Erstes Urban-Gardening-Projekt in Innsbruck

In Pradl kann auf einer großen öffentlichen Fläche das erste Projekt zu Urban Gardening starten. Die Suche war langwierig, schließlich hat die Stadt Innsbruck nicht so viele öffentliche Flächen. Fündig wurde man dann in Pradl. Das Grundstück, wo die Computerhand auf dem Bild ist, gehört der Stadt und ist schon lange als öffentliche Grünfläche ausgewiesen und wäre von allen InnsbruckerInnen nutzbar gewesen. Gemacht haben es die Wenigsten.
Bei der 2ten BürgerInnenversammlung (bei der 1ten kamen gerade mal 15 Menschen) ging es dann etwas turbulenter zu. Einige wenige haben natürlich keine Freude damit. Dass wir nicht immer alle zu 100% von einem guten Projekt überzeugen können, muss uns klar sein, sollte uns aber nicht davon abhalten, Gemeinschaftsprojekte wie das Urban Gardening zu fördern. Urban Gardening ist ja auch kein Projekt, das von lauter Musik, von stinkigen Motoren oder sonstwas begleitet ist. Im Gegenteil. Gerade in Wohngebieten entstehen neue Kontakte, die Menschen rundherum können ihr Gartenwissen einbringen mit oder ohne Beteiligung am Garteln selbst.


Weil bei der Versammlung auch der Vorwurf laut wurde, zuerst erfolge der Beschluss und erst dann werde informiert, muss ich mal aufzeigen, wie das auf politischer Ebene geregelt ist. Bevor ein Projekt gestartet werden kann, braucht es die Zustimmung des Stadtsenats, dass das Projekt - mit definierten Rahmenbedinungen - durchgeführt werden kann. Oft braucht es finanzielle Mittel, immer braucht es die Mitarbeit der städtischen Bediensteten. Wenn wir zuerst ein Projekt vorstellen und mit den betroffenen Menschen reden und dann sagt der Stadtsenat, aber das interessiert uns überhaupt nicht und das Projekt darf nicht umgesetzt werden, dann würde ich mich als Bürgerin ziemlich gepflanzt vorkommen. Und die viele Arbeit, die hineingesetzt wurde, wäre auch umsonst gewesen.

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