Mit der Taktverdichtung gab es nochmal einen Schub. Ich bin mal gespannt, wie die Fahrgastzahlen ab Verlängerung der S-Bahn ins Unterinntal (Unterinntaltrasse macht es möglich) steigen werden. Jedenfalls ist die S-Bahn eine kostengünstige und schnelle Möglichkeit, zur Ausbildung und/oder zum Arbeitsplatz zu kommen.

"Immer mehr Tiroler fahren mit der Bahn anstelle des Autos. Das belegt eine aktuelle Studie des VCÖ. Hauptmotiv dafür sind die gestiegenen Spritpreise.

Insgesamt 15.000 heimische Benutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln wurden vom Verkehrsclub Österreich befragt. Hauptmotiv für den Umstieg vom Auto auf die Bahn sind die hohen Spritpreise. Aber auch bessere Bahnverbindungen und Sonderangebote werden als Argumente für den Umstieg genannt. Nicht zuletzt teures Parken schreckt auch so manchen davor ab, das Auto zu benützen.
In Tirol geben 42 Prozent der befragten Fahrgäste an, die Bahn anstelle des Autos zu benützen. Tirol liegt damit im Österreich-Schnitt. Am meisten Öffi-Benutzer sind zuletzt in Vorarlberg auf die Bahn umgestiegen, am wenigsten in Niederösterreich.
Bezugnehmend auf diese Zunahme der Bahnkunden fordert der Verkehrsclub eine „Pendler-Milliarde“ um das Bahnangebot österreichweit zu verbessern."









Tiroler Landesumweltanwalt könnte eingeschränkt werden

In Tirol ist der Landesumweltanwalt weisungsgebunden. Was ja an sich schon schräg ist, da genau bei diesen heiklen Themen große Interessen aufeinanderprallen. Nun könnte es sein, dass die Rechte des Landesumweltanwalts noch mehr eingeschränkt werden. Der Derzeitige ist zwar zuversichtlich, dass dies nicht passieren wird, aber da bin ich mir nicht so sicher.

Stadtplanung anders gedacht

Alpbach hat sich zum Wissenspool und -transfer gemausert. Es gibt immer wieder interessante Vorträge, unter anderem Baukulturgespräche. Hier ein Auszug eines Standardinterviews zum Nachlesen mit Helga Fassbinder, Stadtplanerin.

Baukostenüberschreitung zwischen Thaur und Rum

Das passiert leider immer wieder und ich frage mich schon, warum? An mangelnder Erfahrung kann es nicht liegen, da ja ständig quer durch Tirol große Straßenbauprojekte umgesetzt werden. Die Kritik des Landesrechnungshofes ist richtig und berechtigt. Ich befürchte allerdings, dass das keine Konsequenzen nach sich zieht.

Baukosten explodierten auf 4,7 Mio. €Von Peter Nindler
Innsbruck - Es ist ein Lehrbeispiel, wie man es nicht machen sollte. In einem jetzt vorliegenden
Bericht hat der Landesrechnungshof massive Kritik am vierspurigen Ausbau der Haller
Straße zwischen Hall und Rum samt Begleitmaßnahmen geübt. Von fehlendem Projekt- und
Kostenmanagement, der Beauftragung von gleich fünf Planungsbüros und fehlender Transparenz
bei der Kostenaufstellung ist die Rede. Geplant und realisiert wurde das Straßenbauvorhaben von
2008 bis 2011, im heurigen Frühjahr hat der Landesrechnungshof eine eingehende Überprüfung
durchgeführt.
Einmal mehr steht die Kostenentwicklung im Mittelpunkt: Die Abteilung Straßenbau des Landes
hat 2007 das Baukostenziel erstmals mit 2,5 Mio. Euro festgelegt. „Aufgrund des fortgeschrittenen
Planungsstandes und der allgemeinen (Bau-)Preisindexierungen wurden die voraussichtlichen
Baukosten bis zum Jahr 2009 auf 3,50 Mio. Euro erhöht", heißt es dann im LRH-Bericht. Aber
das war noch nicht das Ende der Fahnenstange. Nach der Ausschreibung 2010 betrug der
Baukostenvoranschlag 3,63 Mio. Euro.
Weitere wesentliche Kostenfaktoren wurden jedoch nicht mitberechnet. Grundablösen von
rund 690.000 Euro sowie Honorare (265.000 Euro) sowie Nebenleistungen für Leitschienen,
Bodenmarkierungen oder Bildstöcke ergaben letztlich eine Summe von fünf Mio. Euro, die laut
Landesrechnungshof als Gesamtkosten ausgewiesen hätten werden sollen. Sauer stieß den
Prüfern allerdings auch auf, dass die Abteilung Straßenbau nicht in der Lage gewesen ist, die
Gesamtkosten gemäß der ÖNORM darzulegen. Einiger Lichtblick: Das Projekt wird doch noch
ein wenig billiger, der LRH hat eine voraussichtliche Abrechnungssumme von 4,7 Mio. Euro
berechnet.
Vermisst wird zudem eine gesamthafte Aufstellung aller Aufträge und eine Gesamtdarstellung
aller Auszahlungen. „Somit war die Abteilung Straßenbau nicht in der Lage, jederzeit über den
Gesamtkostenstand des Projektes Auskunft zu geben", rügt der LRH. Und kein Verständnis
hat er dafür, dass auf einer 500 Meter langen Teilstrecke Tempo 100 erlaubt ist. Mit einer
durchgehenden Geschwindigkeit von 70 km/h hätten mehrere positive Auswirkungen erzielt
werden können. „Durch die Reduzierung der Geschwindigkeit ergäbe sich ein gleichmäßiger
Verkehrsfluss und somit eine höhere Verkehrssicherheit", ist der Rechnungshof in seiner
Bewertung überzeugt.

Energiewende - die Hysterie nimmt schon schräge Formen an

In Deutschland verteidigen die großen  Energielieferanten ihr Monopol. Klar, es geht um Profit, was aus ihrer Sicht heraus legitim ist. Es wird Angst gestreut. Die Verunsicherung in der Bevölkerung, was denn nun auf sie zukommen wird, ist groß. Daher sind aufklärende Stimmen so wichtig - nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Hier ein interessanter Link zum Nachlesen und Weiterforschen.



Liebesschlösser sind auch in Innsbruck willkommen

Die Liebesschlösser sind eine hübsche Aktion der Verliebten und hat sich über ganz Europa ausgebreitet. In Innsbruck begann es am Innsteg. Der Innsteg ist eine denkmalgeschützte Brücke. Bereits vor einem Jahr mussten allerdings wegen Sicherheitsvorschriften Gitter angebracht werden. Aufgrund der Denkmalauflagen konnte nur ein viligranes Gitternetz angebracht werden. Dieses Netz hält natürlich ein Gewicht von hunderten Liebesschlössern nicht aus.

Um den Verliebten einen Platz in Innsbruck zu bieten, machten wir uns auf die Suche nach einer Alternative. Der Hans-Psenner-Steg, erreichbar über einen romantischen Spaziergang entlang der Innpromenade, wird nun mit einem starken Gitter ausgerüstet, um den Schlössern der vielen Verliebten ausreichend Platz zu bieten. Sobald die Konstruktion steht, gibt es natürlich über alle Kanäle Öffentlichkeitsarbeit und am Innsteg selbst wird es einen Hinweis geben, dass der Hans-Psenner-Steg für diese hübsche Aktion speziell hergerichtet wurde und natürlich auch, wo sich dieser Steg befindet.

Hier auch noch der Artikel der Tiroler Tageszeitung zum Thema Liebesschlösser.


Die letzte Umfrage der Stadt Innsbruck zeigt einiges auf

Die Stadt Innsbruck bieten den BewohnerInnen immer wieder die Möglichkeit, zu verschiedensten Themen ihre Meinung kundzutun. Auf meine stadt - meine meinung kann man dann die Ergebnisse abrufen. Befragungen haben natürlich immer eine Schwankungsbreite. Trotzdem kann man Grundtendenzen ablesen, die nicht ganz uninteressant sind.

Leider kann ich ja keine pdfs hier hochladen - daher geht´s hier zur Innsbrucker Homepage.

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