Straßenbahnbau in der Kranebitter Allee ist eine Win-Win-Situation

Die Trassenführung in der Kranebitter Allee beschäftigte die Politik schon lange. Bereits 2011 kamen die ersten Entwürfe dieses Streckenabschnittes in den Stadtsenat und Gemeinderat. Wir Grüne waren nie glücklich mit der Führung der Straßenbahn südlich der Allee und stellten einen Prüfantrag, ob es nicht möglich wäre, die Straßenbahn auf der derzeitigen Fahrbahn fahren zu lassen, und die Landesstraße südlich davon neu zu bauen. Damit hätte man die nördliche Baumallee neu machen können. Derzeit ist sie in einem schauerlichen Zustand, da jahrzehntelang das Schmutzwasser der Autos/LKWs/Busse in das Erdreich abfloss und die Bäume krank machte. Auch gefährliche Überquerungen einer stark befahrenen Landesstraße könnte man sich sparen, weil der Öffentliche Verkehr beim Wohngebiet wäre. Unser damaliger Antrag ging tatsächlich in Prüfung. Allerdings wurde die Prüfung mit Kostenargumenten recht rasch beendet.

So wie auf der Skizze war unser Vorschlag. Allerdings war unsere Skizze natürlich nicht so formvollendet gezeichnet -:)

Kosten, die nach Detailplanung dieses Abschnittes erst recht entstanden wären. Das ist ja das Schräge drann. Alle Argumente, die damals vorgebracht wurden, warum ein Tausch nicht geht, lösten sich nach genauerer Untersuchung in Luft auf.

Und jetzt:
Der Düker (ein Becken für die Führung des Gießenbaches) kann bleiben. Der hätte bei der ursprünglichen Planung verlegt werden müssen. Kosten: ca. 1,8 Mio Euro
Die Oberleitungsmasten, die bei Neubau südlich der Allee natürlich benötigt gewesen wären, würden  in die Flugsicherheitszone ragen und dürfen nicht aufgestellt werden. Um doch die südliche Variante realisieren zu können, müsste man rund 3 Meter tief graben und eine wasserdichte Betonwanne ausgießen. Das Grundwasser steht nämlich bereits 1 Meter unter der Grasnabe.Die Oberleitungsmasten, die es derzeit schon auf der Kranebitter Allee gibt (weil ja mal die Linie O elektrisch betrieben wurde) können stehenbleiben, weil Bestand.
Sämtliche Querungen der Fahrgäste kann man sich jetzt natürlich sparen.
Eine aufwändige Anbindung zu landwirtschaftlichen Grundstücken kann man sich jetzt auch sparen, weil ein Abzweigen von der Landesstraße bei südlicher Lage natürlich ganz einfach ist.
Die aufwändige Neuerstellung der bereits bestehenden alten Unterführung (derzeit nicht LKW-tauglich und auch nur in eine Richtung benutzbar), braucht nicht gemacht werden. Diese kann jetzt exklusiv für FußgängerInnen und RadfahrerInnen nutzbar gemacht werden.
Und, weil man auf der Kranebitter Allee etwas mehr Platz braucht, damit die Busse des öffentlichen Verkehrs auch drauf fahren können, wird die kranke Baumreihe im Norden ersetzt und mit neuem Erdreich nachgepflanzt. Damit können die Bäume endlich wieder wachsen.

Freu -:) Und die ganze Geschichte bleibt im ursprünglichen Kostenrahmen.

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